6  Anser  Dommerland

die  das  Pommernlied  enthalten,  senden?  sie  würden
  mit  Dank  begrüßt  werden.

Hochachtungsvoll
...  Mator.

Der  in  dieser  Feldpostkarte  ausgesprochenen  Bitte
ist  die  „G.  Z.“  in  der  Weise  nachgekommen,  daß
sie  eine  Anzahl  Abdrucke  von  dem  Pommernlied
bergestellt  und  dem  Bittsteller  zugesandt  hat.  Bei
dieser  Gelegenheit  möchten  wir  dem  Gedanken  Raum
geben,  daß  das  Pommernlied  mehr  als  bisher  in

der  Heimat  gesungen  werden  möchte,  damit  die
demnächst  ins  Feld  rückenden  Pommern  draußen
sich  mehr  denn,  je  ihrer  Heimat  erinnern  möchten.

Damit  tun  die  Pommern  sich  und  ihrer  Hiimat

einen  Gefallen.

*

Dommersche  Bücherschau.

Aus  der  Werklfaft  des  VDommernverlages.

Trotzdem  auch  auf  dem  Buchgewerbe  und  allem,
was  damit  zusammenhängt,  der  Krieg  seine  schwere
Hand  gelegt  hat,  daß  der  Druck  schier  nicht  mehr
zu  ertragen  ist,  hat  der  Pommemverlag  trosdem
seine  Tätigkeit  nicht  eingestellt.  (Siehe  die  Ankündigung
  auf  erster  Seite  dieses  Doppelheftes!)  Von
den  pommerschen  Heimatbüchern  sind  einige  im
Druck  nahezu  vollendet,  das  erste  der  Quellenbücher
sieht  seiner  baldigen  Veröffentlichung  entgegen  und
die  Zeitschrist  Jung-Pommem,  auf  die  wir  auch
an  dieser  Stelle  empfehlend  hinweisen  wollen  als
auf  ein  Blatt,  das  gerade  in  dieser  schweren  Kriegszeit
  die  beste  Lektüre  für  unsere  heranwachsende  Jugend
  bildet,  erscheint  trotz  aller  Schwierigkeiten  regelmä#ig
  weiter.

Dazu  wird  der  Verlag  dennächst  mit  einer
Neuheit  auf  dem  Büchermarkt  erscheinen,  die  aus
der  Feder  von  Ot'o  A.  Peters,  eines  Mitkämpfers
in  dem  großen  Krieg,  stammt.  Das  entsprechende
Werkchen  heißt  „Schwerter  herausl!“  Bilder
  aus  dem  Weltkrieg  und  wird  bei  vornehmer
Ausstattung  und  einem  Umfange  von  8  Bogen  nur
1  Mark  kosten.

Unsere  Leser  finden  eine  Probe  aus  dem  neuen
Buche  auf  Seite  182  des  vorliegenden  Hefees,
„Hermann“  betitelt.

Das  Kennenlernen  dieses  einen  Beitrages  wird
gewiß  viele  Leser  reizen,  sich  das  Büchlein  käuflich
  zu  erwerben.

Bücherschau.  Helmolts  Weltgerchichte.

Unter  Mitarbeit  von  42  Fachgelehrten  herausgegeben
  von  Dr.  Armin  Tille.  Zweite,  neubearbeitete
  und  vermehrte  Auflage.  Mit  etwa  1200  Abbildungen
  im  Te  t,  300  Tafeln  in  Farbendruck,
Aetzung  und  Holzschnitt  sowie  60  Karten.  10  Bän-191



de  in  Halbleder  gebunden  zu  je  12  Mark  50  Pf.  —
Verlag  des  Bibliographischen  Instituts  in  Leipzig
und  Wien.

Selten  kann  die  Neuauflage  eines  Werkes  mit
so  erhöhtem  Interesse  begrüft  werden  wie  die  soeben
  zu  erscheinen  beginnende  2.  Auflage  von  „Helmolts
  Weltgeschichte“  denn  die  verbessernde  und
verschönende  Hand  ist  hier  in  beispi  lloser  Weise
tätig  gewesen,  ein  Werk  zu  erneuern  und  zu  ergänzen.
  Schon  äuferlich  übertrifft  die  2.  Auflage
die  erste  weit:  Durch  Einführung  des  Petitsatzes  ist
eine  Teilung  des  Stoffes  gewonnen  worden,  die
eine  rasche  Orientierung  ermöglicht;  das  der  ersten
Auflage  beigegebene  Karten=  und  Tafelmaterial  ist
durchgängig  sorgfältig  revidiert  und  um  das  Vierfache
  erweitert  worden.  Endlich  ist  der  Schmuck
des  Werkes  und  zugleich  sein  Gehalt  wesentlich  erhöht
  worden  durch  Einführung  des  Textbildes:  den
vorliegenden  ersten  Band  zieren  neben  12  Karen
und  43  Tafeln  170  durchgängig  sehr  sorgfltig  ausgewählte,
  den  Tert  wertvoll  ergänzende  Abbildungen.
  Dieser  starken  Umgestaltung  des  äußeren  Gewandes
  entspricht  die  Neugestaltung  und  Neubearbeitung
  des  Inhalts.  Im  Gegensatz  zur  ersten  Auflage,
  die  mit  der  Geschichte  Amerikas  begann,  und
in  Ue#ereinstimmung  mit  den  üblichen  Anschauungen
  stellt  die  neue  Auflage  die  Geschichte  Ostasiens
voran.  Mar  v.  Brandt  hat  seine  Geschichte  Chinas,
Japans  und  Koreas  bis  zu  den  anschließenden  Ereignissen:
  Gr#ndung  der  Republik  in  China,  Tod
des  Mikado  Mutschito  in  Japan  und  Ammerion  Koreas
  durch  Japan  fortgeführt  und  selbstverständlich
den  Telt  der  ersten  Auflage  einer  durchgehenden
Revision  unterzogen.  Schurtz'  Darstellung  der  Geschichte
  Hochasiens  und  Sibiriens  hat  zwei  ausgezeichnete
  Bearbeiter  gefunden,  die  inzwischen  Schurtz
in  den  Tod  gefolat  sind:  Viktor  Han#ssch  und  Erwin
  v.  Baelz.  Die  Geschichte  Indiens  von  dem
gleichfalls  verstorbenen  Emil  Schmidt  hat  se'n  Bruder
  Richard  Schwidt  in  Münster  neubearbeitet.  „Indonesien“,
  von  Schur#a,  hat  Viktor  Hane#ch  und
Karl  Weules  Abhandlung  über  „Die  geschichtliche
Bedoutumg  des  Indischen  Ozeans“  hat  Karl  Wegerdt
  einer  erneuten  Durchsicht  unterzogem.  Das
ganze  Werk  wurde  in  der  ersten  Auflage  von  einer
Reihe  arundlegender  und  die  anthropolgaischsacoapanbische
  Anordnung  des  Werkes  rechtfertigenden
Abhandlung  von  Helmolt.  Ratel  und  Kohler  eingeleitet:
  der  Erfolg  des  Werkes  überbebt  den  Herausgeber
  der  neuen  Auflage,  Dr.  Armin  Tille,  der
Mühe  einer  Rechtfertigung,  und  er  kann  sich  begnügen,
  in  einem  knappen,  vorzüglich  informierenden
einleitenden  einleitenden  Artikel  „Geschichte  der
Wesstgeschichtsschreibung“  der  Helwoltschen  Weltgeschichte
  ihren  Platz  in  der  Geschichte  der  Geschichtsschreibung
  anzuweisen.  Johannes  Ranke  hat  seine
ausgezeichnete  „Vorgeschichte  der  Menschheit“  aus
dem  ersten  Bande  der  ersten  Auflage  einer  sorgfäl—
tigen  Durchsicht  unterzogen  und  eröffnet  damit  auch