Versorgung  der  Dispensir-Anstalten  mit  Arzneien,  Verbandmitteln  u.  s,.  w.  841

.‚kamente  etc.  sicher  und  übersichtlich  aufbewahren  und  fortschaffen  zu  können.  Einen
solchen  Pferdearzneikasten  mit  Zubehör  hat  das  Militär-Oekonomie-Departement  konstruiren
  lassen,  und  von  des  Herrn  Kriegsministers  Excellenz  ist  befohlen  worden,  denselben
  bei  sämmtlichen  (Linien-  und  Landwehr-)  Karallerie-  Regimontern  einschliesslich
der  Eskadrons  der  Reserve-Landwehr-Bataillone  oinzuführen.  Dem  Königl.  General-Kommando
  beehrt  sich  das  Departement  zur  gefälligen  Kenntnissnabme  und  weiteren
Bekanntmachung  beifolgend  15  Abdrücke  der  Beschreibung  des  neuen  Eskadrons-Pferdearzneikastense
  nebst  Verzeichniss  der  gleich  mit  zu  beschaffenden  Gefüsse  und
Utensilien  etc.  mit  dem  Bemerken  ganz  ergebenst  zu  libersenden,  1)  dass  jedem  der
4  Linien-Kavallerie-Regimenter  durch  Vermittelang  der  Intendantur  resp.  des  Train-Bataillons
  des  Garde-Korps  ein  Muster  von  dem  qu.  Pferdearzneikasten  mit  benanntem
Zubehör  in  einigen  Monaten  zugehen  wird,  dass  danach  ?)  die  übrigen  Arzneikasten
mit  Zubehör  anch  für  die  Eskadrous  der  korrespondirenden  Landwehr-Kavallerie-Regimenter,
  wie  für  die  beiden  Landwehr-Roserve-Eskadrons  möglichst  innerhalb  des  in
dem  Verzeichnisse  angegobenen  Betrages  zu  beschaffen  und  die  Kosten  dafür,  ebenso
wie  die  Transport-  und  Emballage-Kosten  des  aus  Berlin  empfangenen  Exemplars  gegen
den  Aurgabe-Titel  Ill.  4.  B.  II.  an  Resten  pro  1850  bei  der  Korps-Intendantur  zur
Liquidation  zu  bringen  und  demnächst  }})  simmtliche  dem  Feldequipage-Etat  und  Konto
der  Kavallerie-Regimenter  resp.  Landwehr-  -Reserve-  Esk  kadrons  ‚hinzutretende  ‚Pferdearzneikasten
  mit  Zubehör  als  zum  n  Fe  t
sorgfältig  zu  asserviren  sind.  In  Betreff  der  bei  einer  Mobfnachung  eintretenden
ersten  Füllung  der  Pferdearzneikasten  verbleibt  es  übrigens  bei  der  Bestimmung  im
2.  Absatz  des  $.  204  des  Reglements  über  die  Geldverpflegung  der  Armee  im  Kriege,
wonach  die  den  Betrag  von  2  'Thlrn.  per  Eskadron  wenig  überschreitenden  Kosten  nur
allein  bei  den  Landwehr-Kavallerio-Regimenteru  und  Reserve-Eskadrons  liquide  und
mit  den  Mobilmachungskosten  der  Fahrzeuge  etc.  zusammen  nachzuweisen  sind.

Beschreibung  des  Pferdearzneikastens  einer  Eskadron  nach  der
onstruktion  von  185

Der  von  3/4  Zoll  starkem  festem,  trockenem,  völlig  astfreiem  Holze  sorgfültig  ge
fertigto,  mit  brauner  Farbe  angestrichene  Kasten  ist  Mr  Zoll  lang,  8°.  Zoll  breit,
8';,  Zoll  hoch;  er  theilt  sich  beim  Oeffnen  in  der  halben  Höhe,  so  ass  der  Obertheil
den  Deckel  bildet,  während  der  Untertheil  mit  einer  hervorstehenden  Leiste  versehen
iet,  welche  in  den  Falz  des  Obertheils  eingreift.  Die  Ecken  des  Kastens  sind  mit
Eisenbeschlägen  versehen;  an  dem  Untertheil  ist  ein  starkes  Schloss,  auf  dem  Deckel
ein  Eisenring  zum  bequemen  Oeffnen  und  an  beiden  Seiten  sind  starke  Eisengriffe  angebracht
  und  alle  diese  Eisentheile  in  das  Holz  eingelassen.  Im  Innern  er  der  Untertheil
  der  Kastens  durch  Blechscheidewände  in  1%  Fächer  zur  Aufnahme  der  Gefüsse,
der  Waage  und  Gewichte  und  des  Mörsers  getheilt  und  simmtliche  Fücher  sind  mit
blauem  Schwaneboy  ausgefüttert.  Der  Obertheil  des  Kastens  ist  durch  Blechbscheidewände
  in  3  Fächer  getheilt,  welche  die  beiden  Spritzen  und  die  in  3  Leinwandbeuteln
befindlichen  Droguen  (Glaubersalz.  Kamillen  und  Arnika),  sowie  ’;,  Pfd.  Werg  aufnehmen.
  Diese  Fächer  sind  nicht  mit  Schwaneboy  ausgefüttert,  haben  aber  einen,  mit
diesem  Stoff  aussen  äberzogenen,  durch  einen  Sch  Zwischendeckel,
  mittelst  dessen  das  Herausfallen  der  betreffenden“  Gegenstände  nach  dem  Verschinsse
  des  ganzen  Kastens  verhindert  wird.  Für  das  im  Untertbeil  des  Kastens  befindliche,
  mit  Glasstöpsel  versehene  Standgefäss  zu  Salmiakgeist  ist  in  den  Zwischendeckel
  ein  mit  Leder  versehener  Ring  eingelassen,  um  dem  beim  Druck  oder  Stoss
leicht  möglichen  Sprengen  des  Glashalses  vorzubeugen.  Die  Konstruktions-Probe  des
Eskadron-Pferdearzneikastens  w  Miet.

a)  ohne  Inbalt  (leer)  16  Pfd.

b)  mit  Gefässen  und  Utencitien  Pd.  20  Lth.;

c)  mit  denselben  bei  vollständiger  Füllung  33  Prd.

Der  Pferdearzneikasten  enthält  an  Gefässen  etc.:  I  Flasche  A  U)  Unzen  von
weissem  Glase  mit  eingeriebenem  Stöpsel  und  Signatur  zu  Salmiakgeist;  9  Flaschen
von  weissem  Glase  mit  Korkverschluss  und  Signatur,  3  &amp;  5  Unzen  (zu  Weingeist,  Terpenthinöl
  ‚und  Baumöl),  2  A  1  und  3  Unzen  (zu  Schwefelleber  und  Spirit.  sulphur.
aether.),  ?  A  2  Unzen  (zu  Brechweinstein  und  schwefelsaurem  Kupfer),  ?  &amp;  !,  Unze
(zu  Opiumpniver  und  Kalomel);  3  Kruken  von  Sanitätsmasse  mit  Signatur  und  Lederverband,
  ?  A  6  Unzen  (zu  Salpeter  und  Bleizucker),  1  &amp;  1  Unze  (zu  epanischer  Fliegensalbe);
  4  Büchsen  von  lackirtem  Blech  mit  übergreifenden  Deckeln  und  Signatur,

2  4  4  Unzen  (zu  Aloö  und  Enzianwurzelpulver),  2  &amp;  2  Unzen  (zu  Kampher  und  Ältheewurzelpulver);
  3  Beutel  von  dichter,  resp.  gefirnisster  Leinwand  mit  aufgedruckter
Signatur,  1  (gefirnisst)  &amp;  32  Unzen  (eu  Glaubersalz),  1  &amp;  12  Unzen  (zu  Kamillenblumen),
1  &amp;  2  Unzen  (zu  Arnikablumen);  an  Receptir-  Utensilien  und  sonstigen