780  B.  Dispensir-Anstalten.

en  müssen,  gefälligst  so  lange  beanstanden  zu  wollen,  bis  Ihnen  die  Zeichnung
ber  von  hier  (Berlin)  aus  zugegangen  sein  wird.
lass  d.  Milit.-Oekon,  „Departam.  vom  n.  Mürz  1853.)  Nachdem  die  Anfer-Mi

  an  s  Normalappureis  zur  Bereitn  von  Dekokten,  Infusionen  etc.  für  die  DI-En
  Anstalten  stattgefunden  hat,  dem  ferner  in  dem  in  Berlin  neu  erbauten
Garnison-Lazarethe  ein  solcher  Apparat  aufgestellt,  mit  Feuerungs-Anlagen  versehen
und  in  dem  ferti  n  Zustande,  unter  Feststellung  der  näheren  Bedingungen  über  die
Einrichtun  tig  2.  worden  ist,  wird  der  Königl.  Iutendantur,  mit  Bezugnahme
  auf  ieEr  e  vom  16  Juni,  16.  Juli  und  2.  August  1852,  eine  Zeichnung  von  jenem

sumg  Gebrauche  mit  dem  Korps-Generalarzt,zugefertigt.

7.  (Cirkular  an  die  Generallirzte  vom  0.A  April  1833.)  Im  weiteren  Verfolg  meines
Schreibens  vom  22.  Oktober  1852  benachrichtige  ich  Euer  Hochwohlgeboren  ergebenst,
wie  das  Königl.  Militür-O  mittelst  Verfügung  vom  12.  Märs  der
Königl.  Intendsntur  eine  Zeichnung  von  einem  Normalapparat  zur  Bereitung  von  Dekokten,
  Infusionen,  Salben  etc.  sum  gemeinschaftlichen  Gebrauch  mit  Euer  etc.  hat
zugehen  lassen.  Indem  ich  Euer  oto.  in  der  Anlage  2  Anschläge  des  Mechanikus
Paalsow  über  die  Kosten  solcher  Apparate  für  die  Dispensiranstalten  grösserer  und
kleinerer  Militär-Lararstho  ergebenst  übersonde,  woraus  sich  ergiebt,  dass  ger  in  dem
hiesigen  neuen  Lazareth  in  der  Kirschallee  aufgestellte  Apparat  für  gross  o
27  r.  gekostet  hat  und  ein  solcher  für  kleinere  Lazarethe  auf  circa  168  Thir.  zu
stehen  kommen  würde,  ersuche  ich  Sie  ergebenst,  der  Königl.  Intendantur  von  den
beiden  Anlagen  gefälligst  Mittheilung  zu  machen,  und  nachdem  sie  Einsicht  von  der
Zeichnung  des  Apparats  genommen,  nunmehr  mit  der  Königl.  Intendantur  wegen  der
Auschaffung  solcber  Apparate  in  Verbindung  treten,  und  mir  gefälligst  die  Aufträge  zur
weiteren  baulichen  Ausführung  derselben  zugehen  lasseu  zu  wollen.  Zu  Euer  etc.  und
der  Königlich.  Intendantur  Information  ermangle  ich  nicht,  in  dieser  Beziehung  noch
Nachstehendes  ergebenst  anuzuführen.  Die  Anschaffung  von  grossen  Apparaten  würde
nur  auf  die  ganz  grossen  Militär-Lazarethe  (das  Garnison-Lazareth  in  der  Kirschallee
bei  Berlio,  das  vereinigte  Lazareth  des  Füsilier-Bataillons  1.  Garde-Regiments  zu  Fuss
zu  Potsdam,  die  Lasarethe  zu  Königsberg  in  Pr.,  Danzig,  Stettin,  Mugdeburg,  Erfurt,
Posen,  Glogau,  Breslau,  Neisse,  Münster,  Wesel,  Düsseldorf,  Coblenz,  Cöln,  Mainz,
Luxemburg)  zu  beschränken  sein,  während  für  die  übrigen  hierher  gehörigen  Lazarethe
kleinere  Apparate  dieser  Art  ausreichend  erscheinen.  o  die  Räumlichkeit  es  irgend
gestattet,  erscheint  os  sehr  wünschenswerth,  den  Apparat  so  aufstellen  zu  lassen,  dass
er  von  beiden  Seiten  zugängig  ist.  Insoweit  es  zu  erlangen,  wird  empfohlen,  die  inneren
  Wendungen  des  Ofens,  reiche  von  dem  Feuer  direkt  berührt  werden,  mit  Chamottesteinen
  resp.  Chamottepulver  mit  Lehm  vermischt  auszufüllen.  Um  den  Kühleylinder
  zur  Gewinnung  des  destillirten  Wassers  und  den  Pfeifer  etc.  richtig  zu  placiren,
ist  sur  Anfertigung  eines  jeden  Apparats  ein  Grundriss  von  dem  Raume,  in  welchem
derselbe  aufgestellt  werden  soll,  mit  Angabe  der  Schornsteinröhre  erforderlich.  Wo  es
nicht  bereits  geschehen,  würde  die  Königl.  Intendantur  das  Königl.  Traindepot  zu  beauftragen
  haben,  die  vorhandenen  zinnernen  Helme  und  Kühlcylinder,  mit  Angabe  des
Gewichtes  eines  jeden  dieser  einzelnen  Stücke,  an  den  Mechanikus  Paalzow  in  Berlin,
Leipziger  Strasse  Nro.  16,  abgeben,  dem  Medicinalstabe  der  Armee  aber  das  darüber
lautende,  gleichfalls  mit  der  Angsbe  des  Gewichts  der  Stücke  versehene  Einnahme-Attest
  zugehen  zu  lassen,  worauf  dem  Königl.  Traindepot  von  hier  aus  Quittung  darüber
ertheilt  und  das  Einnahmesattest  demnächst  diesseitig  der  Liquidation  des  etc.  Paalzow
beigefügt  werden  wird.

8.  (Erlass  des  Militär-Oel  i  vom  22.  Juli  189%.)  Euer  Hochwohl
  beren  benachrichtigt  das  Denarterlant  mit  Bezug  auf  das  gefällige  Schreiben

m  18,  8.  Juni  ergebenst,  wie  nunmehr  die  betreffenden  Intendanturen  ermächtigt  worden
sind,  für  die  Dispensir-Anstalten  derjenigen  Lazarethe,  welche  auf  die  Normalkrankenzahl
einer  an  epparaie  von  3  Bataillonen  und  darüber  eingerichtet  sind,  die  noch  fohlenden
  Dampfapparate  zur  Bereitung  von  Dekokten  und  Infusionen  beschaffen  zu  lassen.
Dabei  ist  Pen  Intendanturen  in  Betreff  der  Bauart  der  Apparate,  ohwohl  ihnen  die  bezüglichen
  Gutachten  und  Zeichnungen  bereits  zug  gen  sind,  noch  eine  Vereinbarung
mit  Euer  ete.  oder  dem  Ober-Stabsapotheker  empfohlen,  damit  die  Einrichtung  möglichst
leichmässig  ausgeführt  wird  Zu  demselben  Zwecks  eind  in  Folge  Euer  etc.  Empfehl
Ge  Intendanturen  auf  die  Dampfapparate  des  Mechanikus  Paalzow  in  Berlin  anfmerk,
sam  gemacht  worden.  —  Abschrift  unterm  #.  August  1853  an  die  Generalärzte  mit  dem
Ersuchen,  über  diese  Angelegeuheit  nunmehr  mit  der  Intendantur  in  Verbindung  m
treten  und,  nachdem  die  im  Korpsbereiche  zu  beschaffenden  Dampfapparate  festgestellt
worden,  &amp;  gleichmässig  guter  Apparate  ihrerseits  darauf  hinzuwirken,  dass
nur  solche  von  dem  om  Mechanikus  Paalzow  in  Berlin  gefertigte  Apparate  beschafft  und
dem  Modicinalstabe  der  Armee  die  Aufträge  sur  Besorgung  derselben  zugefertigt  worden.