datsch“  nach  der  Weise  „Die  Vinschgauer  wollten

wallfahrten  gehn“:

:  Die  Falkenburger  wollten  Biktoria  schießen  :,

:„:  Sie  hatten  kein  Nanone  nicht,  das  tät  sie  baß
verdriesh  en.  :

Tschahi,  tschaho,  tschahihahal

Die  Faltenburger  sind  schon  alle  da.

Jegt  schaffen's,  daß  a  jeder,  jeder,  jeder,
jeder,  jeder,  jeder

::  Sein  Luntele  ha“.  :,

Sie  zogen  zum  Schloß  des  Herrn  von  Mellenthin,
Da  stand  seit  tausend  Jahren  ein  Karthäunlein  drin.
Doch  wie  sie  kamen,  kriegten  sie'n  großen  Schreck:
Donn  wehe!  Die  Kanone  war  auf  einmal  weg!
Die  Dramburger  waren  schon  zuvor  gekommen
Und  hatten  die  Kanone  auf  Pump  genommen.

Die  Falkenburger  kamen  darob  in  Zorn;

„Wir  müssen  die  Kanone  ha'n!“  sie  haben's
schwor'n.

„Wir  setzen  ihnen  nach!  Wir  holen  sie  ein,

Und  müßten  wir  auch  laufen  bis  nach  Schivelbein!“

ge-Unser

  Dommerland

119

Die  Falkenburger  faßten  die  Dramburger  ab  —
Ach,  was  da  für  ein  furchtbares  Keilen  es  gab!

Die  Falkenburger  hatten  den  letzten  Trumpf,
Sie  führten  die  Kanone  zurlck  im  Triumph.

Gerettet  war  der  Falkenburger  Gloria;
Die  Falkenburger  schossen  nun  Biktorial

Die  Falkenburger  täten  viel  Pulver  enein  stopfen.
Und  setzten  dann  drauf  einen  festen  Pfropfen.

Fünf  Schüsse  schoß  zur  Feier  man  in  Falkenburg,
Beim  sechsten  platzte  die  Kanone  mitten  durch.

Die  Dramburger  lachten  nun  und  lockten  froh:
„Seht,  das  geschieht  euch  recht!t  Warum  wart  ihr
auch  sol“

Uns  Jungen  kränkte  es  wenig,  daß  die  Dramburger
  in  der  Fehde  unterlegen  waren,  so  daß
schließlich  die  Verwundeten  auf  Leiterwagen  hatten
heimgeholt  werden  müssen.  Paris  war  ja  unser!
Da  sangen  wir  den  alten  Reim  mit  neuem  Recht:

s"s  „X  E
Die  Preußen  haben  Paris  genommn,
Nun  werden  auch  bess're  Zeiten  komm'n.

Trara,  trara,  traral

Die  LCiebelole.

Erzählung  aus  der  pommerschen  Herzogszeit  von  Otto  Droß.

(Fortsetzung.)

„Euer  Beschluß  ist  mir  selbstverständlich  Befehl,
also  bleibt  es  dabei,“  ließ  sich  jetzt  Herr  Sambor
von  neuem  vernehmen.  „Aber  bedenkt  ihr  auch,
liebe  Brüder,  was  geschehen  würde,  wenn  der  alte
Fuchs  in  Kammin  von  unserem  Vorhaben  Witterung
  bekäme?  Sich  an  einem  von  uns  zu  vergreifen,
  wurde  er  schwerlich  wagen,  so  fest  sitzt  er  noch
nicht  im  Sattel,  um  eine  solche  Dreistigkeit  zu  begehen.
  Aber  zur  selben  Stunde  würden  Eilboten
nach  Krakau  entsandt  und  wir  bei  unserem  polnischen
  Herrn  Vormund  als  Umstürzler  und  Polenfeinde
  angegeben  werden.  Zugleich  aber  würde  man
die  beiden  Schutzheiraten  beschleunigen.  Das  aber
wäre  für  uns  zwiefach  unangenehm.  Einmal  #-gewarnt,
  würde  der  Pole  sich  besser  zu  rüsten  vermögen
  und  uns  den  Sieg  schwerer  machen,  und  zum
andern  dürften  wir  uns  gezwungen  sehen,  die  jungen
  Fürstensöhne  zur  Trennung  von  ihren  polnischen
  Gattinnen  zu  zwingen,  eine  Maßregel,  die  immerhin
  Verbitterung  und  Haß  erzeugen  würnde,
wenn  einer  oder  der  andere  inzwischen  wirkliche

Zuneigung  zu  seinem  Weibe  gefaßt  haben  sollte.
Im  andern  Falle  aber,  sofern  von  unseren  Bestrebungen
  nichts  verlautet,  ist  erstens  die  endgiltige
Demütigung  des  Polen  mit  geringeren  Opfern  verku#ipft
  und  zum  zweiten  ein  nach  vollbrachter  Tat
von  uns  an  die  Fürsten  gestelltes  Verlangen,  nach
unserem  Wunsche  sich  zu  vermählen,  mit  Leichtigkeit
  durchzuführen.  Denn  dann  sind  wir  als  Retter
des  Vaterlandes  die  Gebietenden,  die  ihren  Forderungen
  alsbald  Erfüllung  zu  verschaffen  vermögen.
—  Ich  sprach  soeben  von  Forderungen.  Ich  nehme
nämlich  wohl  nicht  mit  Unrecht  an,  daß  wir  Edlen
des  Landes  deren  mehrere  an  unsere  Fürsten  zu
stellen  haben,  und  möchte  daher  bei  diesem  Punkte
sogleich  Gelegenheit  nehmen,  euch  zu  bitten,  mir
eure  persönlichen  Wünsche  in  nächster  Zeit  mitzuteilen.
  Denn  es  dürfte  doch  wohl  nur  recht  und
billig  sein,  daß  wir  hier  Versammelten  als  Begründer
  der  Freiheit  unseres  Vaterlandes  außer  den
allgemeinen  Standesforderungen  noch  besondere
eigene  Wünsche  erfüllt  sehen  möchten.  Und  da  ihr
mich  nun  einmal  zum  Hauptmann  für  den  Rache-