Dankbarkeit  der  Krieger  mit  Worten  herzlichen  Dan—
kes.  Er  wies  darauf  hin,  daß  alsbald  nach  Ausbruch
  des  Krieges  der  Buchheideverein  sich  dem
Baterlande  zur  Verfügung  stellte,  und  das  ihm
nichts  näher  lag,  als  die  Ausführung  des  Gedankens,
  in  unserer  schönen  Buchheide  ein  Genesungsheim
  für  verwundete  und  erkrankte  Kameraden  einzurichten,
  die  ihr  Bestes  für  Deutschlands  Freiheit

einsetzten.  Es  stehe  zu  hoffen,  daß  das  Genesungsheim
  bis  zum  glücklichen  Ende  aufrechterhalten
bleibt.  Der  Grundstein  zu  einem  massiven  Aussichtsturme

  sei  zwar  gelegt,  die  Ausführung  ist  indes
  einer  späteren  Zeit  vorbehalten.  Der  Buchheideverein
  hoffe  bestimmt  darauf,  später  einen
Sieges=  und  Dankesturm  bauen  zu  können.  Bei  der
Feier  der  Grundsteinlegung  des  Ansichtsturmes
konnte  unser  Kaiser  und  König  als  Schutzherr  des
deutschen  Waldes  gefeiert  werden;  heute  dagegen
gilt  es,  unseres  geliebten  Kaisers  als  des  Schutzund
  Schirmherrn  des  gesamten  deutschen  Volkes  zu
gedenken.  Mit  begeistertem  Jubel  stimmten  die
Waldfreunde  in  das  Kaiserhoch  ein,  um  dann  noch
im  nahen  Genesungsheim  eine  frohe  Stunde  zu  verbringen.


Der  Denkstein,  ein  feinkörniger  Granitblock  und
Findling  aus  der  Buchheide,  ruht  auf  einer  Steinpackung
  und  trägt  folgende,  von  der  geübten  Hand
eines  der  verwundeten  Krieger  eingemeißelte  Inschrift:


„Dem  Buchheideverein  zum  Andenken
  an  deutsche  Krieger,  die  hier
Genesung  sanden.  191  1—.“

Anmerkung:  Die  Schlußzahl  hinter  1914—
ist  offen  gelassen.
*
Jahresbericht  des  Bundes  PHeimafschutz  EC.  V.
2::  Fauptversammlung  am  28.  Upril  1015.  -

Am  28.  April  fand  in  Stettin
sammlung  des  Bundes  Heimatschutz,
Pommern,  statt.  Der  Verein  zählt
Mitalieder  einschließlich  der  in  den
Anklam,  Stetlin,  Pyritz,  Freienwalde,  Labes  und
Wangerin  vereinigten  Einzelmitglieder.  Dazu  kommen
  eine  Anzahl  von  Stettiner=  und  Provinzialvereinen
  als  Mitglieder  (Kunstverein  Greifswald,
Dürer-Bund  Cammin,  Verein  für  Heimatkunde
Köslin,  Kreiswohlfahrtsverein  Lauenburg  ufsw.),
12  Kreise  und  12  Städte.  Der  Kassenbericht,  um
das  vorwegzunehmen,  ergab  für  1914  eine  Einnahme
  von  1685,06  Mk.,  eine  Ausgabe  von
1308,86  Mk.  und  einen  Restbestand  von  376,20  Mk.
Die  Provinz  zahlt  dem  Verein  eine  jährlichr  Beihülfe
  von  500  Mk.  —  Die  Wahlversammlung  beließ
  den  Vorstand  in  seiner  jetzigen  Zusammendie

  Hauptver-Landesverein

zur  Zeit  450
Orisgruppen

Unser  Dommerland

95

setzung  und  zwar  die  Herren  Oberpräsidialrat  Bartels
  als  Vorsitzenden,  Lyzeallehrer  Reepel  als  Geschäftsführer
  und  Bankdirektor  Lilly  als  Schatzmeister,

  ebenso  die  Kassenprüfer  und  Beisitzer.  Aus
dem  Jahresbericht  entnehmen  wir  Folgendes:
Die  während  der  Zeit  des  Krieges  nicht  erschienene

  „Pommersche  Heimat“  erscheint  neuerdings
als  Beilage  zum  Pommnerschen  Genossenschaftsblatt
und  zur  Fürstentumer  Zeitung.  (Damit  wendet  sie
sich  zugleich  an  einen  weiten  provinziellen  Leserkreis,
  den  für  die  Bestrebungen  des  Heimatschutzes
zu  gewinnen,  besonders  wichtig  sein  mußl)

Der  Landesverein  besitzt  vier  Lichtbilder-Folgen,
  die  mit  Tert  unentgeltlich  verliehen  werden

und  im  Geschäftsjahr  etwa  20  mal  gebraucht  worden

  sind.  Sie  behandeln  Naturdenkmal’'  und  Landschaftspflege,
  Denkmalpflege,  pommersche  Bauweise

und  Trachten,  Werden  und  Vergehen  an  der  pommerschen
  Küste  und  die  Entstehung  unserer  Heimaterde.

  Neuerdings  verleiht  der  Landesverein  eine
Bilderfolge,  „Bilder  vom  Kriegsschauplatz  im

Westen.“  Daneben  sind  stets  verliehen  gewesen  und
haben  die  Runde  in  pommerschen  Landschulen  gemacht

  zwei  Wanderausstellungen  von  Vogelfutterund
  Nistgerätschaften.  Die  Ausstellung  von  pommerschen,
  vom  Landesverein  herausgegebenen

Künstlersteinzeichnungen  (Hühnengrab  von  Lonwitz,
Schloß  Wildenbruch,  Haffküste  bei  Lebbin,  Pommersche
  Schweiz  bei  Polzin,  Oberes  Lebatal  bei
Paraschin,  Lonzker-Düne  am  Lebasee),  Heimatschutz-Ansichtskarten
  und  Schriften  ist  gezeigt  worden
  in  Stettin,  Pyritz,  Freienwalde,  Cammin  ind
Rügenwalde.  —  In  Eingaben  und  Aufrufen  tral
der  Landesverein  ein  für  die  Schonung  der  Möwen
  und  Stranddisteln.  Aus  einem  Wettbewerb
gelangte  er  in  den  Besitz  guter  Werbemarken.  Ihre
Ausführung  verhinderte  der  Krieg.  Die  Bemühungen,
  die  Erhaltung  der  Blockpackung  des  Rußlandberges
  am  Dolgen-See  durch  Ankauf  zu  sichern,
sind  infolge  des  Krieges  zum  Stillstand  gekommen.
Das  Projekt  bleibt  bestehen  und  wird  in  nicht  zu
ferner  Zeit  zur  Ausführung  kommen.  Der  Landesverein
  bemühte  sich  ferner  mit  Erfolg  um  die  Erhaltung
  alter  Baumbestände  auf  den  Friedhöfen  zu
Törpin,  Wangerin  und  Belgrad.  Die  Bauberatungsstelle
  lieferte  einen  Verbesserungsvorschlag  für
den  Anbau  an  einen  Dorfgasthof.  Für  den  Kreis
Doamburg  ward  auf  Grund  von  Aufnahemen  des
Geschäftsführers  eine  farbige  Lichtbilder-Folge  geliefert.
  An  den  Magistrat  Bublitz  erging  ein  Gutachten
  über  die  Beschaffung  von  Vogelschutz-Gerätschaften
  zu  Schulzwecken,  und  eine  ausführliche
Denkschrift  für  die  Kgl.  Regierung  behandelte  die
Frage  „Heimatschutz  und  Schule“.  Mit  Erfolg  trat
der  Landesverein  ein  für  die  Erhallung  der  Schönheit
  der  Haffberge  bei  Camminke.  Die  für  den
Herbst  1914  in  Aussicht  genommene  „Ausstellung
für  Heimatkunde  und  Heimatpflege“  fand  des  Krieges
  wegen  nicht  statt.  Die  weit  geförderten  Vorarbeiten
  werden  die  Grundlage  für  eine  kommende