die  übrigen  Dikotyledonen  und  die  Monokotyledonen
  für  Band  II  und  III  aufgespart  bleiben.  Al—
les  in  allem  hat  es  der  Verfasser  verstanden,  uns
zu  unserer  Ueberraschung  zu  zeigen,  daß  die  spyste—
matische  Botanik  keine  „trockene“
sein  braucht,  vielmehr  gewinnen  wir  auf  Schritt
und  Tritt  den  Eindruck,  daß  „jede  Pflanzengattung,
jede  Pflanzenart  ein  Mikrokosmos  für  sich  ist,  der
in  labilen  Be  ziehungen  zu  den  übrigen  steht  und
sich  in  seinen  Kreisem  der  großen  Interessensphäre
des  Menschen  immer  mehr  anschmiegt  und  anpast.“"
„Das  Pflanzenreich  ist  ein  sich  bildendes  Weltsystem
  im  kleinen,  dessen  Bestandteile  auf  eine  gemeinsame
  Vergangenheit  zurückblicken,  nach  verschiedenen
  Richtungen  hin  ausstrahlende  Entwickelungsstufen
  durchgemacht  haben  und  einem  teilweise  schon
jetzt  übersehbaren,  je  nach  Anpassung  und  Umwelt
verschiedenen  Geschick  entgegeneilen.“  Unterstübt
wird  die  lebendige  Darstellung  durch  ein  überaus
reiches,  prächtiges  Material  an  Abbildungen.  Beim
Anblick  so  mancher  der  teils  farbigen,  teils  schwarzen,
  nach  ausgezeichneten  Photographien  hergestellten
  Tafeln  fühlt  man  sich  selbst  in  die  freie  Natur
mit  den  Düften  des  reinen  Waldes  oder  mit  den
„reinen  Lüften“  der  Bergeshöhen  versetzt;  dazu  treten
  noch  die  höchst  interessanten  zahlreichen,  aus
der  Feder  H.  Eichhorns  stammenden  Zeichmungen,
welche  die  Pflanze  im  ganzen  sowie  in  ihren  einzelnen
  Teilen  veranschaulichen  und  stellenweise,  sonamentlich
  am  Schlusse  des  Buches,  einen  recht
hübschen  Blumenflor  bilden.  —  Der  Preis  des
dauerhaft  und  geschmackvoll  gebundenen  und  drucktechnisch
  aufs  beste  ausgestatteten  Werkes,  das  zutgleich
  eine  neue  selbständige  Abteilung  der  bewährten
  volkstümlichen  Sammlung  „Allgemeine  Naturkunde“
  bildet,  ist  in  Anbetracht  der  Fülle  des  Gebotenen
  und  seiner  Brauchbarkeit,  ja  Unentbehrlichkeit,
  niedrig  zu  nennen.  Wir  sehen  dem  zweiten
  und  dritten  Bande  mit  Spannung  entgegen.
r—1

Technischer  Modellatlas.  15  zerlegbare
  Modelle  aus  den  Gehieten  der  Maschinen=  und
Verkehrstechnik  mit  gemeinverständlichen  Erlzuterunaen

  herausaegeben  von  Ingenieur  H.  Blücher.
Neue,  wohlfeile  Ausgabe.  4t0.  In  Pavbband  9
Mark.  Verlag  des  Bibliographischen  Instituts  in

Leipzig  und  Wien.

Technischee  Modelle  begeanen  gerode  jetzt  erhöhtem
  Interesse.  Der  Herausgeber  dieses  Modellotlas
hat  es  unternommen,  an  der  Hand  von  Klappmodellen
  den  Bau  von  15  verschiedenen  technischen
Musterstücken  klarzulegen,  und  dies  gelinat  ihm  wirklich
  überraschend  gut.  Wer  sich  in  diese  Klappmodelle
  und  die  zugehörigen,  alles  Wesentliche  herausholenden
  klaren  Beschreibungen  versenkt,  wir?
kaum  noch  über  einen  selbst  nebensächlichen  Bauteil
der  Obiekte  im  Zweifel  bleiben.
Modelle  berücksichtinen  alle  möalichen  Zweicge
Interessen.  Dampfkessel,

und
Kolben-Dampfmaschine,

Unser  Dommerland

Wissenschaft  zu

Die  gewählten

231

Dampfturbine,  Gasmaschine  und  Dieselmotor  verkörpern
  die  eigentlichen.  Antriebsmaschinen,  wozu
aus  dem  Reich  der  Elektrotechnik  noch  eine  Gleichstrom=
  und  eine  Drehstrommaschine  hinzutreten.
Eine  Dampfdreschmaschine  vertritt  die  landwirtschaftlichen
  Maschinen.  Dann  folgen  Modelle  von  Dingen,
  die  dem  Verkehrswesen  angehören,  so  Kraftwagen
  und  Lokomotive,  darauf  Doppelschraubendampfer
  und  Unterseeboot,  Luftschiff  und  Flugzeug
  und  endlich,  um  auch  den  Nachrichtenverkehr
nicht  leer  ausgehen  zu  lassen,  ein  Typendruck-Telegraphenapparat.
  Alles  in  Allem  verdient  dieser
Modellatlas  warme  Empfehlung;  er  eignet  sich  nicht
nur  für  alle  technischen  Kreise,  somdern  auch  für  jeden
  Laien.

zeitschriftenschau.

Monatsschrift  unter  Mitwirkung  des  „Vereins
für  das  Deutschtum  im  Auslande.  Heft  12.  Mit
diesem  Hefte  schließt  der  fünfte  Jahrgang  der  guteingeführten
  Zeitschrift  ab,  die  gerade  im  letzten
Jahre  durch  ihre  Kriegshefte  einen  erfreulichen  Aufschwung
  genommen  hat.  Besonders  wertvoll  wird
dies  Blatt  durch  seine  vier  Buchbeigaben.  Sehr
niedrig  ist  der  Preis.  Der  Jahrgang  aus  12  reich
illustrierten  Monatsheften  bestehend,  kostet  einschließlich
  der  vier  gut  gebundenen  Buchbeigaben  nur
10  Mk.,  sodaß  der  Bezug  jeder  auch  lleineren
Volksbücherei,  der  es  auch  auf  Erwerbung  gemeinverständlich
  belehrender  Werke  ankommt,  möglich  ist.

r—

„Heimat  und  Welt“.

„De  Cekbom“.
Halbmonatsschrift  für  plattdeutsche  Sprache  und
Art,  34.  Jahrgang,  Heft  1  und  2.  (Richard  Hermes
  Verlag,  Hamburg.)  Von  der  bekannten  plattdeutschen
  Zeitschrift  liegen  die  beiden  ersten  Hefte
des  34.  Jahrgangs  vor,  die  ein  treuliches,  freundlich
  ansprechendes  Gesicht  zeigen,  wie  wir  es  von
den  früheren  Jahrgängen  der  Zeitschrift  gewöhnt
sind.  Der  Roman  „De  Heidenhoff“  von  Elisabeth
Albrecht  entwickelt  sich  —  das  ist  jetzt  schon  zu  sehen
  —  zu  einer  spannenden  und  fesselnden  Erzählung.
  Eine  kleine  prächtige  Geschichte  in  Heft  2
„Kriegslüd“  von  Wilhelm  Ehlers,  die  das  zufällige
Zusammentreffen  von  vier  Holsteinern  schildert,  die
insgesamt  in  vier  Feldzügen  1848,  64,  70-71  und
1914—16  gekämpft  haben,  dürfte  ganz  besonders
unsere  Feldgrauen  zusagen.
*

„Aus  dem  Ostlande“.

Monatszeitschrift  für  Posen  und  Westpreußen.
Jahrgang  1916,  Heft  1.

Unter  diesem  neuen  Titel  ist  soeben  das  erste

Heft  des  11.  Jahrgangs  der  Heimatzeitschrift  „Aus