240  Kaseornen,  Arreste,  Lagerung  eto,

subringen.  —  Hierzu  sind  gewöhnliche,  recht  feste,  gut  ausgepichte,  hölzerne  Eimer
von  höchstens  15  Quart  Inhalt  am  sweckmiässigsten..  Um  die  utzung  der  Fumböden
  möglichst  zu  verhüten,  erhalten  die  Eimer  hölzerne,  in  den  Fugen  gedichtate
und  verpichte  Untersätze  mit  überstehendem  Rande,  welche  mit  den  Eimern  an  jedem
Morgen  weggenommen  und  abgewaschen  werden.  Die  Grösse  dieser  Untersätze  Ist  su
2,  bis  3  im  Gevierte  anzunehmen.  Für  jede  Kompagnie  etc.  sind  6  solcher
Eimer  erforderlich,  die  im  Revier  vertheilt  werden.

$.  44.  Bei  Anlage  neuer  Kasernen  ist  auch  auf  eine  Bade-Anstalt  Bedacht  su
nehmen.  Dieselbe  soll  aus  einer  heizbaren  Stube  nach  der  Grösse  der  Kaserne  be
steben,  und  ihre  Lage  neben  dem  Waschhause  oder  neben  der  Wasch-  oder  Speiseküche
  erhalten,  damit  das  nöthige  warme  Wasser  gelegentlich,  ohne  besonderen  Kostenaufwand,
  zu  gewinnen  ist.  Für  die  Ableitung  des  Badewassers  muss  gehörig  gesorgt
werden.  Auf  die  Benutzung  dieser  Anstalten  sind  alle  Mannschaften,  vorzugsweise  aber

e  ten  angewiesen.

Zusatz.  (en.  d.  Mil.-Oekon.-Depart.  vom  6.  Februar  1856  u.  12.  December  1887.)
Für  die  kasernirten  Mannschaften  dürfen  auch  successive  Fussbadewannen,  und  zwar
6  Stück  pro  Kompagnie,  von  der  Grösse,  wie  diess  Wannen  in  den  Lazarethen  vorhanden
  sind,  beschafft  werden.  Die  Fussreinigung  geschieht  unter  Aufsicht.

8.  47  (und  Beilage  B.)  Für  Stuben,  worin  Unterofficiere,  Bombardiere,  Hautbolsten;
Trompeter,  Gemeine,  Tamboure,  Hornisten  etc.  untergebracht  sind,  wird  an  Utensilien
gewährt:  für  jeden  Mann  1  eiserne,  früher  mit  schwarzer  Oel-  oder  Lackfarbe  angestrichene,
  jetzt  mit  eichenholzfarbigem  Anstrich  versehene  Bettstelle;  1  Leibmatratze
und  1  Kopfpölster  (für  Unteroffciere  mit  Rosshaar-,  für  die  übrigen  Chargen  mit  Heufällung
  oder  Strohsäcke;  zu  einer  solchen  Matratze  werden  verwendet  0';,  Ellen  %,
breiter  grauer  starker  Leinwand;  die  Kopfpolsterhülse  besteht  aus  2  Ellen  °/,  breiter
Leinwand);  2  Kopfpolster-Ueberzige,  jeder  aus  2  Ellen  °/,  breiter,  blau  und  weiss  gewürfelter,
  Hcht  gefärbter  Leinwand  in  einem  Ende;  2  Bettlaken,  jedes  aus  7  Ellen
%/4  breiter  weisser  Leinwand  bestehend;  2  wollene  Decken,  jede  3%/.  Ellen  lang,  2  Ellen
breit,  ohne  Naht  und  in  ganz  trockenem  Zustande  wenigstens  4  Pfd.  6  Loth  (neues
Gewicht)  schwer;  2  Decken-Ueberztgc,  deren  jeder  aus  10'/,  Ellen  °/,  breiter,  blau
und  weiss  gewürfelter  Leinwand  besteht;  1  verschliessbarer  Schrank,  1  Schemel  ohne
Lehne  von  kichnenem  Holz,  Füsse  und  Einschiebeleisten  von  Birkenholz,  nicht  an;
strichen;  2  Handtücher,  jedes  aus  ?  Ellen  ';,  Elle  breitem  weissem  Handtücherzeug

fertigt;  —  ausserdem  für  jede  Stube,  je  nach  der  Belegung,  1  bis  2  Waschtische,
This  2  Stubentische,  1  bis  2  Brennmaterialienkasten,  1  bis  2  Wasserkrüge  (irdene),
1  bis  2  Waschnäpfe  oder  Waschtubben,  1  bis  2  Eimer  zu  unreinem  Wasser,  1  bis  2
Spuckkasten  von  kichnenem  Holz,  1  bis  3  Lampen,  I  eiserne  Feuerschippe,  1  Inventerientafel.


Utensilien  für  eine  Hauptmannswohnung:  2  wollene  Decken;  1  Leibmatratze  und
1  Kopfpolster  mit  Rosshaarfüllung;;  1  Strohsack,  2  Decken-,  ?  Kopfpolsterbezüge,  2  Bettlaken,
  3  Handtücher  von  weisser  Leinwand,  Fenster-Ronleaux,  zu  jedem  Wohn-  und
Schlafstubenfenster  eins,  von  grün  gefürbtem  Zwillich,  dazu  auch  die  nöthigen  Stangen,
eisernen  Haken  und  Schnüre;  1  Bchreibsekretär  von  kiehnenem  Blindholz,  mit  Birkenholz
  fournirt,  braun  gebeizt  und  polirt,  mit  einem  Aufsatz  zum  Abnehmen  versehen;
1  eben  solcher  Kleiderschrank;  !  dito  Kommode;  I  birkener,  braun  geheizter  und  polirter
  runder  Säulentisch;  1  kiehnene,  nicht  fournirte  Waschtoilette;  I  Wandapiegel  im
Werthe  von  8  Thir.;  8  Rohrstühle  von  Birkenholz,  braun  gebeizt  und  polirt;  1  Brennmaterialienkasten
  von  kiehnenem  Holze,  braun  gebeizt  und  polirt;  I  Stiefelknecht  von
Büchenholz  mit  Spornschnitt;  2  Schemel  ohne  Lehne;  2  Spuckkasten  von  kiehnenem
Holze,  braun  gebeizt  und  polirt;  1  eiserne  Bettstelle;  2  polirte  eiserne  Lichtscheeren;
1  Feuerschippe;  2  messingene  Leuchter;  1  Waschnapf  und  1  Nachtgeschirr  von  Fayeuce
oder  glasirtem  Töpfergut;  1  Wasserflasche  und  2  Trinkgläser.

tensilien  für  eine  Lieutenants-Wohnung:  (NB.  Wo  der  Unterschied  nicht  besonders
  angegeben  ist,  sind  die  Utensilien  die  gleichen,  wie  für  die  Hauptleute;  selbstverständlich
  haben  kasernirte  Assistenz-Aorzte  Lieutenants-Utensilien  zu  beanspruchen.)
2  wollene  Decken;  1  Leibmatratze;  1  Kopfpolster;  1  Strohsack;  2  Deckenbezüge;
2  Kopf  olnterbezüge  ;  2  Bettlaken;  3  Handtücher;  für  jedes  Fenster  ein  Fenster-Rouleau;
  1  Kleiderschrank  von  kiehnenem  Holze,  braun  gebeizt  und  polirt;  1  dito  Kommode;
  1  dito  viereckiger  Tisch  mit  verschliessbarem  Schubkasten;  1  Waschtoilette;
1  Spiegel  im  Werthe  von  etwa  3  Thir.;  2  Rohrstühle,  2  Schemel  ohne  Lehnen;
1  Breunmaterialienkasten;  1  Stiefelknecht;  1  Spuckkasten;  1  eiserne  Bettstelle;  1  polirte
  eiserne  Lichtscheere;  1  Feuerschippe;  |  messingener  Louchter;  1  Waschnapf,
1  Nachtgeschirr,  1  Wasserflasche,  2  Trinkgläser.

Utensilien  für  die  Wohnungen  der  Öberfeuerwerker,  Feldwebel,  Wachtmeister,
Portepeefähnriche,  Feuerwerkor  (Allerh.  K.-O.  v.  23.  Juli  1801,  der  zufolge  den  Feuer-