Uniform.  263

dem  Wegfall  der  ponceaurothen  Streifen  für  die  nichtregimentirten  Aerzte)
mit  einfachem  rothen  Vorstoss;  der  Degen  ist  allgemein  der  der  Iufanterie-Officiere
  (Grenadiere),  nur  ist  es  den  Aerzten  der  Kavallerie  von  ihren
Truppentheilen  vielfach  nachgegeben,  den  Säbel  zu  tragen.  Alle,  im
Officierrange  stehenden  Aerzte,  also  die  General-Stabs-,  General-,  Ober--,

  Regiments-,  Bataillons-,  Garnison-,  Stabs-,  Ober-  und  Assistenzärzte
  tragen  das  Portepee  von  Silber  mit  Schwarz;  die  übrigen  ärztlichen

en  das  Portepee  von  Gold  mit  dunkelblauer  Seide.  Der  Paletot
ist  der  der  Artillerie-Officiere,  nur  dass  der  untere  Theil  des  Kragens
nicht  aus  schwarzem  Sammet,  sondern  aus  dem  Tuche  des  Oberkragens
besteht;  die  Knöpfe  desselben  sind  gelb,  der  Kragen  roth  paspoilirt.  Alle
Militärärzte  tragen  den  Öfficier-Helm  der  jüngeren  Linien-  Infanterie-Regimenter
  mit  dem  heraldischen  Adler,  an  welchem  (laut  Allerhöchster
Kabinets-Ordre  vom  31.  Juli  1860  und  Eriasses  des  Chefs  des  Militär-Medicinal-Wesens
  vom  25.  August  1860)  alle  im  Truppenverbande  stehenden
Aerzte  die  Inschrift:  „Mit  Gott  für  König  und  Vaterland“  anbringen  zu
lassen  haben.  Ursprünglich  war  das  Tragen  des  Helms  nur  beim  Paradeanzuge
  vorgeschrieben,  während  im  ULebrigen  der  Dienst  in  der  Dienstmütze,
{welche  von  blauem  Tuche  und  roth  paspoilirt  ist,  auch  kein  Unterscheidımgszeichen
  über  der  Kokarde  hat,  wie  solches  laut  Allerh.  Kabinetsvom

  30.  November  1853  und  dem  Erlasse  des  Militär-Oekonomie-Departements
  vom  12.  December  1853,  alle  Beamte  der  Militär-Verwaltung,
ausser  den  Auditeuren,  zu  tragen  haben  und  welches  in  einem  kleinen
heraldischen  Adler  in  der  Form  besteht,  wie  ihn  die  Truppen  auf  den
Helmen  tragen)  verrichtet  werden  durfte.  Jetzt  wird,  seit  dem  kriegsministeriellen
  Erlasse  vom  14.  November  1856,  von  den  Militärärzten
der  Helm  überall  da  angelegt,  wo  ihn  die  Officiere  tragen.  —  In  Betreff
der  Uniform,  welche  während  der  Wahrnehmung  einer  höheren  Stelle
getragen  wird,  ist  zu  bemerken,  dass  aktive  und  landwehrpflichtige  Assistenzärzte,
  welche  bei  einer  Mobilmachung  zu  stellvertretenden  Bataillonsresp.
  Stabsärzten  der  Linientruppen  berufen  werden,  ihre  Assistenzarzt-Uniform
  beibehalten;  Oberärzte  bei  den  Feldlazarethen  tragen  in  ihrer
haft  als  ordinirende  Aerzte  sämmtlich  die  goldene  Litze  am  Kragen
als  äusseres  Abzeichen,  welches  auch  denjenigen  Assistenzärzten  bewilligt
ist,  die  im  Falle  einer  Mobilmachung  zur  Wahrnehmung  von  Stabsarzt-Stellen
  bei  den  Feldlazarethen  berufen  werden.  —  Freiwillig  eingetretene,
nicht  dienstpflichtige  Civilärzte  tragen  die  Uniform  der  von  ihnen  während
des  mobilen  Zustandes  der  Armee  bekleideten  Charge;  die  landwehrichtigen
  Assistenzärzte  als  Stabsärzte  bei  den  mobilen  Linientruppen
dürfen  die  Stabsarzt-Uniform  erst  anlegen,  wenn  sie  Allerhöchst.  Orts  zu
Stabsärzten  in  Vorschlag  gebracht  und  dazu  ernannt  sind.  Alle  zu  Feldstellen
  von  Assistenzärzten  einberufenen  nicht  approbirten  Aerzte,  mögen
sie  noch  in  den  Studien  begriffen  gewesen  sein  oder  bereits  die  Doktorwürde
  erlangt  haben,  dürfen,  gleich  den  einjährigen  freiwilligen  Aerzten,
denen  jedoch  das  entsprechende  Abzeichen  bis  zur  Beendigung  ihres
Dienstjahres  verbleibt,  und  den  im  stehenden  Heere  noch  vorhandenen
Unterärzten,  nur  die  Uniform  der  Unterärzte  anlegen.

Ueber  die  Uniform  der  Marineärzte  sind  mir  die  näheren  Specialien
nicht  bekannt,  und  da  ich  die  Dienst-  etc.  Verhältnisse  dieser  Aerzte
überhaupt  nicht  näher  bespreche,  so  sei  nur  erwähnt,  dass  die  einjährigen
freiwilligen  Aerzte  der  Marine  den  Frack  und  alle  anderen  Bekleidungen
der  Marine-Assistenzärzte,  jedoch  ohne  Epaulettes  resp.  Schulterstücke,