Dispensir-Anstalten  f.  Garnison-Lazar.;  Einrichtang  etc.;  chirurg.  Instrum.  787

eingerichtet,  dass  von  Personen  mittlerer  Grösse  die  Geflisse  aus  der  obersten  Reihe
ohne  Beschwerde  und  ohne  sich  einer  Leiter  oder  eines  Trittes  zu  bedienen,  heruntergenommen
  und  hinaufgesetzt  werden  können“.  —  Neuerdings  sind  in  dieser  Beriehung
Igende  Veränderungen  eingetreten:
1.  (Erlass  des  it£r-Dekonomie-Departemerts  vom  6.  September  1860.  Auszug.)
In  ergebenster  Erwiderung  Euer  Hochwohlgeboren  gefälligen  Schreibens  vom  23.  August
findet  das  Departement  nichts  dagegen  zu  erinnern,  dass  für  die  neu  zu  errichtenden
Dispensir-Anstalten  etc.  die  Repositorien  um  ein  Fach  vergrössert  werden.

9.  (Erlass  des  Chefs  des  Militär-Medicinal-Wesens  vom  20.  September  1860.  Auszug.)
  Damit  nun  aber  auch  mit  der  Anfertigung  der  Repositorien  sofort  yorgegangen
werden  kann,  ist  diesseitig  das  Raumverhältniss  ermittelt  worden,  welches  nöthig  ist,
um  die  zur  Ausstattung  solcher  neuen  Dispensir-Anstalten  erforderlichen  Standgeflsse
Sndnngsnseig  unterzubringen.  Nach  diesen  Ermittelungen  machen  sich  zur  Erreichung
des  Zwecks.  bei  Zugrundelegung  der  zur  Arzneiverpflegungs-  gen  nbkhir  gehörigen
Zelchnung  Tafel  IV.,  folgende  Veränderungen  resp.  Verbesserungen  ndthi

1.  das  Repositorium  ist  um  ein  Fach  zu  vermehren,  so  dass  ea,  anstart  6,  7  solcher
Fächer  erhält,

2.  die  Fächer  zur  Aufoahme  der  Standgefülsse  sind  um  9  Zoll  zu  verliingern,  wonach
  sie,  anstatt  3  Fass  9  Zoll,  eine  Länge  von  4  Fuss  6  Zoll  bekommen,

3.  die  Fücherhöhe  im  Lichten  muss  sein:  1stes,  2tes,  Ites,  Ates  Each  son  unten
7  Zoll,  Stes  und  Ötes  Fach  von  unten  3’,  Zoll,  ?tes  Fach  von  unten  43,  Z

4.  um  die  Breite  des  Untersatzes  mit  dem  Anfzatze  in  Uebereinstimmang  zı  zu  rin  en,
macht  es  sich  ferner  nöthig,  dass  die  Zahl  der  Kasten  um  einen  grossen  Kasten  &amp;  9  Zoll,
zwei  mittlere  ä  5  Zoll,  zwei  kleinere  &amp;  4  Zoll  vermehrt  werde,

%.  dem  grossen  Kasten  der  untersten  Reibe  ist  anstatt  der  Höhe  von  ®  Zoll  eine
Höhe  von  nur  7  Zoll  zu  geben,

6.  der  im  rechtsseitigen  Spinde  für  Narcotica  vorgeschriebene  Kasten  für  Fol.  Digitalis
  fallt  fort,

7.  einer  von  den  grossen  Kasten  im  Receptirtisch,  welcher  zur  Aufnahme  des
Emplastr.  adhaesirum  bestimmt  ist,  muss  mit  Zinkblech  ausgeschlagen  werden,

8.  die  zur  Aufnahme  von  Fol.  Menth.  piperit.,  fol.  Salviae  und  Semen  Sinapis  gr
m.  pulverat.  bestimmten  Kasten  erhalten  jeder  einen  mit  einer  Schieberöffnung
Kapselverachluss  versehenen  Blecheinsatz,  von  denen  der  für  fol.  Menth.  und  fol.  salv.
bestimmte  von  verzinntem  Eisenblech,  der  für  sem.  sinap.  bestimmte  von  Zinkblech
anzufertigen  i  st,

9.  die  Flächenräkume  zu  den  Schiebekasten  sind  unten  und  an  den  beiden  Seiten
mit  ganzer  Füllung  zu  versehen,

10.  wird  empfohlen,  die  Hinterwand  und  die  Seitenwände  des  Fächerraums  mit  einem
Anstrich  von  hellblauer  Oelfarbe  versehen  und

11.  an  einem  Ende  des  Beceptirtisches  einen  hölzernen  Ständer  sur  Aufoahme  des
eisernen  Mörsers  anbringen  zu  lassen

3.  (Erlass  d.  Chefs  des  Militär-Medicinal-  Wesens  vom  1.  Oktober  1860.  Auszug.)
Es  ist  in  Folge  meines  Vortrages  von  Seiten  des  Königl.  Milit.-Oekonom.-Departements
mittelst  Verfügung  vom  27.  April  1859  und  2%.  Beptember  1860  genehmigt  worden,
dass  in  den  Militär-Diepensir-Anstalten  folgende  für  nöthig  erachtete  wesentliche  Verbesserungen
  zur  Ausführung  kommen  sollen:

5.  Die  3  Kasten  in  den  Repositorien  und  zwar  die  zur  Aufnahme  von  Flor.  Arnicae,
folla  Menth.  piperit.,  fol.  salviae,  rad.  Valerian.  mit  mit  Schleberverschluss  versehenen
Blecheinsätzen  resp.  Kasten  von  verzinntem  Eisenblech,  den  Kasten  von  Sem.  sinap.
pulv.  mit  einem  dergleichen  Einsatz  von  Zinkblech  zu  versehen  und  den  Kasten  zu
Emplastr.  adhaesivum,  wo  es  nicht  bereits  geschehen  ist,  mit  Zinkblech  ausschlagen
zu  lassen.

0.  Diejenigen  Repositorien,  wo  die  Kasten  anstatt  auf  vollen  Böden  nur  auf  Rahmen
  ruhen  sollten,  oder  deren  Böden  ausgelaufen  sind,  durch  Einschieben  oder  Aufnageln
  mit  vollen  resp.  neuen  Böden  versehen  zu  lassen

Euer  Hochwohlgeboren  ermangle  ich  nicht,  hiervon  ergebenst  Mittheilung  zu  machen
und  ersuche  Sie  ebenmässig,  a)  eich  wegen  der  weiteren  Ausführung  der  ad  3  und  6

dachten  Verbesserungen  mit  der  Königlichen  Intendantur  in  Verbindung  zu  setzen;
5  den  betreffenden  Larareth-Kommissionen  von  den  desfalls  getroffenen  Anordnungen
Allgemeinen  Kenntniss  zu  geben;  e)  anzuordnen,  dass  die  in  dem  kleinen  Kasten
beändlfchen  fol.  Digitalis  in  eins  von  den  disponibel  gewordenen  Pulvergläsern  &amp;  12  Unzen
aufgenommen  werden;  f)  bei  Ihrer  nächsten  Revision  der  Garnisonlazarethe  sich  davon
Ueberzeugung  zu  verschaffen,  ob  den  desfalls  getroffenen  Anordnungen  überall  Folge
gegeben  Korden  ist  —  Um  den  Verwaltungsbehörden  einen  ungefähren  Anhalt  über
e  fir  Biocheineitee  und  hölzerne  Böden  zu  gewährenden  Preise  Bey)  Hand  zu  geben,