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ihren  Stimmen  aber  soll  das  Murmeln  unserer
Quellen  kommen.  Drum  mag,  wo  es  irgend  dirchzuführen
  ist,  auch  Wasser  an  die  Stätie  unserer  Gedächtnismale

  geleitet  werden.  Wieder  kann  sich
hier,  wie  bei  den  Bäumen,  das  Sinnige  mit  dem

Manche  Vertreier  einer  Dorfgemeinde
  haben  sich  vor  dem  Kriege,  weil  es  angeblich
  zu  viel  Arbeit  und  Kosten  machte,  vor  der
Zuführung  einer  Wasserquelle  aus  nahen  Aeckern
und  Wäldern  ins  Dorf  gesträubt.  Jebzt,  wo  das
Gemüt  so  stark  mitspricht,  wird  mancher  Heimalpfleger
  mehr  Entgegenkommen  für  solchen  Vorschlag
finden.  Hat  man  die  Leitung  der  Quelle  bis  zinn
Kirchhof  erreicht,  wird  sie  auch  bald  ins  Dorf  geführt
  werden,  und  so  eine  neue  Segensspur  auch
von  der  Gedächtnisstätte  ausgehen.  Sprudelt  aber
aus  dem  steingetürmien  Hügel  am  Gedächtnismal
das  Wasser,  so  ist  auch  eine  bessere  Friedbofspflege
möglich,  die  auf  vielen  Döérfern  noch  fehlt.  Und
was  haben  die  rauschenden  Brunnen,  an  denen
deutsche  Orte  früher  so  reich  waren,  auf  das  Volksgemüt
  stets  für  eine  Wirkung  gehabt!  Das  wird
die  Quelle  hier  am  Hügel  leise  zu  erzählen  wissen.
Ephen,  nickende  Waldgräser  und  Blumen  sprossen
zivischen  den  Gedenksteinen  hervor,  um  die  des
Gärtners  Hand  nur  allzu  große  Wildheit  fernhalten
  möge,  sonst  sei  hier  alles  der  Natur  überlassen.
  Die  Vögel  singen  in  den  Zweigen  und  baden
  in  dem  kleinen  Wasserbecken,  das  die  Quelle
am  Fuße  des  Hügels  bildet.  Um  die  Gedächiniseichen
  selbst  aber  möge  jede  Familie  ein  Blumenplätzcheu
  hegen,  und  an  den  Gedenktagen  hier  ihren
Kranz  niederlegen.  Ein  paarf  Ruhebänke
werden  den  Platz  allen  noch

Praktischen  vereinen.

um  so  lieber  machen.
Und  kommen  die  Allen,  die  Frauen,  Mädchen  und
Kinder,  hier  Wasser  für  die  Pflege  ihrer  Gräber  zu
schäpfen,  so  wird  der  Blick  stündig  auf  die  Namen
der  Söhne  des  Dorfes  sallen,  die  einst  in  den
großen  Völkerkrieg  hinauszogen  und  denen  ihre
Heimatgemeinde  ihr  Opfer  nur  durch  treuestes  Gedenken
  vergelten  kann.

Unser  Dommerland

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Es  ist  auch  keineswegs  gesagt,  daß  im  Laufe
der  Jahre  dieses  schlichte  Mal  nicht  einen  Schmuck
von  Künstlerhand  erhalten  kann.  Eine  Erz-  oder
Steingruppe  oben  auf  dem  Hügel,  unten  an  der
Quelle,  kann  wohl  hinzugefügt  werden  und  würde
zur  Kunstpflege  auf  dem  Dorfe  viel  Gules  beitragen.

  Diese  Stätte  zur  Ehrung  unserer  Gefallenen
ist  lja  allerorten  auch  bereils  ausersehen  worden,
daß  sie  an  den  großen  Gedenktagen  des
Krieges  den  Versammlungsort  für
einen  Gottes  dienst,  für  eine  Vaterländische
  Feier  böte.  Unsere  Krieger=  und
Turnvereine  auf  dem  Lande  haben  sich  auch  in

Pommern  in  der  Friedenszeit  weit  ausgebreitet.
Hin  und  wieder  ist  wohl  schon  etwas  zu  viel  geschehen
  in  der  Hinsicht,  daß  jeder  kleine  Dorfverein
  auch  seine  schwerseidene  Fahne  haben  mußte.
Es  hätte  sich  wohl  auf  Kreisverbände  damit  können
  deschränken  lassen.  Wenn  aber  für  ähnliche  valerländische
  Gedenkzwecke  spätenv  wird  gesanmnelt
werden,  so  dürfte  es  würdiger  sein,  das  für  einen
Zweck  wie  den  oben  angegebenen  zu  tun.  Und  das
Gedächtnis  der  Familien  an  ihre  Toten  würde  hier
freudiger  beisteuern  helfen.

Aber  in  allen  diesen  Fragen  kann  und  darf
keine  Uniformierung  herrschen.  Das  ernste  Gefühl,

  das  treue  Wollen,  und  die  Erinnerung  an  die
große  opferwillige  Zeit  und  die  todestreue  Hingabe
  unserer  Gefallenen  da  draußen,  sie  sei  nur
überall  im  Pommernlande  gleich  stark.  Dann  mögen
  die  Gedächtutsmale  auch  in  ihrer  Schlichtheit,
ob  sie  sich  auf  Bergeshöhen,  am  Meeresstrande,  im
fernen  Dorf,  der  großen  Handelsstadt  oder  auf  unserm
  schönen  Rügen  erheben,  wohl  äußerlich  verschieden
  sein.  Sie  alle  werden  aber  zur  Jugend
und  den  nach  uns  kommenden  Geschlechtern  davon
sprechen,  daß  Pommern  in  seiner  Treue  es  wenigstens
  versuchte,  unsern  teuren  Gefallenen,  unsern
  pommerschen  Helden,  seinen  Dank  zu  sagen.
In  unserm  Herzen  wird  es  doch  stets  geschrieben
stehen,  daß  wir  ihr  Opfer  niemals  erreichen  können.

Dergeßt  die  freuen  Toten  nicht!

Dflanzt  jedem  Dorf  ein  grünes  Heiligtum,
CMo  unter  dunklen,  dichtbelaubten  Bäumen
Entlagungsvolle  Liebe  Ktill  mag  träumen
Von  ibren  Coten  —  und  von  ibrem  Ruhm.

Ein  geblichtes  Cäflein,  ohne  Drunk  und  Eier,
Mag  jecker  Stamm  in  treuer  Obhut  tragen;
Dicht  viele  lorte  soll  es  prablend  sagen,
Dur  einen  Heldennamen  künd“  es  dir!

And  labt  ein  Bächlein  rinnen  durch  den  Sand.  —
Alenn  dann  an  beil'gem  Ort  in  Killem  Sebnen
Dem  (Mutteraug’  entfalien  beiße  Cränen,

Die  nimmt  es  auf  und  führt  sie  durch  das  Land.

Von  Hrnold  Koeppen

Glo  immer  dann  die  (lelle  hüßt  den  Strand,
Da  wird  es  blüh'n  und  sprossen,  bunt  und  licht.
Von  Ebrenpeis  und  von  Vergißmeinnicht
Drangt  bald  an  seinen  Gfern  blau  ein  Band.

Als  einz'  ger  Schmuck  ein  Riesenbloch  mag  liegen  —
C  lie  ihr  ihn  fandet  —  mitten  in  dem  HBain;

Drauf  rag’  ein  eisern  Kreur  —  und  drin  grabt  ein:
„In  diesem  Zeichen  wußtet  ibr  zu  jiegen!“  —  —

Gebt  jedem  Dorf  dies  seblichte  Beiligtum,
Daß  unter  deutschen,  grünbelaubten  Bäumen
Entsagungsvolle  Liebe  still  mag  träumen
Von  ihrer  treuen  Coten  ew'gem  Ruhm.