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neben  Ribbecks  drei  Orden:  dem  eisernen  Kreuz  von
1813,  dem  russischen  Annen-Orden  und  der  Kriegs—
Denkmünze  am  Allianzbande.

Ueber  Ribbeck  wird  kurz  berichtet:

Er  wurde  in  Markgrafpieske,  Provinz  Brandenburg,
  als  Sohn  des  dortigen  Pfarrers  am  11.
März  1793  geboren.  Seine  wissenschaftliche  Ausbildung
  erhielt  er  auf  dem  Gymnasium  zum  Grauen
Kloster  in  Berlin.  Unterkommen  hatte  er  bei  seinem
Oheim,  dem  Propst  Ribbeck,  gefunden.  1813  trat
er  in  das  Lützowsche  Freikorps  ein.  Stawitzky  be—
richtet  in  der  Regimentsgeschichte  S.  102:  „Die
Leutnants  Klaatsch,  Ribbeck,  Schlesicke  und  Feldwebel
  Kettner,  welche  die  vier  Tirailleurzüge  des
Bataillons  führten,  waren  unter  den  Ersten,  welche
in  Genappe  einrückten  und  unter  denjenigen,  welche
über  Genappe  hinaus  den  Feind  verfolgten.“  Im
Walde  von  Chantet  hatte  er  einen  Streifschuß  am
Halse  durch  den  Kragen  seines  Waffenrockes  erhalken.
  Die  Wunde  blutete  stark,  hinderte  ihn  aber
nicht,  dem  Kampfe  bis  zum  Ende  beizuwohnen.
Der  Kragen  wird  noch  jetzt  in  der  Familie  aufbewahrt,
  ebenso  Ribbecks  Säbel,  ein  Geschenk  seines
Waffenbruders  und  Freundes  Theodor  Körner.  Au
den  Bericht  des  Bataillons-Kommandeurs,  Major
von  Witzleben,  wurde  dem  jungen  Krieger  das
eiserne  Kreuz  verliehen.  Im  weiteren  Verlauf  des
Krieges  war  Ribbeck  bei  der  Belagerung  der  franösi
  Grenzfestungen  Maubeuge,  Marienbourg,
Philippeville  und  Givet  beteiligt.  Am  27.  Jami
1817  wurde  er  auf  seinen  Antrag  mit  einjährigem
Halbsolb  und  Vorbehalt  der  Dienstpflichtigkeit  entlassen.
  Im  bürgerlichen  Leben  war  er  als  Beam-Verschiedene

  Juffassung.

Unser  Dommerland

ter  und  als  Förderer  edler  Künste  hoch  angesehen.
Er  starb  am  27.  Februar  1813  in  Magdeburg  als
Königlicher  Kreiskassenrendant.  Das  Ministerium
lund  der  Vorstand  der  Domkirche  widmeten  ihm
einen  ehrenvollen  Nachruf.

Zu  den  sorgfällig  gesammelten  Beweisstücken  für
die  Echtheit  der  Napoleon-Erinnerungen  gehört  auch
Nibbecke  Sonett  an  seine  Braut,  das  folgenden
Wortlaut  hat:

An  Napobeon.

Des  Elefanten  Zahn,  er  muß  uns  schmücken.
Das  Walsischbein  umspamnet  zarte  Leiber.

Der  Krite  Panzer  kämmt  das  Haar  der  Weiber.
Des  Tigers  Haut  gefällt  den  zagen  Blicken.

So  trinlt  mein  Liebchen  heut  auch  mit  Entzücken
Aus  deinem  Becher,  großer  Thronenräuber,
Und  gravilätisch,  ein  gar  schmucker  Schreiber,
Braucht  sie  dein  Tintfaß,  Kunde  mir  zu  schicken.

Dein  Messer)  hat  die  Feder  zugespitzt
Und  deine  Schere“)  das  Kuvert  geschuißt:
Mit  deinen  Wohlgerüchen  ists  bespritzt.

So  war  es  stets.  Wenn  Sturm  den  Wald  durchfliegt

Und  tief  der  Eichen  stolze  Kronen  biegt,
Wird  Täubchen  lustig  auf  dem  Zweig  gewiegt.
*)  Messer  und
handen.

Schere  sind  nicht  mehr  vor

Von  Kichard  Dalleske,  Landesbut  i.  Sehl.

Glie  reizlos  ist  doch  euer  Dommerland!

Flach  wie  ein  Brett,  eintönig,  nichts  zum  Drangen  —
Glär’  nicht  der  Ostsee  blaues  Ordensband,

So  trüge  niemand,  es  zu  jebn,  Verlangen.  —  —

Mag  sein,  mein  Freund,  daß  wirklich  „nicht  viel  dran“,
Und  doch  ist's  schön!  Du  meinst,  ich  wolle  sehberzen?

Huf  die  Betrachtungsweise  hommt  es  an:

Du  siehst  nur  mit  dem  Hug',  ich  —  mit  dem  Herzen!

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