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der  anderen  Art“  (eine  einfache  Geschichte  aus  dem
pommerschen  Lande)  und  „Das  Erbe  der  Väter“
(ein  Lebensbericht)  Werke  begrüßen,  die  wirkliche
Heimatkunst  sind.

„Von  der  anderen  Art“  ist
Vanne  Frenssens  geschrieben.  Frei  davon  ist

„Das  Erbe  der  Bäter“.

Den  Inhalt  des  schlichten,  von  Liebe  zur  pommerschen
  Heimat  getragenen  Buches,  kennzeichnet  am
besten  und  kürzesten  sein  Untertitel,  der  da  laulet:
„Die  Geschichte  eines  Bauernsohnes;  wie  er  aufwuchs,
  lernte  und  suchte,  liebte,  irrte  und  litt.
Und  wie  ihm  zuletzt  die  Gnade  wurde,  daß  er  ein
stilles,  glückliches,  ehrenfestes  Leben  gewann.“  So
wie  ich  den  schlichten,  ehrlichen  Sinn  po#mmerscher
Landbewohner  kennen  gelernt  habe,  glaube  ich,  daß
Krauel  einer  ihrer  Lieblinge  werden  kanm.

Kriesche,  Alma,
geboren  1844  zu  Greifswald.
„Stückschen  ut  olle  un  nige  Tid“.
Gedichte  in  plattdeutscher  Mundart.

Kruse,  Heinrich,

geboren  1815  zu  Stralsund.

Von  seinen  Dramen,  die  größtenteils  entsetzlich
nüchtern  und  prosaisch  sind,  behandeln  zwei  pommersche
  Stoffe:

„Raven  Barnekow“  und

„Witzlaw  von  Rügen".

Etwas  besser  sind  seine  „Seegeschichten“,  die  zumeist
  an  der  pommerschen  Küste  spielen,  obgleich
diese  ewigen,  nicht  immer  glatten  Hexameter  auch
nicht  jedermanns  Geschmack  sind.

Lähn,  August,
geboren  1867  zu  Prerow.
„Zwischen  den  Dünen".
Ein  Schauspiel.

Lappe,  Karl,
geboren  1773  zu  Wusterhausen  b.  Wolgast.

„Pommer-Buch  —  oder  Vaterländisches  Lesebuch
  für  die  Provinz  Pommern".
Es  erschien  zu  Stralsund  im  Jahre  1820,  ist

aber  wohl  noch  aufzutreiben.  Das  hochinteressante
Buch  besteht  aus  folgenden  Abteilungen:

1.  Aus  der  Landesgeschichte.

II.  Zur  Oerterkunde  der  Provinz.

III.  Pommerscher  Nekrolog  oder  kurze  Nachrichten
  von  verstorbenen  pommerschen  Schriftstern.

IV.  Bischof  Otto  von  Pommern  oder  „Gemälde
aus  der  Wendenzeit“.

Der  dritte  Abschnitt  ist  für  jeden,  der  nach  literarisch
  tätig  gewesenen  Männern  und  Frauc#  seines
engeren  Bezirkes  sucht,  um  seinen  „Forschertrieb"
zu  befriedigen,  eine  wahre  Fundgrube  von  Anregungen.
  Das  Epos,  das  der  vierte  Abschnit!

Unser  Dommerland:

noch  unter  dem

bringt,  ist  sprachlich  so  schhn  und  auch  heut  noch
so  lesenswert,  daß  eine  Neuherausgabe  dieses  Teils
anzuraten  wäre.

Malade,  Theo,

geboren  1869,  Arzt  in  Treptow  a.  T.

„Geschichten  von  der  Scholle“.

Das  erste  Buch  des  Mannes,  dessen  letztes  „Die
Geschichte  vom  lütten  Snieder“  hunderttausenden
von  Lesern  durch  die  „Gartenlaube“  bekannt  geworden
  ist.

Es  sind  bodenständige,  schlichte,  lebenswahre  Erzählungen
  aus  unserm  Volksleben,  wie  wir  nur
wenige  besitzen.

In  „Spätfrühling“  wird  uns  von  einer  jungen
Bäuerin  erzählt,  die  sich  mühsam  ihr  bescheidenes
Lebensglück  erringt,  und  Christian  Kunne,  der  alte,
prächtige  „Pastor  von  Wultzow“  ist  ein  Original,
das  man  trotz  seiner  Knorren  und  Ecken  liebgewinmen
  muß.  Von  ergreifender  Tragik  ist  der  „Hilfsbote
  Trumm“",  dem  traurige  Familienverhältnisse
die  Flasche  in  die  Hand  drücken  und  dem  die
Schneedecke  zum  Leichentuch  wird.

Eine  Fahrt,  bei  der  es  Tod  oder  Leben  gilt,
bei  sinkender  Nacht  auf  der  Draisime  in  „Sonnenaufgang"“
  ist  der  Höhepunkt  des  wertvollen  Buches,
in  dem  stimmungsvolle  Naturschilderungen  den  Hintergrund
  abgeben.

Und  wer  den  „lütten  Snieder“  noch  nicht  kennen
  sollte,  mache  ja  seine  Bekanntschaft.  Die  Kunst,
der  Ideenwelt  des  schlichten  Menschen  nachzugehen,
die  der  Verfasser  hier  offenbart,  ist  einfach  groß.
Der  sonnige  Humor,  der  das  Anfangskapitel  durchflutet,
  ist  so  unvergleichlich  schön,  daß  ihm  nicht
viel  an  die  Seite  zu  stellen  ist.

„Herrn  Bredenfelds  Erbe“.

„Ein  Stück  deutschen  Lebens"“  nennt  der  Verfasser
  sein  Werk.  Und  „deutscher  Arbeit“  hätte  er
hinzusetzen  können,  wenn  das  nicht  mit  echt  „deutschem
  Leben“  untrennbar  verbunden  wäre.

Bredenfeld  ist  das  Urbild  eines  deutschen  Landwirts.
  Seine  ganze  Kraft  opfert  er  für  das  Erbe
seiner  Bäter  auf.  Das  Unglück  bricht  über  ihn
herein:  eine  Feuersbrunst  zerstört  alles  und  sein
Untergang  erscheint  unvermeidlich.  Doch  treue  Hilfe
findet  er  —  und  in  hartem  Kampfe  erwirbt  er  das
Ererbte  von  neuem.  Ihm  gleich  geben  auch  die
wunderbar  gezeichneten  Frauen  des  Buches  ihr
Bestes  für  die  Scholle  hin.  Ein  tiefes,  ein  persenliches
  Buchl

(Roman.)

Maß,  Konrad,

geboren  zu  Anklam.

Von  seinen  erzählenden  Werken
gende  genannt:

„Der  Goldschmuck  von  Hiddensee“.

„Haus  Stavenhagen".

„Sylvia"“.

„Der  Mönch  von  Pudagla“.

seien  hier  fol-