Instandhaltung  der  Dispensir-Anstalten.  793

Verbindezeuge  für  die  Lazareth-Gehälfen.  Bishe  Theil  II  Kapitel  VI.
Pharmacopoea  militaris  borussica;  jetst  gilt  die,  nach  der)  Der  Bedarf  ist

6.  Ausgabe  der  Landes-Pharmakopoe  von  1840  verfasste  von  1847.  für  die  ver-Leitfaden
  zum  Unterrichte  der  Lasareth  -  Gehälfen|  schiedenen  La-(8,

  Tbeil  IL.  Kap.  VI.)  zaretbe  be-Inatruktion
  über  die  Versorgung  der  Armee  mit  Arz-\  sonders  festneien

  und  Verbandmitteln,  gestellt.
Ueber  die  Medicinsl-Einrichtungen  des  Kgl.  Preussischen  Heeres

von  v.  Richthofen.  2  Tble.  Von  diesem  Werke  sind  94  Exemplare  für  die  Militär-Lasarethe
  auf  Kosten  des  Militärfonds  beschafft  und  vertheilt.  Im  1.  Armee-Korps  haben
die  rer  zu  Königsberg  i.  Pr,  Danzig,  Thorn,  Graudenz,  Pillau,  Bıaunsberg,
Rastenburg  (besteht  nicht  mehr),  Insterburg  und  Riesenburg  je  1  Exemplar  erhalten.
(Erl.  L  Gets  d.  Mil.-Med.-Wesens  v.  28.  September  1844.)

Chirurgische  Instrumente  8.5.  (Siehe  Theil  IL,  Kapit.  II.  Instrumente
  der  Ober-Militär-  Aerzte.)

Die  auf  Kosten  des  Staats]  beschafften,  den  Dispensir-Anstalten  für
besondere  Zwecke  überwiesenen,  und  vorher  genannten  Instrumente
(Schröpfapparate,  Verbandzeuge)  werden  für  Rechnung  des  Arzneifonds
stets  in  brauchbarem  Zustande  unterhalten.

Titel  II.

Konkurrenz  der  Lazareth-Kommissionen,  insbesondere  der  ärztlichen  Mitglieder,
  der  ärztlichen  und  pharmaceutischen  Gehülfen  bei  Instandhaltung
der  Dispensir-  Anstalten.  (Lazareth-Gehülfen,  —  Apotheken  —
Handarbeiter.)

Sorge  der  Lazareth-Kommissionen.  $.  6.

Die  Lazareth-Kommissionen  führen  jederzeit  die  allgemeine,  die  ärztlichen
  Mitglieder  derselben  aber,  in  der  Regel,  die  specielle  Aufsicht  über
die  Dispensir-  Anstalten  (welche  bei  grossen  Lazarethen,  bei  denen  das
ärztliche  Mitglied  der  Lazareth-Kommission  ohnehin  schon  sehr  beschäftigt
ist,  anderen  Ober-Militär-Aerzten  zur  Aufsicht  übergeben  werden).  Diese
specielle  Aufsicht  richtet  sich  nach  der  Dauer  der  Mitgliedschaft,  soll  sich
jedoch  wenigstens  auf  3  Monate  erstrecken.  —  Die  Lazareth-Kommissionen
  unterziehen  sich  der  Versorgung  der  Kranken  mit  Arzneien  und
Verbandmitteln  ebenso,  wie  solches  hinsichtlich  der  übrigen  Gegenstände
des  Lazareth-Haushalts  der  Fall  ist.  Alle  sich  darauf  beziehenden  Geldeinnahmen
  und  Ausgaben  müssen,  zur  Erhaltung  der  Ordnung,  durch  das
Kassenjournal  des  Lazareths  laufen  und  darf  hiervon  unter  keinen  Umständen
  abgewichen  werden.  Der  für  den  Lazazeth-Haushalt  ausgesctzte
eiserne  Vorschuss  ist  auch  auf  die  Arzneiversorgung  berechnet.

Zusatz.  Den  Lazareth-Kommissionen  liegt  auch  die  Sorge  für  geeignete  Lokalien
  zu  den  Dispensir-Anstalten  ob,  namentlich  dürfen  dieselben  nicht  feucht  sein.  (Erlass
des  Chefs  des  Militär-Medicinal-Wesens  vom  4.  December  1860.)  „In  den  Berichten  der
Herren  Korps-Goneral-Aerzte“,  verfügt  der  Chef  des  Militär-Medicinal-Wesens
27.  Beptember  1861,  „über  die  Revision  der  Garnison-Lazarethe  ist  zum  Oeftern  der
feuchten  Beschaflenbeit  der  Lokale  der  Dispensir-Anstalten  gedacht  und  als  ein  Uebelstand
  hervorgehoben  worden,  dass  in  Folge  dessen  die  Arzneien  früher  dem  Verderben
unterworfen  sind.  Da  Fülle  der  Art  sich  zu  häufig  wiederholen,  so  kann  ich  Euer  etc.
im  Allgemeinen  pur  ergebeust  ersuchen,  gefälligst  unter  Mitwirkung  der  Königl.  Intendantur
  sowohl  im  Interesse  der  Militärkranken,  als  im  fiskalischen  Interesse  no  weit  als
möglich  dafür  Sorge  tragen  zu  wollen,  dass  jenem  Uebelstande,  sei  es  durch  Beseitigung
  der  Ursache,  oder  durch  5  der  Dispensir-Anstalt  in  ein  trockenes  Lokal

um  so  mehr  Abhülfe  verschafft  nst  trots  der  Gewährung  luftdicht  schliessender
  Standgefüsse  die  gute  Konservation  der  Arsneien  nicht  möglich  ist  und  vorzugsweise

  die  in  den  Kasten  aufbewahrten  Kräuter  etc.  darunter  sehr  zu  leiden  haben.
Ich  bemerke  in  dieser  Besiebung  ergebeust,  dass  das  Königl,  Militäir-Oekonomie-Depar-