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„Wat  freu  ick  mil

Dat  is  mal  warm,  dat  is  mal  warm,  dat  is
mal  schön!

Kükerükül

Kükerükül“
und  blinzelt  freundlich  der  Sonne  zu.  Plöllich
aber  fliegt  er  mit  einem  Angstschrei  auf  den  Hof

hinunter  und  ruft  den  Küken  zu,  die  heute  zum
ersten  Male  von  der  Henne  hinausgeführt  sind:

„Kükem  neigt  ut,  Küken  neigt  utl

Dat  is  kein  Gauden!“
und  sieht  wieder  nach  oben,  wo  die  Weihe  mit
kaum  merklichem  Flügelschlage  ihre  Kreise  zieht,  und
schilt:

„Ick  seih  di  ja  gaud!  Ick  seih  di  ja  gaud!“"
Und  die  Küken  flüchten  mit  dem  Angstruf:

„Pötter  is  dodl!“
unter  die  schützenden  Flügel  der  Henne.  Die  Kinder
  aber,  die  nun  auch  den  Güsselräuber  erblickt
haben,  erheben  ein  ohrenzerreißendes  Geschrei:

„Sche  Wih,  sche  Wih,  schewitten!

Ick  seih  din  blanke  Titten

Bet  unner  de  Arm.

Morgen  mußt  du  starwen.

Unfser  Dommerland

Wi  will'n  di  begraben
Mit  Schipp  un  Spaden.
Sche  für,  sche  für,  sche  für!“
So  geht  die  Gefahr  glücklich  vorüber,  und  der
Hahn  ruft  wieder  beruhigt  die  Henme:
„Küst  (--  könntest)  mal  herkamen!"  —
Auf  dem  Strohdache  sitzt  in  der  warmen  Frühlingssonne
  der  Täuberich  und  lockt  die  Taube:
„Wo's  min  Fru?  Wo's  min  Fru?“
„Kumm  Frrru,  kumm  Frrrul“
Und  wenn  sie  zu  ihm  kommt,  girrt  er  zärtlich,  mit
den  Flügeln  schurrend:
„Du,  du,  dul
Min  Frrru!  Min  Frrrul
Trrutste  (=  trauteste)  Frrru  Frrru  Frrrul!"
Ueber  ihm  steht  der  Storch  in  seinem  Nest  aus
einem  Bein  und  begleitet  mit  lustigem  Klappern  die
hellen  Kinderstimmen,  die  von  unten  zu  ihm  heraufschallen:

„Alle  Vögel  sind  schon  da,
Alle  Vögel,  alle!
Welch  ein  Singen,  Musizier'n,
Pfeifen,  Zwitschern,  Tirelier'n!
Frühling  will  nun  einmarschier'n,
Kommt  mit  Sang  und  Schalle.“