Dispensir-Anstalten  f.  Gernison-Lazar.;  Einrichtung  etc.;  chirurg.  Instrum.  779

dantur  erhält  hierbei  Abschrift  eines  Schreibens  des  General-Stabsarztes  der  Armes
vom  2.  Juni  und  des  darin  angerogenen,  von  dem  Ober-Stabsapotheker  Kleist  abgegebenen
  Gutachtens  über  die  Einrichtung  von  Dampfappersten  zur  Bereitung  von  Dekokten
  und  Infusionen  in  den  grösseren  Militär-Dispensir-Anstalten,  um  von  dem  Inhalt
dieser  Schriftstücke  Kenntniss  zu  nebmen  und  dem  Departement  anzuzeigen,  in  welchen
Lazarethen  Ihres  Geschäftsbereiche  etwa  dergleichen  Apparate  bereits  vorhanden  sind
und  wo  solche  noch  fehlen.  Es  wird  hierbei  bemerkt,  dass  the,  die  suf
weniger  als  auf  die  Normalkrankenzahl  einer  Garnisonstlirke  von  3  Bataıllonen  eingerichtet
  sind,  die  Dampfepparat®  noch  nicht  beschafft  werden  sollen.  Dagegen  wird
hierdurch  vorweg  im  Allgemeinen  die  Genebmi  igung  zur  Beschaffung  von  2  bis  3  dergleichen
  Apparaten  für  die  grösseren  Lazare  eines  Korpeb  ereiche  ertheilt,  soweit
es  nicht  schon  geschehen  ist  und  der  Baudispositionsfonds  solches  m  nlichsten
Jahr  können  die  dann  noch  erforderlichen  Apparate  beschafft  werden.  Die  Königliche
Intendantur  wolle  sich  zu  dem  Ende  an  den  Herrn  General-Stabsarzt  oder  auch  unmittelbar
  an  den  Ober.  „Btabsapotheker  Kleist  wenden,  damit  die  Einrichtung  überall
gleichminsi  und  wer:
(Erlass  d.  Mi.  "Oekon.  -Departem.  vom  16.  Juli  1832.)  Mittelst  Verfügung  vom
16.  Feni  wurde  die  Königl.  Intendantur  veranlasst,  in  den  grösseren  Lasarethen  Ihres
Geschüftsbezirks,  soweit  es  noch  nicht  geschehen  und  der  Baudispositionsfonds  es  zulässt,
  2  bis  3  Apparate  zur  Bereitung  der  Dekokte  und  Infusionen  einrichten  zu  lassen
und  sich  wegen  dieser  Einrichtung  an  den  General-Stabsarzt  der  Armee  oder  auch
unmittelbar  an  den  Ober-Stabsapotheker  Kleist  zu  wenden.  Der  General-Stebsarzt  bält
es  jedoch,  zufolge  einer  anderweiten  gutachtlichen  Aeusserung,  für  rathsam,  vor  Aufstellung
  der  Apparate  in  den  Militär-Lazarethen  der  Provinzen  die  beabsichtigte  Einrichtung
  eines  solchen  Apparats  in  dem  hier  im  Bau  begriffenen,  seiner  Vollendung
nahen  neuen  Lazareth,  sowie  die  daran  zu  machenden  Erfahrungen  abruwarten.  Die
Königl.  Intendantur  wolle  daher  den  Gegenstand  einstweilen  noch  auf  sich  beruhen
lassen  und  unserer  Verfügung  vom  16.  Juni  nur  insoweit  Folge  eben,  als  es  sich
darin  zugleich  um  eine  hierher  zu  machende  Anzeige  handelt,  in  welchen  Lazarethen
Ihres  Geschäftsbereichsa  dergleichen  Apparate  bereits  vorhanden  sind.  Von  einigen
Königl.  Intendanturen  liegen  diese  Anzeigen  bere  or.

4.  (Erlass  d.  Milit,-Oekon.-Departem.  vom  2.  "Aagust  1852.)  Hinsichtlich  der  in
den  Dispensir-Anstalten  der  grösseren  Garnison-Lazarethe  aufzustellenden  Dampfappsrate
  wird  der  Königl.  Intendantar,  unter  Bezugnahme  auf  das  unserer  Verfügung  vom
16.  Juni  abschriftlich  beigefügte  reiben  des  General-Stabsarztes  der  Armee,  hierdurch
  eröffnet,  dass  in  een  der  Zweckmäßssigkeit  des  darin  enthaltenen  Vorschl
  es  die  bei  den  Feldlararethen  für  entbehrlich  erachteten  und  von  dem  Etat

elben  bereits  abgesetzten  zinnernen  Helme  und  Kühleylinder  zu  den  neuen  Dampfaenaraten
  verwendet  und  die  von  den  Destillir-Apparaten  der  Feldlazarethe  dann  noch
übrig  bleibenden  kupfernen  Blasen  entweder  als  solche,  oder  als  altes  Kupfer,  je  nachdem
  sie  sich  besser  verwerthen  lassen,  verkauft  werden  sollen.  Die  Königl.  Intendantur
hat  hiernach  das  Weitere  zu  verfügen.

5.  (Cirkular  an  die  Generalärzte  vom  22.  Oktober  1852.)  Euer  Hochwolhlgeboren
ersuche  ich  ergebenst,  sich  hinsichtlich  der  von  mir  bei  dem  Königl.  Militär-Oekonomie-Departement
  beantragten  Einfübrung  von  zweckmissig  konstruirten  Dampfapparaten
zur  Bereitung  von  Dekokten  und  Infusionen  für  die  Dispensir-Anstalten  der  grösseren
Garnison-Lazaretbe  zur  näheren  Information  gefälligst  znvörderst  davon  Kenntniss  zu
verschaffen,  was  das  Königl.  Departement  in  dieser  Beziehung  unterm  10.  Juni  und
2.  August  1852  an  eämmtliche  Königl.  Intendanturen  erlassen  bat.  Hierbei  bemerke
ich  ergebenst,  wie  es  runlichst  darauf  ankam,  einen  solchen  für  die  Militär-Lazaretho
möglichst  geeigneten  Dampfapparat  ins  Leben  su  rufen,  um  denn,  nach  Erlangung
eines  solchon  Normalapparats,  im  Sinne  des  Königl.  Departements  mit  der  weiteren
Anfertigung  der  in  Rede  stehenden  Apparate  sicher  vorzugehen.  Ein  solcher  Apparat
ist  nun  von  dem  Berliner  Mechanikus  Paalzow  gefertigt,  und  es  liegt  im  Plane,  Euer
etc.  über  das  Ganze  eine  Zeichnung  zugeben  ru  lassen,  sobald  derselbe  eingemanert
und  die  Fenerungsanlage  festgestellt  worden  sein  wird.  Euer  eto.  ersuche  ich  hiernach
  ergebenst,  die  Beschaffung  dieser  Apparate,  welche  ohnehin  von  hier  aus  wird