Zahl  der  Hälfsärzte.  583

t.  Bei  81  Infanterie-Regimentern  &amp;  3  Bataillonen.  243  Hülfsärzte
2.  Bei  10  Jäger-  und  Schützen-Bataillonen  .  .  .  10  -
3.  Bei  2  Unterofficier-Schulen  .  .  .  2  -
4,  Bei  48  Kavallerie-Regimentern  in  407  Garni

sonen  —  mit  1,  2,  3  oder  4  Hülfsärzten  .  .  107  -
5.  Bei  der  Militär-Reitschule  in  Schwedt  1  -
6.  Bei  9  Artillerie-Brigaden  (&amp;  8  Aerzten)  und  der

Feuerwerks-Abtheilungg  .  73
7.  Bei  9  Pionier-Bataillonen  und  Festungs-Reserve-Pionier-Kompagnie

  .  .  .  10  -
8.  Bei  9  Train-Bataillnen  .  .  .  ».  22...  9  -
9.  Bei  5  Kadetten-Häusen  .  .  .  5  -
10.  Bei  8  Invaliden-Häusern  und  -Kompagnien  oo.  8  -
11.  Für  die  9  Bureaux  der  Korps-Generalärzte..  .  I  -

Summa  477  Hülfsärzte.

Eine  Zahl  von  475  Aerzten  giebt  Richter  l.  c.  an,  der  Kommissar
des  Kriegs-Ministeriums  hat  in  der  Kommission  zur  Berathung  einer,  die
Stellung  der  Militärärzte  betreffenden  Petition  186i  die  Zahl  derselben
auf  472  angegeben,  wobei  aber  die  5  Aerzte  der  Kadettenhäuser  wohl
nicht  mitgezählt  sind.

Auf  diese  Zahl  von  Aerzten  sind  am  1.  Oktober  1862  nur  311  Assistenzärzte
  vorhanden  gewesen,  von  denen  wiederum  nur  204  promovirt
und  approbirt,  die  übrigen  107  Wundärzte  1.  Klasse  sind.  Der  Rest  der
Stellen  ist  durch  Unterärzte  und  durch  einjährige  freiwillige  Aerzte  besetzt.
—  Im  1.  Armeekorps  waren  die  Verhältnisse  am  1.  Juli  1863  folgende:

An  etatsmässigen  hülfsärztlichen  Stellen  soll  dasselbe  48  haben  (24
für  die  Infanterie,  1  für  die  Jäger,  10  für  die  Kavallerie,  10  für  Artillerie,
Pioniere  und  Train,  3  für  die  Invaliden-Kompagnie,  das  Kadettenhaus  zu
Culm  und  das  generalärztliche  Bureau);  von  diesen  Stellen  waren  39  etatsmässig
  besetzt  (durch  18  promovirte  und  approbirte  Assistenzärzte,  durch
7  nicht  promovirte  Assistenzärzte,  durch  11  Unterärzte,  von  denen  4  die
Doctorwürde  haben,  und  durch  3  einjährige  freiwillige  Aerzte  mit  Gehalt);
9  Stellen  waren  vacant  und  ausserdem  befanden  sich  im  Armeekorps
5  einjährige  freiwillige  Aerzte  und  1  einjähriger  freiwilliger  Unterarzt
ohne  Gehalt  und  über  den  Etat.

Zusatz.  Die  Zahl  der  Assistenzärzte  bei  der  Marine  betrug  11
am  1.  Oktober  1862

b)  Im  Kriege.

Der  frühere  enorme  Bedarf  an  Chirurgen  für  den  Fall  einer  Mobilmachung
  ist  wohl  eigentlich  nie  gedeckt  gewesen,  und  man  hat  auch  für
den  Fall  eines  Krieges  nach  und  nach  die  Etatszahl  an  Hülfsärzten  sehr
bedeutend  herabgesetzt.  Bei  der  Mobilmachung  im  Jahre  1850  wurden
noch  für  jedes  Infanterie-Regiment  6  resp.  7,  und  für  jedes  Kavallerie-Regiment
  noch  zwei  derselben  gefordert’).  Als  aber  der  Chef  des  Militär-Medicinal-Wesens
  dem  Kriegsministerium  im  Jahre  1854  angezeigt  hatte,
dass,  nach  den  ihm  zugegangenen  Uebersichten,  der  in  den  resp.  Korpsbezirken
  vorhandenen  Aerzte,  das  bei  den  Truppen  und  im  Reserve-  und
Landwehr-Verhültnisse  befindliche  ärztliche  Personal  in  keinem  Armeekorps
für  den  Bedarf  desselben  bei  eintretender  Mobilmachung  ausreiche,  dass
die  erwähnten  Uebersichten  vielmehr  ein  Deficit  von  852  Aerzten  ergeben,

')  Cirkular  an  die  Generalärzte  v.  8  November  1880;  Kriegsmin.  Erl.  v.  14.  November  1850.