Personenverzeichnis  der  schwedischen  Landesvermeessung
  zeigt  ein  völlig  neues  Geschlecht,  das  sich  nach
dem  Hriege  angesiedelt  hatte.  Die  Freiheit  des
allen  Bauernstandes  war  zu  Grabe  getragen;  die
Bauern  und  Kossäten  waren  Leibeigene  geworden.
Die  Legung  der  Bauern  erfolgte  in  ausgedehntem
Mage,  indem  die  Grundherrschaften  das  steuerbare
Bauernland,  das  öde  lag,  in  steuerfreies  Nilterland
verwandelten,  bis  schließlich  die  schwedische  Regierung
  hiergegen  einschritt,  jedoch  ohne  durchgreifenden
  Erfolg.  Es  war,  wie  vielerorts,  so  auch  in
Pargow  und  Staffelde  zu  spät.  Die  Bauernbevölkerung,
  durch  den  Nordischen  Krieg  abermals
schwer  heimgesucht,  ging  im  18.  Jalrhundert  ihrer
Aufläsung  entgegen;  der  koapitalkräftige  Besitzer
kaufte  einen  Hof  um  den  anderen,  sodaß  zum  Beginnn
  des  19.  Jahrhunderts  nur  noch  drei  Bauern
in  Pargow  übrig  waren,  während  sie  in  Staffelde
bereits  völlig  verschwunden  waren.  Und  als  bei
der  Separation  die  bäuerlichen  Wirte  in  Pargom
zwar  von  ihren  Diensten  bei  der  Gutsherrschaft  befreit
  wurden,  dafür  aber  die  Hälfte  ihres  Landes
abtreten  mußten,  waren  die  an  und  für  sich  nicht

Unser  Dommerland

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sehr  leistungsfähigen  Wirtschaften  derart  geschwächt,
daß  sie  in  der  wirtschaftlichen  Notzeit  nach  1813
nicht  durchzuhalten  vermochten  und  weggekauft  wurden.

  Solche  Vorgänge  stehen  im  Pommerland  nicht
vereinzelt  da,  fast  das  ganze  rügensche  Land  und
der  größte  Teil  Neuvorpommerns  ist  einst  aus

Bauernbesitz  in  Gutsbesitz  übergeführt  worden.  Nicht
mur  viel  wirtschaftliche  Freiheit,  sondern  auch  mancherlei
  kirchlich-religiöses  Gut  ist  dadurch  zu  Grabe
getragen.  Es  fehlte  in  jenen  Tagen  die  starke  leitende
  Hand  der  Staatsregierung  und  die  Erkenntnis,
  dag  die  planmäßige  Schaffung  bäuerlichen  Besitzes
  dem  Staate  ein  starkes  Rückgrat  gibt.  Wieviel
besser  haben  es  in  diesen  Tagen  die  Bauern  und
Kolonisten  Ostpreußens,  die  angesichts  ihrer  zerstörten
  und  ausgeraubten  Höfe  gewiß  sein  dürfen,  daß
Staat  und  Vaterland  alles  tun  werden,  ihnen  das
Verlorene  wiederzuschaffen.  Möchten  sie  auch  mit
solch  unersch#üttertem  Glauben  durch  die  Heimsuchungen
  dieser  Tage  gehen  wie  jenes  vielgeprüfte
und  schwer  gebeugte  Geschlecht  aus  den  Tagen  des
Dreißigjährigen  Krieges!

——I

AMin  muddersprak.

Geburn  in  „Köllersbagen“,
Sprack  platt  min  Mudder  doch,
In  „Kalklaff“,  wo  ick  tagen,
Spreckht  so  man  büt  uck  noch.

Bün  bochdütsch  uch  ick  wuren,
Hew  iek  mi  doch  bewobrt,
Glat  mi  is  angeburen,

De  ulle,  leiwe  Ort.

(Din  #Mudder  dehr  mi  wewen
Den  warmen  griesen  Rock,
Un  Vadder  bat  mi  gewen
Den  stiewen  Krüzdurnstock.

C.  Kamke.

So  warm  klingt,  wenn  wi  seggen
Mlat  leiw's  uns,  mit  dat  DHlatt,
Uenn  wi  in't  Tüg  uns  leggen,
Klingt  uck  so  Rnorrig  dat.

Son  RBleinen  Schwerenöter
Nenn  ick  „min  Hppelsehnutt“,
Un  is  dat  Kind  noch  gröter,
Kümmt  söter  dat  noch  rut.

CAUill  mi  wat  nich  bebagen,

Denn  seg  iek  „Schochfehwernot“!
Un  will  man  mi  an'n  Kragen,
„Scbla  CGott  den  Düwel  tot“!