Beilagen  zu  den  Vorschriften  etc.  1001

1  Badewanne,  350  wollene  Bettdecken,  600  Bettlaken,  200  hölzerne  Betistallen,
MI  blecherne  Esslöffel,  200  Essnäpfe  (blecherne)  &amp;  1’/,  Quart,  9  Feldsessel,  206  Handtüächer,
  200  Hemden,  B  enge  und  8  weite  Kämme,  pr)  leinene  Kopfpolstersicke,  200
Kopftafeln  von  Holz,  27  Krankentragen,  12  P  Krücken,  13  Nachteimer  von  Zinn
mit  Deckel  und  Gestellen  dazu,  1  Oberationstisch,  3  Pechfackeln,  6  Drillichröcke  für
Lazarethb-Gehülfen,  25  Schomel  mit  Lehnen;  2  Schemel  ohne  Lehne  mit  herauszunehmenden
  Füssen  zum  Operationstisch,  49  Schürzen  von  weisser  Leinwand  für  die  Wärter,
10  Schwämme  &amp;  2  Loth,  60  Paar  wollene,  1941  Paar  baumwollens  Socken,  I00  Spuokanpfe:
  12  Steckbecken  von  Zinn  mit  Deckel,  230  leinene  Strohsäcke  (mit  Gurtschlaufen  —
1I.  Nr.  32),  42  Tragegurte  zu  den  Krankentr.  tragen,  220  Trinkbecher  von  Blech,  8  Unterlagen
  von  rothbrauner  Wachsleinwand,  8  Uringlüser,  30  Weaschschüsseln  von  Blech,
1  Verbindezelt.  (Biehe  Theil  II,  Kap.  x.)

In  Bezug  auf  die  Konstruktion  der  Operationstische  sind  neuerdings  folgende
Verfügungen  ergangen:

1.  (Schreiben  des  General-Stabsarztes  der  Armee  an  das  Mil.-Oekon.  -Depart.  vom
6.  September  1862.)  Dem  Königlichen  Departement  verfeble  ich  nicht,  im  Verfolg
meines  Br.  m.  Schreibens  vom  v.  Mta.  ganz  ergebenst  zu  berichten,  dass  es,  um
möglichst  gute  Operationstische  fr  unsere  Feldlazarethe  zn  erlangen,  von  mir  für  angemessen
  und  nöthig  gehalten  worden  war,  zuvor  Nachforschungen  über  die  Konstruktion
  anderer,  als  gut  und  zweckmässig  bekannter  Operationstische  anstellen  zu  lassen
und  es  sind  in  dieser  Beziehung  insbesondere  die  Operationstische  im  hiesigen  Charitd-Krankenhause
  und  in  der  Langenbeck'schen  Klinik  genau  besichtigt  und  die  Dimensionen
  derselben  gemessen  worden.  Die  Untersuchungen  haben  nun  zu  der  Ueberzeugung
  geführt,  dass  eine  Aenderung  in  der  Konstruktion  der  Operationstische  für  die
Divisions-Feldlazarethe  nicht  nöthig  und  anräthlich,  sondern  dass  es  am  besten  sei,
dieselben  in  ihrer  gegenwärtigen  Konstruktion  beizubehalten,  und  es  nur  darauf  ankomme,
  einem,  freilich  bedeutenden  Fehler  derselben  abzuhelfen,  welcher  darin  besteht,
dass  die  Tische  nicht  fest  stehen  und  die  Fussgestello  derselben  zu  gebrechlich  »  sind,
indem  sie  aus  schwammigem,  leicht  zerbrechlichem  Holze  gefertigt  sind.  —  Der  Tis
ist,  um  ihn  transportabel  zu  machen,  so  eingerichtet,  dass  die  beiden  Doppelfüsse  nicht
fest,  sondern  durch  eine  Art  Charnier  beweglich  mit  der  Tischplatte  verbunden  sind,
und  es  musste  daher,  um  das  Feststehen  des  Tisches  zu  ermöglichen,  eins  Art  Strebepfeiler
  angebracht  werden,  durch  welchen  die  Füsse  in  ihrer  Stellung  festgehalten
werden.  Dieser  Zweck  wird  zwar  hierdurch  erreicht,  allein  da  jener  Strebepfeiler  nur
durch  einen  Ausschnitt  an  jedem  seiner  Enden,  in  welchen  das  Fussgestell  zu  liegen
kommt,  in  seiner  Lage  gehalten  wird,  so  reicht  der  geringste  Stoss  schon  hin,  ihn  aus
dieser  Lage  heraus-  und  dadurch  den  Tisch  zum  Wanken  ru  bringen.  Um  dies  zu  verbindern,
  wird  an  jedem  Ende  des  Strebepfeilers  eine  eiserne  Oese  und  an  jedem  der
Doppelfüsse  eine  eiserner  Haken  anzubringen  sein,  welcher  in  die  Oese  eingreift  und
so  das  Ausgleiten  dos  Strebepfeilers  aus  seiner  Lage  verhindert.  Um  nun  auch  hinsichtlich
  des  Materials  die  möglichste  Garantie  für  die  Festigkeit  des  Öperationstisches
zu  erlangen,  schlage  ich  ganz  ergebenst  vor,  die  Füsse  aus  gutem  Rästern-  oder  Eschenholz
  anfertigen  zu  lassen,  da  solches  eine  grosse  Festigkeit  und  ZAbigkeit  besitzt,
welche  nothwendig  sind,  um  die  Füsse,  die  des  Transportes  wegen  nicht  zu  dick  sein
dürfen,  haltbar  zu  machen.  Was  die  Tischplatte  anlangt,  so  wird  diese,  sofern  sie
nämlich  in  gutem,  brauchbarem  Stande  sich  befindet,  unverändert  beizubehalten  sein.

2.  (Erl.  des  Mil.-Oekon.-Depart.  vom  21.  Oktober  1802,  des  General-Stabsarztes
von  23.  Oktober  1862.)  Die  Königl.  Intendantur  erhält  hierneben  Abschrift  eines
Schreibens  des  Herrn  General-Stabsarztes  der  Armee  vom  6.  v.  Mts.,  die  Operationstische
  der  leichten  Feldlazarethe  betreffend,  zur  Kenntoissnahme  und  mit  dem  Auftrage,
  die  Füsse  dieser  Tische,  falls  sie  nicht  aus  gutem,  dauerhaften  Holze  gefertigt
sein  sollten,  durch  solche  aus  Rüstern-  oder  Eschenhoiz  ersetzen,  sowie  die  eisernen
Haken  und  Oesen  zum  Festhalten  des  zwischen  Tischplatte  und  beide  Doppelfüsse  einzuschiebenden
  Strebepfeilers  anbringen  zu  lassen.

Nr.  21.  Nachweisung  des  Bedarfs  an  Verbandmitteln  für  ein  leichtes
Feldlazaretb.  (8.  II.  sub  12,  13,  20,  22.)

00  vielköpfige  Binden,  130  Hechselkissen,  12  Suspensorien,  130  Mitellen,  150  zehn-,
130  acht-,  254  sechs-,  230  vier-,  250  dreiellige  Zirkelbinden,  500  Kompressen,  4  Satz
englische  Schienen,  50  Btrohladen,  120  Ellen  neue  Leinwand  zu  3,  60  Ellen  solche  &amp;

gr.,  10  Ellen  Fries  zu  Fomentationen,  10}  Ellen  Wachstuch  zu  ‚Unterlagen,  400  Ellen
leinen  Band,  28  Loth  Stecknadeln,  14  Loth  weisser  Zwirn,  6  Loth  llirte  Seide,
50  Nähnadeln,  100  Pfd.  Charpie,  20)  Pfd.  alte  Leinwand,  60  Bogen  Pappdeckel,  1einfache
  und  3  doppelte  Bruchbänder,  1  Bandagen  von  Leder  und  Band  zur  fract.  elavic.,  rn
50  Ellen  Flanell  zum  Gypsverband,  4  Metzen  Gyps,  0  Pfd.  Watte,  23  Loth  Was