70  B.  Dispensir-Anstalten.

Orte,  wo  eine  starke  Garnison  steht,  zum  Theil  weit  grösseren  Quantitliten  an  Arzneien
sarückerhalten  baben,  als  die  In  denselben  vorhandenen  Btandgefisse  aufsunehmen

vorhandenen  Arzneien  oder  andere  nicht  etatsmässige,  für  welche  ein  Stan  Fl  ni
vorhanden,  In  in  Tealnelo   Besorvegefisse,  mit  deutlichen  Signaturen  v  en,  aufbewahrt
  wer

3.  (Erl.  “&amp;.  Mil.  Oekon  -Departements  vom  6.  September  1960.)  Das  Departement
findet  nichts  d  zu  erinnern,  dass  für  die  nen  zu  errichtenden  Diepensir-  Anstalten

tErl  d.  "Chefs  d.  Mil.-Med.-Wesens  vom  1.  Oktober  1860.  "Aussug.)  fen
sollen  folgende  wesentliche  Verbesserungen  in  den  älteren  Militärstalten
  zur  Ausführong  kommen:  ].  15  Pulvergiäser  für  gewisse  starkriechende  An
ueion  oder  andere  Gegenstände,  welche  bei  dem  jetsigen  losen  Deckelverschluss  darch
den  Zutritt  der  Luft  zu  leiden  haben,  durch  Pulvergläser  mit  finchen  Glasstöpsen  und
eingebrannter  Schrift  zu  ersetzen;  2.  'den  Ersatz  der  abgingig  ı  geworleun  Standgefässe
fortan  durch  Btandgefüsse  mit  eingebrannter  Schrift  un  n  Glasstöpseln  zu  bewirken,
  um  so  successive  zu  aweckentprochenderen  Geflosen  für  die  Dispeneir-Anstalten
  im  Allgemeinen  überzugeben;  3.  die  ad  I  disponibel  gewordenen  Pulvergläser
mit  Holzdeckeln  zur  Aufnahme  solcher  trockenen  Arsneigegenstände  zu  verwenden,  für
welche  es  zeither  an  Btandgefässen  gemangelt  hat;  4.  eine  Dispensir-Anstalt  eines  jeden
ee-Korps  mit  einer  Garnitur  grosser  und  kleiner  Buchstaben-Schablonen  von  Merall
sur  Anfertigung  von  Bignaturen  auf  Papierschildern  für  die  ad  3  im  Korpsbereiche
disponibel  gewordenen  oder  andere  Reservegefüsse  auszustatten.  Euer  Hochwohlgeboren
  ermangele  ich  nicht,  hiervon  mit  dem  Bemerken  ergebenst  Mittheilung  zu
machen,  dass  die  ad  I  gedachten  15  Btandgefässe  den  betreffenden  Dispensir-Anstalten
deg  ...  Armoe-Korps,  sowie  die  ad  4  erwähnten  Buchstaben-Schablonen  der  Dispensir-Anstalt
  des  Garnison-Lazareths  zu  N.  (im  1.  Armee-  Fr  L}  Kunigsberg)  von  hier  au
werden  übersandt  werden  (was  laut  Erlasses  vom  0.  Mai  ı  chehen  ist),  und
ersuche  Sie  ebenmässig:  b)  die  betreffenden  Lerareih-  Komamnesloren  ansuweisen,
erforderlichen  gelben  Papierschilder  nach  Form  und  Grösse  der  vorhandenen  Oelschilder,
die  für  Narcotica  bestimmten  aber  von  orangefarbenem  Papier,  mit  Angabe  der  Bignatur,
  der  Lasareth-Kommission  zu  Königsberg  etc.  Behufs  der  Bezei  ichnung  n  über
senden  und  solche  sodann  mit  Damars-Lack  an  den  Gefässen  su
hierzu  geeigneten  Volontär-Pharmacsuten  anweisen  zu  Inssen,  das  Signiren  der  Papier.
achilder  nach  der  nachstehanden  Anweisung  anssufü

Anwendung  der  Metsll-Schablonen  sur  Anfertigung  von  Bignaturen

auf  Papier.

.  Art  der  Schablone.  Jeder  Buchstabe  ist  in  einer  besondern  Platte  ans
Kupferblech  ausgeschnitten.  An  gewissen  ®tellen  steht  der  Buchstabe  durch  schmale
Metallstreifon  mit  dem  Kupferblech  in  Verbindung,  so  dass  der  Buchstabe  deutlich  bervortreten
  kann,

2.  Pinsel.  Zum  Schreiben  resp.  Schabloniren  werden  Borstenpinsel  angewendet,
weiche  sehr  kurs  im  Haar  zu  halten  sind,  dsmit  die  Borsten  beim  Gebrauch  sich  nicht
zwischen  die  Schablone  drän  und  auf  diese  Weise  den  scharfen  Rand  des  Buchstabens
  verwisc  Man  s  daher,  wenn  es  nöthig,  die  Mussern  Barsten  des
Pinsels  auf  Sandpapier  ab.

Farbe  sur  Fertigung  der  Buohstaben.  Man  bereitet  sich  dieselbe  dadurch,
  dass  man  gewöhnliche  schwarze  Dinte  mit  ibrem  doppelten  (lewicht  Gummi

arabic.  palv.  versetzt  und  das  Gemisch  zur  tract-Consistanz
.  Das  Signiren.  Nachdem  die  Etiquetise,  nach  Grösse  der  Bachstaben,
  aus  unglacirtem  gelben  I  Papier  worden,  versieht  man  dieselbe