bundenen  feindlichen  Generalität  gar  keine  Befugnis
  gibt,  eine  Nache  durch  neue  Unmenschlichkeiten
zu  verüben,  so  wäre  vielmehr  zu  wöünschen,  daß
sie  durch  leutselige  und  großmütige  Taten  die
Flecken,  welche  die  in  dem  währenden  Kriege  in
den  schwedischen  Ländern  verübten  Graufamkeiten
dem  Nachruhm  der  hohen  Herrschaften  anhängen
kenmten,  auszuwaschen  und  auszulöschen  belieben
möchten.

Alsdann  soll  man  in  der  Tat  verspüren,  daß,
wenn  der  Krieg  nicht  mit  einer  uns  Christen  ge-Unser

  Dommerland

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ziemenden  Mäßigung  und  Hunmuität  geführet
würde,  es  gar  nicht  an  der  Schuld  der  Kgl.  schwedischen
  Generalität  liegen  soll  und  daß  der  Graf
Steinbock  sich  nicht  minder  werde  verbunden  achten
den  Beispielen  von  Leutseligkeit,  die  sie  ihm  zu
geben  gut  finden  werden,  zu  folgen,  als  er  für  dieses
  Mal  nur  durch  die  Notwendigkeit  gezwungen
worden,  die  Stadt  Altona  in  die  Asche  legen  zu
lassen.

(Fortsetzung  folgt.)

S———8—

apoleon-Grinnerungen  in  Pommern  aufbewahrt.

Am  1.  Juni  1915  rundeten  sich  hundert  Jahre
seit  Napoleons  Flucht  durch  Genappe,  woselbst  sein
Reisewagen  preußischen  Jägern  in  die  Hände  fiel.
Nach  Blüchers  und  Gneisenaus  Berichten  an  Stein
und  Hardenberg  war  Napoleon  bei  Ankunft  der
Verfolger  aus  seinem  Wagen  geflüchtet  und  hatte
suich  ohne  Degen  und  Hut  zu  Pferde  gereltet.  Diese
Berichte  sind  freilich  nicht  ohne  Widerspruch  geblieben.
  Französische  Geschichtsschreiber  halten  es  für
lurmöglich,  daß  der  fliehende  Kaiser  noch  hinter
seinen  letzten  Truppen  zurückgeblieben  sei  in  einem
so  kritischen  Augenblick,  der  seine  Person  in  Gefahr
bringen  konnte.

Der  wertlvolle  Inhalt,  welchen  die  Kutsche  barg,
gelangte  in  den  Besitz  der  verfolgenden  Offiziere
und  Mannschaften.  Ueber  den  Verbleib  eines  Teiles
  der  erbeuteten  Gegenstände  sind  wir  in  der
Lage,  nachstehend  zuverlässige  Mitteilungen  zu  machen.
  Es  handelt  sich  um  sieben  Stücke,  die  wir
unseren  Lesern  nach  einer  Photographie  im  Bilde
vorführen,  nämlich  um

1.  einen  Orden  der  Ehrenlegion.  Auf  einer
Seite  ist  der  kaiserliche  Adler  und  die  Umschrift
houneur  et  palrie,  auf  der  anderen  das  Bildnis  Napoleons
  I  und  die  Umschrift  Napoleon  emp  des
Francais,  oberhalb  eine  goldene  Krone  mit  kleinem
Goldkreuz  an  der  Spitze.

2.  ein  Paar  waschlederne  Handschuhe.

3.  eine  französische  Hutkokarde.

4.  einen  großen  silbernen  Teller  mit  dem  Lilien—
wappen.  Am  hinteren  Rande  des  Tellers  sind  die

Von  K.

drei  kleine  Stempel  eingeprägt:
ein  Asse  (darunter  B)  und  ein

Nummer  301  und
ein  Frauenkopf,
Hahn.

5.  einen  silbernen  Trinkbecher  mit  dem  kaiserlichen
  Adler,  auf  der  Unterseite  die  Nummer  152
und  zwei  kleine  Stempel:  ein  Frauenkopf  und  ein
Affe  mit  B.

6.  ein  Riechfläschchen  von  Kristallglas  mit  eingegrabenem
  R  auf  dem  silbernen  Deckelverschluß.  1

7.  ein  lleines  silbernes  Schreibzeng,  aus  drei
zZusammengeschraubten  Abteilungen  für  Tinte,  Streusand
  und  Oblaten  bestehend.  Auf  der  Unterseite
jedes  Teiles  sind  die  drei  unter  Nr.  4  angegebenen
Fabrikzeichen  angebracht.

Diese  Originalstücke  waren  dem  Oberleutnant  in
der  Lützowschen  Freischar  Wilhelm  Ribbeck  zugefallen.
  Durch  Erbschaft  kamen  sie  im  Jahre  1065
in  den  Besitz  des  pommerschen  Pastors  Kypke,  Nibbecks
  Schwiegersohn,  damals  in  dem  gräflich  Borckeschen
  Gutsdorfe  Stargord  bei  Regenwalde  in  Pommern
  seßhaft,  jetzt  im  Ruhestand  zu  Kolberg  lebend.
  Im  Jahre  1869  wurden  die  Trophäen  dem
kumstliebenden  Kronprinzen  Friedrich  Wilhelm,  nachmaligen
  Kaiser  Friedrich  III.,  als  er  gelegentlich
seiner  Truppenbesichtigungen  in  der  Umgegend  von
Labes  die  gräflich  Borckesche  Familie  in  Stargord
besuchte,  vorgezeigt,  durch  den  jungen  Geistllichem  erklärt

  und  von  dem  hohen  Herrn  ausgesprochenermaßen
  mit  besonderer  Teilnahme  in  Augenschein
genommen.  Jetzt  sind  sie  im  Arbeitszimmer  des

Besitzers  zwischen  Glas  und  Rahmen  angebracht,