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Manz  (Rezitation),  A.  N.  Harzen-Müller  (Gesang),
  Eduard  Behm  (Klavier).  Im  Dezember

veranstaltete  der  Bund  eine  Weihnachtsbescherung
  von  10  Verwundeten.  Der
Januar  1916  brachte  einen  Hans  Hoffmann-Abend,
  den  mehrere  Mitglieder  der  Familie  des
Dichters  beiwohnten.  Den  Vortrag  über  Letzteren
hatte  der  belkannte  Literarhistoriker  Prof.  Dr.
Eduard  Engel  übernommen;  den  gesanglichen  Teil
des  Abends  bestritten  Hofopernsängerin  Else  Wichgraf
  und  Konzertsängerin  Valerie  Zitelmamm,  den
rezitatorischen  Katharina  Zitelmann  und  Helene
Ziegel.  Im  Februar  folgte  ein  Ernst  Eduard
Taubert=  und  Eduard  Behm-Abend
und  zwar  zum  Besten  des  am  25.  Januar  abgebrannten
  Kinderheims  Poblotz  i.  Pom.),  dessen
Ehren-Vorsitzende  Exc.  Gräfin  von  Schwerin-Löwitz
  mit  anderen  Mitgliedern  der  Hofgesellschaft  dem
Abend  beiwohnte.  Durch  die  Mitwirkung  der  Damen
  Elisabeth  Ohlhoff  und  Ella  Schmücker,  des
Steiner-Bothstein-Quartetts  und  die  von  den  beiden
  Komponisten  übernommene  persönliche  Begleitumg
  am  Flügel  erhielt  die  Veranstaltung  ein  musikalisch-vornehmes
  Gepräge.  Am  4.  März  gab  es
zum  Besten  der  Eisernen  Tür  im  Steglitzer  Rathause
  einen  Henning  v.  Koß-Abend,  am
11.  April  einen  Zitelmann-Abend,  am
27.  Mai  einen  Robert  Prutz-Abend,  zum
100.  Geburtstage  des  Dichters  und  endlich  am
24.  Juni  einen  Kriegslieder-Abend  zum
Besten  von  Hinterbliebenen  der  Besatzung  des  am
31.  Mat  verloren  gegangenen  Linienschiffes  „Pommern“.
  Durch  diese  Abende  war  es  dem  „Pommern--Bund“,
  Berlin-Steglitz,  vergönnt,  mehrere
hundert  Mark  für  Wohltätigkeitszwecke  aufwenden
zu  kömen.  Seine  Leitung,  die  auch  heute  noch  —
wie  am  Tage  der  Bundesgründung  —  in  den  bewährten
  Händen  des  Herrn  Musikschriftstellers  Erich
Müller-Steglitz  liegt,  kann  stolz  sein  auf  solche  schénen
  Erfolge,  wie  sie  ein  landsmannschaftlicher  Verein
  wohl  selten  aufzuweisen  vermag.  —  Das  Bundeslokal
  ist  die  Loge  Steglitz,  Albrechtstr.  112  a
Der  Mindest-Jahresbeitrag  ist  auf  nur  M.  3.—  bemessen.

P  "

Aus  der  zeit.
Roberf  Druß  1810—191601

Die  Unterzeichneten  erlassen  folgenden  Aufruf,  dem

wir  hier  gern  Raum  geben.
Stettin,  im  Juni  1916.

An  unsere  pommerschen  Landsleutel!

Am  30.  Mai  d.  Is.  wurde  der  100.  Geburtstag
des  Dichters  Robert  Prutz  in  Berlin,  Dresden,  Zürich
und  anderen  Orten  festlich  begangen.  Auch  in  seiner
Vaterstadt  Stettin  fand  eine  Gedächtnisfeier  statt.  Alle

größeren  deutschen  Zeitungen  brachten  Würdigungen  des
Dichters.  Daß  gerade  Pommern  allen  Grund  hat,  sich

Unser  Dommerland

seines  Sohnes  zu  erinnern,  bewies  die  erhebende  Stettiner
Feier  auf  das  schlagendste.  Selbst  die  wenigen  vorgetragenen
  Proben  aus  Prutzens  Dichtungen  ließen  erkennen,
  daß  der  Reichtum  seiner  Geisteeschätze  verdient,
der  Vergessenheit  entrissen  zu  werden.  Robert  Prutz
ist  selbst  in  seiner  pommerschen  Heimat  wenig  bekannt.
Das  erklärt  sich  zum  Teil  daraus,  daß  alle  seine  Werke
vergriffen  sind.

Deshalb  haben  sich  die  Veranstalter  des  Nobert-Prutz-Abends
  auf  vielfache  Anregung  entschlossen,  im
Verlag  von  Fischer  und  Schmidt,  Stettin,  ein  Nobert-Prutz-Gedenkbuch
  herausgegeben.  Darin  soll  außer  einer
Lebensbeschreibung  das  Wertvollste  und  bis  heute  stark
Lebendige  seiner  Werke  gebracht  werden.  Man  wird
mit  Genugtuung  feststellen,  ein  wie  kerndeutscher  Mann
der  oft  verkannte  Dichter  war.  Die  Herausgeber  wollen
damit  zugleich  einer  Pflicht  genügen,  welche  die  Heimat
unseres  Landemannes  zu  erfüllen  berufen  ist.

Sie  rechnen  auf  eine  weitgehende  Unterstützung  durch
alle  Gebildeten.

Dr.  Ackerknecht,  Hugo  Kaecker,  Hermann  Ploetz,
Dürer-Gesellschaft.  Bund  Heimatschutz.  Landesverein
Pommern.
Stettiner  Lehrerverein.

Vem  Allgemeinen  Plattdeutschen  Verband  in

Berlim  wird  uns  geschrieben:
Ludwig  Frahm.

Einer  der  bekanntesten  niederdeutschen  Dichter,
Ludwig  Frahm,  der  Verfasser  vieler  plattdeutscher
Spaßbücher  und  heimatkundlicher  sowie  volkskundlicher
  Schriften,  begeht  am  25.  Juli  dieses  Jahres
seinen  60.  Geburtstag.  Er  ist  in  der  Nähe  Hamburgs,
  in  Timmerhorn,  im  Jahre  1856  geboren
und  wurde,  „wil  he“  —  wie  er  selbst  erzählt  —
„man  bannig  lütt  blew“  und  sich  zum  Bauern  nicht
eignete,  zum  Lehrerberuf  bestimmt.  Er  erzählt  im
Juliheft  des  „Eekbom“  selbst,  wie  er  zunächst  als
Unterlehrer  an  verschiedenen  Schulen  wirkte,  und
wie  er  die  Menschen,  groß  und  klein,  in  seiner  Art
beobachten  lernte,  und  wie  er  da  schon  die  Fähigkeit
  hatte,  allen  Menschen,  ob  jung,  ob  alt,  etwas
besonderes  abzulauschen.  Er  wirkt  jetzt  in  Poppenbüttel
  an  der  Alster  und  zählt  dert  den  ganzen
Bauernstand  des  Kreises  Stormarn  zu  seiner  Gemeinde,
  die  aber  von  Jahr  zu  Jahr  sich  aus
Städtern  der  benachbarten  Großstädte,  nicht  zuleßzt
Hamburgs,  vergrößert.  Seine  heimatkundlichen  und
volkskundlichen  Bücher,  darunter  besonders  die  Heimatkunde
  des  Kreises  Stormarn,  sind  hochdeutsch
geschrieben.  Alles  andere,  was  er  sonst  zu  sagen
hat,  schreibt  er  plattdeutsch.  Von  seinen  plattdütschen
  Spaßbökern  und  Vertelln  erwähnen  wir  besonders
  „Eeken  un  Iloh“,  „As  noch  de  Trankrüsel
brenn“,  das  soeben  reich  illustriert  von  dem  ebenso
launig  zeichnenden  Künstler  Theodor  Herrmann  in
2.  Auflage  herausgekommen  ist,  und  sein  neustes