298

krankung  (Ende  Septbr.  1914)  immer  einer  der
Vordersten  in  den  Kämpfen  des  Regiments  gewesen
sein  soll.

Die  Personenverwechslung  ist  erklärlich,  da  der
berichtende  Augenzeuge  weder  den  Prinzen  Eitel
Friedrich  noch  den  Prinzen  Oskar  pets'nlich  gekannt,
  vielmehr  erst  in  Metz  den  Namen  des  Retters
  der  Batterie  erfahren  hat,  von  wem,  sagt  er
nicht.  Dieser  sein  Gewährsmann  hat  aber  geirrt.
Das  Liegnitzer  Tageblatt  hat  s.  Z.  diesen  Irrtum
berichtigt.  Um  eine  Legendenbildung  über  den
pommerschen  Statthalter  nicht  Wurzel  fassen  zu
lassen,  erlaube  ich  mir,  Ihnen  von  dem  Irrtum
Kenntnis  zu  geben,  und  würde  mich  um  der  Sache
willen  freuen,  wenn  Sie  diese  Mitteilung  verwerten
  wollten.

Mit  dem  Ausdruck  vorzüglicher  Hochachtung
und  dem  herzlichen  Wunsche,  daß  „Unser  Pommerland“
  in  dieser  schweren  Zeit  durchhalten  möge,  bin
ich  Ihr  sehr  ergebener

Dr.  Batlow.

*  *  *

Zeitschriftenschau.

Dorddeutsche  onatfshefte.
Drei-Türme-Verlag,  Hamburg.  Jährl.  5.—.
Vom  3.  Jahrgange  liegen  die  ersten  sechs  Hefte
vor.  Aus  dem  reichen  Inhalt  der  überraschend  billigen
  und  recht  empfehlenswerten  Zeitschrift  soll  an
dieser  Stelle  vor  allem  die  Artikelreihe  von  Hans
Much:  Nordische  Backsteingotik  hervorgehoben  werden.
  Das  erste  Heft  bringt  den  Abschnitt:  Rathausgiebel,
  das  nächste:  Stadttore,  das  dritte  Kirchengiebel.
  Im  vierten  finden  wir  eine  Abhandlung
  über  Ordensburgen,  im  fünften  über  Lüneburg.
  Sämtliche  Artikel  sind  reich  und  vorzüglich
illustriert.

Aus  der  Werkstatft

des  Pommernverlages.

Profelsfor  Droß  K.

Durch  den  Tod  des  Herrn  Professor  Troß-Stargard

ist  unserm  Pommernverlage  ein  schwerer  Verlust  zugefügt
  worden,  dessen  poetischer  Feder  wir  manch  wertvollen
  Beitrag  zu  verdanken  hatten.  Seine  Epik  wurzelte
in  glühender  Vaterlandsliebe  und  Liebe  zum  angestammten
  Herrscherhause.  Seinen  „Hohenzollernoden“,
darunter  sich  meisterliche  Gesänge  befinden,  sind  deß
Zeugnis.  Droß  besaß  ein  überaus  feines  Stilgefühl,
und  sein  Roman  „Unser  Klaus“  hat  vor  manchem
anderen  schon  den  Vorzug  schöner  Sprache.  Der  Verewigte
  besaß  ohne  Frage  Phantasie  und  poetische  Dar-—

  Unser  Dommerland

stellungsgabe  in  hohem  Maße,  und  an  seinem  Lebensabende
  hätte  sein  gereifter  Blick  und  die  Fülle  seiner
Erfahrungen  uns  vielleicht  noch  manches  schöne  Werk
beschieden.  Nun  hat  ihm  viel  zu  früh  der  Tod  die
Feder  aus  der  Hand  genommen.  Seine  letzte  größere
Erzählung  war  die  im  „Pommerland“  veröffentlichte
Geschichte  aus  alten  Pommerschen  Tagen  „Die  Liebelose“.
#

Deue  Bücher  des  Dommernverlages.

Mit  großer  Freude  kann  unser  Verlag  ankündigen,
  daß  er  ein  Büchlein  des  Herrn  Gymnastal-Direktors
  Dr.  Gustav  Eskuche-Stettin  herausbringen
  konnte,  das  gerade  zu  rechter  Zeit  erscheint:
„Deine  Heimat  in  und  nach  dem  Weltkriege“.

Was  auch  das  Buch  alles  bringt,  so  verschiedenartig
  es  ist,  eins  ist  sämtlichen  Gedanken,  die
es  enthält,  gemeinsam:  eine  tiefe,  warme  Liebe
für  Heimatland  und  Heimatvoll  und  ein  inniges
Verständnis  für  das,  was  uns  not  tut,  wenn  wir
des  Segens,  das  in  dem  Worte  Heimat  liegt,  in
vollen  Maße  teilhaftig  werden  wollen.

Von  der  Reichhaltigkeit  des  Gebotenen  kann
man  sich  am  besten  einen  Begriff  machen,  wenn
man  das  Inhaltsverzeichnis  aufmerksam  durchliest.
Wir  finden  da:  Drei  Heimatlieder:  —  Daheim.  —
Rund  um  die  Stadt  herum.  —  Die  Straßennamen.
—  Zeichnen  und  Photographieren.  —  Die  Kirchenglocken
  einer  Landschaft.  —  Der  Bach  oder  Flu=Deines
  Heimatortes.  —  Das  Meer.  —  Die  Heimat
  im  Spiegel  der  Ort=  und  Landesgeschichte.  —
Hetmatliche  Literaturgeschichte.  Heimatlied,
Heimwehlied.  —  Die  Heimat  in  Gemälden  und
Bildwerken  von  Meistern.  —  Heimatdichtung.  —  Die
Tiere  der  Heimat.  —  Blumen  und  Bäume  der
Heimat.  —  Heimatlicher  Gesang.  —  Wandern.  —
Der  Heimatpflege  höchstes  Ziel.  —  Vorwort  zur
Heimatbücherei.  —  Die  Ehrenförderer  der  Heimatbücherei.
  —  Verzeichnis  der  Heimatbücherei.  —
Bilder.

Das  Buch  ist  durch  eine  große  Reihe  prächtiger
Bilder  geschmückt.  Seine  Herausgabe  ist  kein  geschsftliches
  Unternehmen,  denn  laut  Bestimmung
des  Verfassers  wird  der  Reingewinn  der  „Unterstützungskasse
  für  die  Hinterbliebenen  der  gefallenen
Unteroffiziere  und  Mannschaften  des  Grenadier-Regiments
  No.  2“  überwiesen.

1

„Das  ist  das  schöne  Stargardl"“

Dichtungen  von  Ludwig  Hamann  —  mit  Federzeichnungen
  von  Hanni  Meinhold.  Der  Verfasser
des  häbsch  ausgestatteten  Werkchens  steht  unserem
Blatte  zu  nahe,  als  daß  wir,  ohne  in  den  Verdacht
  des  Eigenlobes  zu  kommen,  darüber  urteilen
dürften,  doch  ist  das  schmucke  Büchlein,  dessen  Ertrag
  zum  Teil  dem  Roten  Kreuz  zugeführt  wird,
recht  zu  empfehlen.  (Pommernverlag  Preis  1  Mk.)

Verantwortlich  für  die  Redaktion:  Ludwig  Hamann.  Verlag:  PVommernverlag  Max  Mallin.
Druck:  F.  Hendeß,  G.  m.  b.  H.,  sämtlich  in  Stargard  i.  Pomm.