946  A.  Die  Feld-Lazarethe.

und  zwar  zunächst  der  2.  und  4.  Seitenschwinge  nach  der  Mitte  des  Wagenkastens  befestigt.
  An  der  Nähe  joder  Gabel  wird  eine  eiserne  Kramme  in  den  Unterbaum  eingeschlagen
  und  an  dieser  ein  Lederriemen  von  1  Zoll  Breite  und  2  Fuss  ge  festgenäht,
  um  mit  Hülfe  einer  ebendaselbst  (am  Riemen)  zu  befestigenden  Schnalle  die  Setxstangen
  etc.  festschnallen  zu  können.  —  Die  Laterne  erhält  während  des  Transports
ihre  Stelle  am  vordern  Theile  des  Wagen-Verdecks  etc.  —  Schliesslich  wird  der  Etatseis

  eines  solchen  Signal-Apparats  hierdurch  auf  5  Thir.  10  Sgr.  für  die  Laterne  mit
Bereor  und  Blechgehäure,  4  Sgr.  U  Pf.  für  des  Machelicht,  Ind  4  Thlr.  21  8gr.  3  Pf.
die  Signalstange  mit  Flagge,  in  Summa  auf  10  Thir.  5  Sgr.  9  Pf.  festgestellt,

Fiche  in  der  Etatsposition,  abgesondert  von  dem  32  Th  6  Sgr.  6  Pf.  betragenden
Preise  des  Verbindezeltes  auszuwerfen  sind.

2.  (Erlass  des  Militä#r-Oekonomie-Departements  vom  10.  Januar  1802.)  Es  ist  für

messen  erachtet,  die  Flaggenstangen  zu  den  Verbindezelten  der  leichten  Feldlarse

  verlängern  und  die  Flagge  so  einrichten  zu  lassen,  dass  sie  dem  Winde  folgen
sich  um  die  Flaggenstange  drehen  kann.  Diese  Ablinderung  soll  durch  das  Train-Bataillon
  des  Garde-Korps  nach  einer  hierfür  zweckmässig  befundenen  Konstruktion  bewirkt
werden  etc.

3.  (Erlass  des  Milittr-Oekonomie-Departements  vom  25.  Juni  1962.)  Nachdem  die
Bignalapparate  zu  den  Verbindezelten  der  leichten  Feldlazarethe  des  Korpn  beim  Train-Bataillon
  des  Garde-Korps  abgelindert  und  verlängert  sind,  erhält  die  Königl.  Intendantur
  zwei  Exemplare  der  Beschreibung  über  die  Zusammenstellung  und  Verpackung
derselben  zur  Kenntnissnehme  und  Mittheilung  an  das  Train-Bataillon.

Beschreibung  des  veränderten  Signalapparates,  dessen  Zusammenstellung
  und  Unterbringung  im  4spännigen  Kranken-Transportwagen.
8.1.  Bestandtheile  des  Signalapparates.  Der  Apparat  besteht  jetst:

1)  aus  dem  Fussstück  von  Holz  mit  eiserner  Hülse,  Vorstrecker  mit  Kette,
Spitzkappe  und  2  Querhölzern;

2)  aus  dem  Mittelstück  von  Eschenholz  oben  mit  einer  eisernen  Hülse  mit
Druckschraube  beschlagen;

(die  am  untern  Ende  noch  befindlichen  eisernen  Beachiuge  sind  nur  der  Durchbohrungen
  wegen  beibehalten  worden,  fallen  aber  bei  event.  Neufertigung
der  Mittelstücke  mit  diesen  Durchbohrungen  fort.)

3)  aus  dem  Filaggenstück  von  Eschenholz,  oben  mit  einer  kürzeren  eisernen
Hülse  mit  Druckschrauben  versehen.  Zwischen  dieser  und  den  drei  eingeschlossenen
  Btütsblättern  bewegt  sich  der  obere  Flaggenring,  mit  welchen

er  Flaggenstab,  mit  diesem  die  Flaggenstrebe  und  mit  ihr  der  untere

Fleaggenring  beweglich  verbunden  ist.  An  beiden  Flaggenringen  befinden

sich  je  2  Knöpfe.  Vermittelst  der  Knöpfe  des  oberen  Flaggenringes  sind  an  denselben

  die  Flaggenschienen  befestigt,  von  welchen  die  eine  mit  3  eisernen

Knöpfen  versehen  ist.  Durch  Eiuhängen  des  unteren  Flaggenringes  mit  seinen

beiden  Knöpfen  in  die  beiden  Flaggenschienen  wird  das  Flaggengestell  gebildet;

4)  aus  der  Flagge  selbst,  welche  an  der  einen  schmalen  Seite  5  Knopflöcher  und

an  der  oberen  langen  (schwarzen)  Seite  Bindebänder  und  Schlaufen  hat;

6)  der  Bignallaterne.

8.2.  Aufstellung  des  Signalapparats.  Das  Fussstück  wird,  nachdem  beide
Querhöhter  durch  dasselbe  gesteckt  sind,  so  tief  in  die  Erde  gegraben,  dass  sich  der
vierkantige  Theil  desselben  eben  unter  der  Erdoberfläche  befindet,  lothrecht  gestellt
und  fontgetreten  Ka  ı

8.3.  Sobald  am  Flaggenstüc  as  Flaggengestell  gebildet  ist,  wird  der  Elaggenstab

  in  die  Schlaufen  der  Flagg  teckt,  di  ae  mit  den  Bindebän  dern  am  Stabe  f.
gebunden  und  an  den  Knöpfen  er  Flaggenschiens  und  Ringe  angeknöpft.

Demnkchst  wird  das  Flaggenstück  in  die  Hülse  des  Mittelstücks  gesteckt,  die

Druckschreube  miälssig  angozogen,  beide  vereinigten  Stücke  nun  hochgehoben,  in  die
Bas  des  Fussstücks  gestellt  und  mit  diesem  durch  den  Vorstrecker  fest  verbunden.
.  4.  Bei  event.  Wechselung  des  Standortes  braucht  die  Flagge  nicht  vom  Fiaggern
  gänzlich,  sondern  nur  vom  Knopf  des  untern  Flaggenringes  abgeknöpft,  «obeide
  Flaggenschienen  ausgehängt  und  die  Flagge  nun  um  den  heruntergleitenden
etc.  Stab  und  Strebe  herumgewickelt  zu  werden.
Dasselbe  findet  Statt,  wenn  bei  eintretender  Dunkelheit  die  Signallaterne
aufgestockt  wird

8.  6.  Beim  Aufstecken  der  Laterne  ist  zu  erwägen,  ob  ein  höherer  oder  tieferer

Stand  derselben  günstiger  ist,  weshalb  sowohl  das  Flaggenstück,  als  auch  das  Mittelstück
  die  „Hülse  mit  Druckschreaube‘‘  zur  Aufnahme  der  Laterne  erhalten  hat.