776  B.  Dispensir-Anstalten.

Arsneischrünke  mit  Tisch  und  Schublade,  I}  für  kleinere  Lasarethe.  Der
innere  Raum  des  hölsernen  verschlisssbaren  Schrankes  FR  der  Breite  nach  in  3  Fächer
Ernien  anf  in  melchen  der  Hüälfssrzt  seine  Arzneien  und  Bandagen,  sole  die  wenigen

Im  Tischkasten  finden  das  Ordinstionsbuch  und  die  sonstigen
mngrapln,  e  sowie  dib  Schreibmaterialion  Platz.  —  (In  der  Instruktion  findet  sich
Blersa  eine  Zeichn

Zusätse.  1.  “En.  d.  Mil.-Oek.-Depart.  v.  6.  Septbr.  1860.  Auszug.)  Was  die
allgemeine  Einführung  verbesserter  Arsneischränke  für  die  kleineren  Lazaretho  anbetrifft,
  so  will  das  Departement  zn  dem  von  Ew.  Hochwohlgeboren  gemachten  Vorschlage,
zunächst  einen  solchen  Arsmeischrank  als  Modell  anfertigen  zu  lassen,  zwar  seine  Zustimmung
  ertheilen,  dasselbe  muss  sich  indess  die  Entscheidung  darüber,  welche  Ausdebnungder
  Einführung  neuer  Arsneischränke  nach  Massgabe  der  ieafäligen  Kosten
und  der  rorbandenen  Mittel  wird  gegeben  werden  können,  noch  vorbehalten,  Ew.  etc.
wird  hiernach  das  Weitere  mit  dem  Ersuchen  ergebenst  arbehmenstallt  gleichzeitig
mit  der  Kostenberechnung  des  qu.  Modellschrankes  eine  Zeichnung  und  Beschreibung
desselben  hierher  gelangen  zu  lassen.

(Erl.  d.  Chefs  d.  Milit.-Med.-Wes.  “  29  Septbr.  1860.  Aussug.)  Ueber  die
Arsne  ischränke  werde  ich  nicht  ermangeln,  Ew.  etc.  des  Weiteren  Mittbeilung  zu  machen,

sobald  das  Kgl.  Depart.  nach  Herstellung  den  Modelle  sich  hierüber  definitiv  entschieden
  haben  wird,  und  ist  bis  dahin  mit  der  Aufertigung  von  neuen  Arsneischränken
nicht  vorzugehen.

3.  (Erl.  d.  Chefs  d.  Mil.-Med.-W'es.  v.  8.  März  1801.  Auszug.)  Ueber  die  Einführung

  besser  konstruirter  Arsneischränke  ist  noch  nicht  deßnitiv  entschieden,  und
behalte  ich  mir  die  weiteren  Mittheilungen  hierüber  vor.

4.  (Erl.  d.  Chefs,  d.  Mil.-Med.-Wesens  v.  Il.  Mai  1862.)  Br.  m.  an  den  General-Arzt
  des  5.  Armee-Korps  mit  der  Erwiderung  zurlick,  dass  der  in  meinem  Erlasse  an
die  Herren  Korps-Generalärzte  vom  20.  Sept.  1860  in  Aussicht  gestellte  Arzneischrank
neuer  Konstruktion  für  kleinere  Lasarethe  zwar  hergerichtet,  auch  in  seiner  gansen
Einriebtung  und  Ausstattung  zweckmässig  befunden  worden  ist,  und  bereits  2  Lasa-6

  auf  die  Gewährung  einer  kleinen  Dispensir-  Anstalt  Anspruch  hatten,  da-.
mit  verseben  sind,  weil  es  zur  Aufstellung  einer  Dispensir-  Anstalt  an  dem  nöthigen
Raume  fehlte,  dass  jedoch  das  Königl.  Militär-O  in  einem  spätern
Bescheide  vom  31.  Mai  1801  sich  dahin  ausgesprochen  hat,  dass  die  allgemeine  Beschaffung
  solcher  besseren  Arsneischränke  in  Stelle  der  alten,  bei  der  Beschränktheit
der  verfügbaren  Geldmittel,  nicht  thunlich  sei,  und  man  sich  in  den  alten  Garnisonen
für  1  bis  2  Eskadrons  bis  auf  Weiteres  mit  den  vorhandenen  Arzneischränken  werde
zu  behelfen  baben,  dass  dagegen  in  solchen  kleinen  Lazerethen  neuer  Garnisonen  zuvörderst
  noch  weitere  Erfahrungen  darüber  abzuwarten  sein  werden,  ob,  insbesondere
nach  Emanirnng  der  auf  die  neues  Landes-Pharmacopoe  sich  gründenden  neuen  Arzneitaze,
  nach  welcher,  wie  verlautet,  die  Gewährung  eines  Rabatts  ganz  aufhören  soll,  die
aus  der  Entnahme  von  fertig  dispensirt  aus  der  Stadtapotheke  verschriebenen  Arzneien
gegen  das  Selbatdispensiren  sich  ergebenden  Mehrkosten  von  wesentlichem  Belang  sein
werden.  Euer  etc.  werden  aus  dieser  Bescheidung  gefälligst  eutnebmen,  dass  bei  den
neu  etablirten  kleinen  Lazarethen  von  1  bis  2  Eskadrons,  insofern  sie  "weder  Arzneischränke
  noch  Arsneikästen  haben,  die  benöthigten  Arsneien  bis  auf  Weiteres  dispensirt
  aus  der  Stadtapotheke  verschrieben  werden  können.

Bindfadenbü  von  Hols,  für  grössere  und  mittlere  Lazarethe  je  1.

Blechschilder,  lackirte  und  beschriebene  zu  den  Repositorien-Kasten,  je  39  für

grössere  und  mittlere  Lararethe.  —  Die  uach  der  Reorganisation  der  Armee  neu  einrichteten
  Dispensir-Anstsiten  (Erl.  d.  Mil.-Oek.-Depart.  v.  25.  Juli  1860)  haben  zu
den  Kasten  Porcellanschilder  erhalten.  (Erl.  d.  Chefs  d.  Mil.-Med.-Wes.  v.  20.  Sept.
1860,  8.  Mirz  1861.)

Borstwische.  Je  1  für  grössere  und  mitt  Lazarothe.

Cataplasmen-Erwärmer  nach  Kleist,  Te  (Erl.  d.  Chefs  d.  Mil.-Med.-Wesens
v.  10,  April  1853.)  Bei  der  Einführung  von  Dampf-Apparaten  zur  Bereitung  von  Dekokten
  und  Infusionen  etc.  hat  es  in  der  Absicht  gelegen,  dieselben  so  zu  konstruiren,
dass  auch  die  Erwärmung  der  Kataplasmen  damit  verbunden  werden  kann.  Diesem
Vorbaben  tritt  indess  entgegen,  dass  der  Dampfapparat  dann  zu  jeder  Tageszeit  zugüngig
  sein  müsste,  was  nach  den  bestehenden  Bestimmungen  aber  wegen  Verschluss
der  Dispensir-Anstalt  und  auch  wegen  möglicher  Entwendung  von  solchen  zum  Apparat
gehörigen  Utensilienstücken  nicht  durchzuführen  sein  möchte,  abgesehen  hiervon  aber
such  in  den  grösseren  Lasarethen  nur  die  in  der  Nühe  der  Dispensir-Anstalt  belegenen
  Stationen  zu  diesem  Behufe  von  dem  Apparat  würden  Gebrauch  machen  können,
weil  die  erwärmten  Kataplasmen,  besonders  sur  Winterzeit,  und  für  die  entfernter  und
im  3.  Stockwerk  belegenen  Stationen,  schon  auf  dem  Transport  sum  Theil  wieder  er-