„Ut  uns'  le  Bourgei-Tid.“

„Erlebnisse  ut  1870  un  71“.

Brekenfeld  hat  den  Feldzug  von  1870  und  71
als  Arzt  mitgemacht.  Der  Inhalt  seiner  beiden  Erinnerungsbücher
  geht  schon  aus  ihrem  Inhalt  herver.
  Es  sind  ein  paar  ganz  prächtige  Bücher,  leider
  viel  zu  wenig  bekannmt.

Bruchmüller,  Wilhelm,

geboren  1872.

„Erinnerungen  an  Rügen  und  die  Ostsee“.

B.,  ein  geborener  Neumärker,  war  Schüler  des
Stralsunder  Gymnasiums  und  studierte  ein  Semester
in  Greifswald.

Bulgrin,  August,

geboren  1840  zu  Groß-Justin.

Ut  de  Groz-Justinsche  Eck,  Lire  ut  Hinterpommern.


Die  Sammlung  enthält  lyrische  und  epische  Gedichte,
  letztere  fast  durchweg  örtlichen  Charakters.
B.  ist  „Lokaldichter“  im  besseren  Sinne  des  Wortes.

Cabanuis,  George,
geboren  1859.
Die  Mär  vom  Jordansee  auf  der  Insel  Wollin.
Cabanis  ist  kein  Pommer,  die  Dichtung  verdankt
wohl  Reiseeindrücken  ihre  Entstehung.

Dose,  Johannes,

geboren  1860.

Dose,  der  ebenso  wie  Dreyer  nicht  Pommer  ist,
hot  ein  lesenswertes  Buch  „König  Tetzlaff  von  Rügen
  und  sein  kurzweiliger  Rat“  geschrieben,  das
hier  nicht  unerwähnt  bleiben  darf.

Dreyer,  Max,

geboren  1862.

Obgleich  Mecklenburger  von  Geburt,  hat  Dreyer
doch  seinen  ersten  Roman  „Ohm  Peter“  auf  Rügen
und  zwar  auf  der  Halbinsel  Mönchgut  spielen  lassen.
  Die  landschaftlichen  Schilderungen  sind  so  gut,
daß  dies  Buch  von  dem  alternden  Junggesellen,
der  sein  ganzes  Herz  an  das  junge,  aufblühende
Ding  hängt,  das  das  Schicksal  ihm  ins  Haus  führt,
an  dieser  Stelle  wohl  genannt  werden  muß.

Droß,  Otto,

geboren  1861  zu  Naugard.

Seine  Erzählungen  auf  heimatlichem  Boden  sind:

„Der  Untergang  des  Heidekrugs“.

„Unser  Klaus“.  „Die  Liebelose“.

Letzterer  Roman  aus  der  Wendenzeit  Pommerns
ist  soeben  in  „Unser  Pommerland“  erschienen;  sein
Buchausgabe  als  neuester  Band  der  Pommerschen
Heimatbücher  steht  bevor.

Engel,  Geoeorg,
geboren  1866  zu  Greifswald.

Unser  Pommerland

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Engel  ist  einer  der  besten  Erzähler  der  Gegenwart,
  die  unserer  Provinz  entstammen.  Heimatliches
  Gepräge  allerdings  haben  nicht  alle  seiner
Werke.

Ganz  Heimatroman  ist  sein  „Ham  Klüth"“.

Es  ist  ein  ernst  zu  nehmendes  Buch,  das  von
demn  Hann  Klüth,  den  die  Welt  den  „dummen
Jungen"“  nennt  und  von  dem  das  wilde  Lising  zum
Schluß  mit  Recht  fragt:  „Oder  ist  er  am  Ende  gar
ein  Philosoph?“  Ein  Buch,  das  niemand  ohne  Anteilnahme
  aus  der  Hand  legen  wird.  Pommersche
Landschaft  gibt  ferner  den  Hintergrund  ab  für

„Die  Last“,

„Das  Hungerdorf“  und

„Der  Reiter  auf  dem  Regenbogen“.

Wie  Gust  Petersen  lebte  und  starb  ist  in  dem  letztgenannten
  BMche,  das,  wie  Biese  treffend  sagt,
„das  Erzeugnis  einer  sympathischen  Seele  und  einer
in  Ernst  und  Spiel,  in  Empfindsamkeit  und  Humor
sich  wiegenden  Kunst“  ist,  mit  plastisch  wirkender
Gestaltungskraft  erzählt.

Alle  genannten  Werke  Engels,  wie  auch

„Die  Leute  von  Moorluke“  und

„Die  verirrte  Magd“
gehören  in  die  vommerschen  Volksbüchereien  hinein.
—  Vielleicht  auch  sein  Drama  „Ueber  den  Wassern“.


Furchau,  Adolf  Friedrich,
geboren  1787  zu  Stralsund.
Des  behandelten  Stoffes  wegen

wähnt:

„Arkona“,  ein  Heldengedicht,  und  „Die  Insel  Rügen“,
  zwölf  Gedichte.

nur  seien  er-Neunenswerte

  Bedeutung  besitzen  die  Sachen
nicht.
Giesebrecht,  Ludwig,

geboren  1792.

„Gedichte“.
Godow,  Fritz,

geboren  1851  zu  Kortenhagen.

„Oll  Frünn'  in'n  nigen  Rock“.  Plattdeutsche

Gedichte!

Kleine  Gedichte  im  Stille  der  Reuterschen,  Läuschen
  un  Riemels.  Wer  Stoff  zum  Vortragen  in
pommerscher  Mundart  sucht,  wird  manches  Brauchbare
  finden.

Gollnow,  Ernst,

geboren  1837  zu  Tribsees.

„Ein  Kreuzzug  an  der  Ostsee“.

„Das  Geheimnis  der  Finsternis“.

Zwei  historische  Romane  aus  der  Vergangenheit
  Pommerms.

Werke,  die  nicht  viel  Spanmung  auslösen,  in  denen
  mehr  der  grändliche  Forscher  als  der  phantasiebegabte
  Dichter  zu  Worte  kommt.  Das  erste  ist  vergriffen.
