bereinsberichte.

hauplversammlung  des  mestenthiner  Waldvereins
  zu  Stelfin  und  der  drei  Ortsgruppen
iegenort,  Deuwarp,  altwache  und  Jalenitz.

In  dem  im  schönsten  Maiengrün  prangenden
Messenthin,  wo  vor  acht  Jahren  der  Waldverein
gegründet  ward,  sand  Sonntag,  den  9.  Mai  nachmittags
  die  jährliche  Hauptversammlung  des  Messenthiner
  Waldvereins  statt.  Die  große  Zahl  der  erschienenen
  Waldfreunde  war  ein  vollgültiger  Beweis,
  das  die  gemeinnützigen  Bestreb  ngen  des
Waldvereins  in  immer  weiteren  Kreisen  gewürdigt
werden.  In  Vertretung  der  beruflich,  behinderten
beiden  Vorsitzenden  leiteie  Lehrer  H.  Kaiser  die
Versammlung.  Der  von  ihm  erstattete  eingehende
Jahresbericht  über  die  entfaltete  Tätigkeit  ließ  erkeimen,
  daß  der  Waldverein  auch  im  abgelaufenen
Vereinsjahre  trotz  der  überaus  großen  und  ernsten
Zeit  sich  bemühte,  das  bereits  Geschaffene  zu  erhalten,
  und  die  Kenntnis  unserer  engeren  Heimat
wester  zu  fördern.  Ein  großer  Teil  der  Mitglieder
steht  im  Felde,  da  kann  es  nicht  ausbleiben,  daß
deren  Zahl  zurückgeht;  die  Mitgliederzahl  sank  von
1908  des  Voriahres  auf  jetzt  1717.  Mit  herzlichen
Worten  ward  der  auf  dem  Felde  der  Ehre  gebliebenen
  Mitglieder  gedacht;  die  Versammlung  ehrt
das  Andenken  der  gefallenen  Helden.  Der  vom
Kassenführer  erstaltete  Bericht  über  den  Stand  der
Vermögenslage  ergab  ein  erfreuliches  Bild.  Dank
der  stets  geübten  Sparsamkeit  konnten  bestehende
Eimichtungen,  die  eine  Linderung  der  Kriegsnöte
sich  zur  Aufgabe  gestellt  haben,  unterstützt  werden.
Es  wurden  in  dieser  Richtung  der  Bürgerhilfsschaß,
  das  Rote  Kreuz  und  das  vom  Buchheideverein
  Stettin  eingerichtete  und  unterhaltene  Genesungsheim
  für  verwundete  und  erkrankte  deutsche
Krieger  bedacht.  Ein  erfreuliches  Ergebnis  zeitigte
die  Kriegsspendensammlung  der  Vertrauensmänner,
sie  ergab  bisher  558,90  Mark.  Der  Waldverein
konnte  aus  seinem  Vereinsvermögen  1000  Mark  als
Kriegsbeihilfe  bewilligen.  Gewiß  ein  beredtes
  Zeugnis  von  dem  Opfer  inn
des  Messenthiner  Waldvereims!
Für  die  Pflege  des  Waldes,  für  die  Aufstellung
von  Ruhebänken,  Wegweisern  und  Paopierkörben
wurden  350,70  Mark  verausgabt:  die  Errichtung
der  Schutzhütte  am  Haffuferwege  im  Ziegenorter
Walde  verursachte  eine  Ausgabe  von  83  Mark,  und
die  während  der  Wintermonate  durchgeführte  Vogelfütterung
  1445  Mark.  Trotz  dieser  großen  Ausgaben,
  zu  denen  noch  623,15  Mark  Kosten  für  die
Herausgabe  der  Wanderkarte  und  der  Fahrpläne
binzutraten,  konntke  in  das  neue  Vereinsjahr  ein
Vermönesbestand  von  1825,68  Mark  vorgetragen
werden.  Die  von  den  beiden  Kassenprüfern  beantragte
  Entlastung  wurde  erteilt.  Die  Wiederwahl
der  ausscheidenden  Vorstandsmitglieder  erfolgte

Unser  Dommerland

durch  Zuruf.  Nachdem  der  Haushaltsplan  für  das
neue  Bereinsjahr,  der  in  Einnahme  und  Ausgabe
mit  1200  Mark  abschlie#t,  die  Genehmigung  gefunden,
  wurde  die  Versammlung  5¼  Uhr  geschlosseil.
  —  Die  Königliche  Eisenbahndirektion  Stei#sin
hatte  zur  Heimfahrt  einen  verstärkten  Zug  zur  Verfügung
  gestellt;  es  sei  auch  an  dieser  Stelle  für  dies
liebenswirdige  Entgegenkommen  gedankt,  insbesondere
  aber  für  die  Ausgabe  der  Sonntagsfahrkarten.

Carl  Küster,  Stetltun.

*

Ein  neuer  Denkstein  in  der  Buchheide.

Stettin,  17.  Mai.  Eine  kleine  Buchheidegemeinde
  versammelte  sich  am  gestrigen  Sonntag
vormittag  11  Uhr  auf  Brehmers  Höhe,  oberhalb
Podesuch,  zu  einer  schlichten,  ernsten  Feier,  die  gerade
  durch  die  Einfachheit  und  Herzlichkeit  der  Veranstaltung
  den  Stempel  der  Erhabenheit  trug.  Ein
Denkstein,  errichtet  von  den  Kriegern,  die  in  dem
von  dem  Buchheideverein  eingerichteten  Heim  Aufmahme
  und  Genesung  gefumden,  sollte  als  ein  äußeres
  Zeichen  der  Dankbarkeit  dem  Buchheideverein
übergeben  werden.  Gern  leistelen  Vorstand,  Vertrauensmänner
  und  eine  größere  Zahl  Vereinsmitglieder
  der  Einladung  der  Krieger  zu  dieser  Feier
Folge,  und  pünktlich  zur  festgesetzten  Zeit  begann
sie.

Um  den  Denkstein  hatten  17  der  jetzt  anwesenden
  Krieger  Aufstellung  genommen.  Der  Rechnungsführer
  Sergeant  Ehrhardt  feierte  in  beredten  Worten
  den  Buchheideverein.  Der  Redner  wies  darauf
hin,  daß  nach  der  Entlassung  aus  der  Lazareltpflege
  es  nur  wenigen  Kriegern  beschieden  sei,  zur
weiteren  Kräftigung  der  Gesundheit  Aufnahme  in
einem  der  Genesungsheime  zu  finden.  Das  Glück,
in  dem  Heime  des  Buchheidevereins  aufgenomnnen
umd  hier  verpflegt  zu  werden,  sei  bis  heute  152
dentschen  Goldaten  zuteil  geworden;  alle  ohne  Ausnahme
  konnten  nach  einem  Aufenthalt  von  drei  bis
fünf  Wochen  das  Genesungsheim  mit  sichtbar  günstigen
  Erfolgen  verlassen.  Die  weitaus  größte  Zahl
der  Pfleglinge  vermochte  völlig  gesundet  umd  wieder
  felddienstfähig  zur  Truppe  zurückkehren,  dank
der  genossenen  außerordentlich  guten  Verpflegung.
In  Ost  und  West  stehen  sie  nun  wieder  und  kämpfen
  mii  neuem  Mute  für  die  Freiheit  unseres  geliebten
  Vaterlandes.  Heute  endlich  (so  führte  der
Redner  weiter  aus)  kann  der  Wunsch,  dem  Buchheideverein
  ein  sichtbares  Zeichen  der  Liebe,  Verehrung
  und  Dankbarkeit  zu  errichten,  erfüllt  werden.
  Bereitwillig  erteilte  Herr  Forstmeister  Drews,
dem  der  Forstbezirk  unterstellt  ist,  die  nachgesuchte
Genehmigung  zur  Errichtung  dieses  Gedenksteines,

um  dessen  freundliche  Annahme  der  Rechnunoasführer
  namens  seiner  Kameraden  bat.
Der  Vorsitzende  des  Buchheidevereins,  Herr

Justizeat  Grützmacher,  übernahm  dieses  Zeichen  der