Dispensir-Anstalten  f.  Garnison-Lazar.;  Einrichtung  etc.;  chirurg.  Instrum.  701

h  Bleistift  fi  Aant  .  .

her  durec|  ?  von  den  alphabetisch  geordueten  Metallbuchstsben
  den  bestimmten  ,  legt  ihn  so  auf  das  Papier,  dass  sein  oberer  und  nuterer
Rand  mit  den  Bleistifllinien  genau  abschneidet,  erhält  ihn  in  dieser  Lage  durch  Auf:
drücken  des  Zeige-  und  Mittelfingers  der  linken  Hand  und  fährt  mit  dem  Pinsol  so
lange  über  die  Schablone,  bie  der  Buchstabe  kein  weisses  Papier  mehr  sichtbar  werden
lMsst,  Den  Pinsel  versicht  man  vorher  in  der  Weise  mit  Farbe,  dans  man  ihn  mit
Dinte  tränkt,  und  dann  auf  der  oben  erwilhnten  fenten  Dinten-Gummi-Masse  so  lange
hin  und  her  reibt,  bis  er  einen  gleichmässigen  intensiv  schwarzen  Strich  giebt.  Beim
Abnehmen  der  Schablone  von  dem  Papier  hst  man  ein  Verwischen  des  Buchstabens
sorgfältig  zu  vermeiden.  Dieser  Zweck  wird  am  besten  dadurch  erreicht,  dass  man

untere  Ende  der  Platte  zuerst  etwas  umbiegt  und  dieselbe  sodann  mit  dem  Finger
umkippt.  j

3.  Reinigen  der  Kupferplatten.  Von  Zeit  zu  Zeit  wird  es  nöthig,  die
Platte  auf  der  Rückseite  von  der  an  den  Rändern  der  Buchstaben  sitzenden  Farbe  zu
befreien.  Dies  geschieht  durch  einfaches  Ahwaschen  mit  Wasser.  Nach  gemachtem
Gebrauch  sind  dieselben,  um  sie  vor  dem  Rosten  zu  schützen,  sorgfältig  abzutrocknen.

Vorkleben  und  Lackiren  der  Schilder.  Die  so  gefertigten  Schilder  werden
  einige  Tage  an  einem  staubfreien  Ort  zum  Trocknen  hingelegt,  darauf  mit  einer
Leimauflösung  und  schliesslich  mit  einem  gut  trocknenden  Spirituslack  überzogen.  Zum
Vorkloben  derselben  bedient  man  sich  des  Damaralackn.

5.  (Erl.  d.  Chefs  d.  Mil.-Med  -Wesens  vom  4.  December  180  ad  7.)  War  den
Mangel  an  geeigneten  Geflssen  anlangt,  so  wird  diesem  Uebelstande  für  die  Folge
durch  die  vom  Kgl.  Mil.-Oekon.-Departement  in  grösserer  Zahl  und  geeigneter  Form
bewilligten  Standgefisse  möglichst  Abhülfe  geschafft  werden;  jedoch  erscheint  es  dringend
  geboten,  dass  in  der  Zahl  der  Standgefässe  auch  ein  gewisses  Mass  und  Ziel
innegehalten  werde.

.  (Erl.  d.  Chefs  d.  Mil.-Med.-Wesens  vom  12.  Mürs  1861.)  Br.  manu  an  den
Königlichen  General-Arzt,  Ritter  etc.,  Herrn  Dr.  Richter  Hochwohlgeboren  mit  der  ergebensten
  Erwiderung  zuriick,  dass,  da  der  grössere  Theil  der  unter  pag.  271  der
Landes-Pharmakopoe  aufgefübrten  Reagentien  zu  denjenigen  Arzneien  gehören,  welche
in  den  Dispeneir-Anstalten  in  der  Regel  vorräthig  gehalten  werden  und  es  flir  diese
besonderer  Gläser  nicht  bedarf,  auch  zur  Erreichung  des  Zweckes  ein  vollständiger
Reagentien-Apparat  nicht  nötbig  erscheint,  so  würde  jenen  als  gangbaren  Ragentien
nur  noch  hinzuzufügen  sein:  Ammonium  oxalicum,  Baryum  chloratum,  Ferro-Kall
cyanstum  favum,  Liquor  Ammoniaci  hydrosulpbursti  und  Tinctura  Gallarum.  Für
diese  3  Gegenstände  würden  zu  deren  Aunfnahnıe  daher  nur  besondero  GlRser  mit  eingeriebenen
  Glasstöpseln  &amp;  !/,  bis  I  Unze  anzuschaffen  und  mit  auf  Papier  geschriebenen
Signaturen  zu  vorsehen  sein.  —  Abschrift  an  die  übrigen  General-Aerzto  Behufs  Mittheilung
  an  diejenigen  Lazaretb-Kommissionen,  bei  deren  Dispensir-Anstalten  Volontär-Pharmaceuten
  angestellt  sind.  .  .

7.  ıErl.  d.  Chefs  d.  Mil.-Med.-Wesens  v.  11  Mai  18301.)  Br.  manu  dem  Kgl.  General-Arzte,
  Ritter  etc.  Herrn  Dr.  Berger  Hochwoblgeboren  mit  der  ergebensten  Erwiderung
zurück,  wie  sich  meinerseits  gegen  die  Zweckmässigkeit  des  von  dem  Stabsarzt  Reuter

machten  Vorschlages,  die  gelben  Schilder  der  alten  Staudgefässe  zur  Erlangung  einer

ebereinstimmung  mit  den  neuen,  mit  eingebrannten  weissen  Schildern  versehenen  Gefässen,
  mit  weissen  Oelschildern  versehen  zu  lassen,  nichts  zu  erinuern  findet,  wenn
eins  solche  Umänderung  der  Oelschilder  mit  geringen  Kosten  ausführbar  gemacht
werden  kann,  und  auch  die  Kgl.  Intendantur  ibre  Zustimmung  dazu  ertheilt  haben
wird.  Sollte  sich  überhaupt  aber  die  Erglinzung  neuer  Oelschilder  resp.  ein  Auffrischen
derselben  nöthig  machen,  so  würde  die  vorgeschlagene  Anwendung  weisser  Oelschilder
schon  zur  Aufrechthaltang  der  allgemeinen  Ordnung  ohne  Weiteres  und  unbedenklich
zur  Ausführung  gebracht  werden  können.  Da  jedoch  ein  mit  Bleiweiss  gefertigtes  Oelschild
  sehr  buld  wieder  eine  gelbe  Farbe  annimmt,  so  wird  empfohlen,  sich  hierzu,  in
Stelle  von  Bleiweiss,  des  Zinkweisses  zu  bedienen.  —  Abschrift  den  übrigen  General-Aerzten
  mit  dem  Ereuchen  ,  in  vorkommenden  ähnlichen  Fällen  demgemäss  zu
verfahren.

8.  (Erl.  d.  Chefs  d.  Mil,-Med.-Wesens  v.  3.Januar  1862.)  Euer  Hochwohlgeboren
benachrichtige  ich  ergebenst,  dass  nunmehr  auch  sämmtliche  (neue)  Dispensir-Anstalten
mit  dem  in  Aussicht  gestellt  gewesenen  luftdicht  zu  verschliessenden  Gefäss  von  Steinteasse
  zu  Calcaria  sulphburica  usta  versehen  worden  sind,  dass  ferner  das  Kgl.  Mil.-Oekon.-Departement
  auf  meinen  desfallsigen  Antrag  genehmigt  hat,  dass  diejenigen
Altern  Dispensir-Anstalten,  in  denen  die  Anfbewahrung  von  Chlorkalk  bisher  noch  in
Kruken  mit  losem  Deckelverschluss  stattfindet,  in  Stelle  der  Kruken  mit  einem  Pulverglass
  mit  Glasstöpsel  zu  versehen  seien  und  diese  ein  solches  Gefäss  jetzt  auch  erhalten
  haben,  auch  denjenigen  grössern  Dispensir-Anstalten,  bei  denen  Volontär-Phar-