Ausstattung  der  Belagerungs-Lazarethe.  1047

.  .  600  Kranken.  0  Kr.  RK
Öberstabs-Asrrte  (ärztliche  Vorstände).  .  1  1  "
Stabs-Aerzte  .  FE  t  1  ||
Ober-Aerzte  .  5  9  36
Unter-Chirurgen  20  36  144
Ober-Apotheker  .  .  1  l  1
Unter-Apotheker  .  .  .  .  2  2  2  22.0.  2  2  8
Larareth-Inepektoren  (administrative  Vorstände)  |  1  1
Lezareth-Inepektoren  .  -.  -  -  2  2  2  2.  .  1  2  7
Expedienten  .  oe.  1  |  1
Revier-Aufseher  .  FE  b}  9  36
Krankenwärter  .  .  .  on  %  36  144.

Die  Grösse  der  Belagerungs-Lazarethe  richtet  sich  nach  der  Stärk
der  Besatzung  und  wird  die  Normalkrankenzahl  der  Lazarethe  in  der  Art
festgestellt,  dass  der  achte  Mann  der  Kriegs-Besatzungsstärke,  ohhe
Rücksicht  auf  die  Zeit  der  Verproviantiräng  der  Festungen,  als  krank
oder  verwundet  angenommen  wird,  während  früher  schon  jeder  fünfte
Mann  der  Besatzung  als  Kranker  in  Anrechnung  gebracht  wurde.  (Erlass
des  Militär  -  Oekonomie-  Departements  vom  21.  December  1840;  Richter,
l.  c.  p.  234.)  Die  nöthigen  Räumlichkeiten  zur  Unterbringung  der  Kranken
bietet  zunächst  das  Garnison-Lazareth  der  betreffenden  Festung;  reicht
dieses  nicht  mehr  aus,  so  wird  es  Sache  der  Kommandanturen  sein,  für
Beschaffung  der  nöthigen  Räumlichkeiten,  in  Verbindung  mit  dem  Garnison-Stabs-Arzte,
  Sorge  zu  tragen;  besondere  Vorschriften  über  die  Zahl
der  erforderlichen  Räume  und  deren  Beschaffenheit  sind  mir  nicht  bekannt;
  doch  dürfte  man  hier  wohl  analog,  wie  bei  den  Feldlazarethen  verfahren,
  soweit  dies  angeht.

Ausstattung  der  Belagerungs-Lazarethe.

Die  Ausstattung  der  Lazarethe  ist  je  nach  ihrer  Grösse  verschieden;
es  existiren  daher  für  jede  Festung  besondere  Etats;  ein  Theil  der  erforderlichen
  Gegenstände  wird  schon  im  Frieden  vorräthig  gehalten  (Utensilien,
  Verbandmittel,  Instrumente  etc.),  während  ein  anderer,  so  z.  B.
die  Arzneien  erst  bei  Verproviantirung  und  Approvisionnirung  der  Festungen
beschafft  wird.  Im  Allgemeinen  lässt  sich  hierüber  nur  Folgendes  sagen:

Auf  den  Bedarf  an  diesen  Utensilien  kommen  die  in  den  Garnison-Lazarethen
  bereits  vorhandenen  Gegenstände  mit  in  Anrechnung,  so  dass
nur  die  Differenz  noch  vorräthig  zu  halten  bleibt.  Ich  theile  nur  diejenigen
  Gegenstände  hier  mit,  welche  für  die  Aerzte  ein  besonderes  Interesse
  haben:

Badewannen,  je  I  für  100  Kranke;  Befestigungs-Maschinen  für  Wahnsinnige;  Bettdecken
  von  Fries,  1'/;  Garnituren;  Bettlaken,  3  Garnituren;  Bettschirme,  je  1  fü
100  Kranke;  hölzerne  Bettstellen,  I  für  jeden  Kranken;  zinnerne  Esslöffel,  1'/4  Garnitur;
  Essnlpfe  von  Zion  resp.  Blech,  1Y,  Garnitur  ;  Fussbadewannen,  je  I  für  100  Kranke;
Handtücher,  1'/;,  Garnituren;  Hemden,  1  Garnitur;  weite  und  enge  Kämme,  auf  je
20  Krauke  etwa  ein  weiter  und  ein  enger  Kamm;  Kopfpolstersäcke,  1'/,  Garnituren;
Kopftafeln,  I  Garnitur;  Krankenhosen,  keine;  Krankentische  mit  Schrank,  ',,  Garnitur;
Krankentragekörbe;  Krücken;  Kopf-  und  Leib-Matratzen,  keine;  Nachteimer  von  Zinn
mit  Deckel,  und  Gestelle  dazu;  Nachttöpfe  von  Zinn,  ',  Garnitur;  Pantoffeln,  ',;,  Garnitur;
  Riechel  mit  hölzernen  Nägeln,  |  Garnitur;  Schemel  mit  Lehnen,  ca.  ';,  Garnitur;
  Schwämme,  1  auf  je  X  Kranke;  Socken,  I  Garnitur  ('/,  wollene,  %/,  baumwollene);
  Speibüchsen  von  Blech,  Y,.  Garnitur;  Spucknäpfe  von  Blech,  !/,  Garnitur;  Bteckbecken
  von  Zinn,  ca.  '/,.,  Garnitur;  Strohsäcke,  1';,  Garnituren;  Trinkbecher  von  Zinn,
1  Garnitur;  Ueberzüge  zu  Bettdecken,  keine;  Urinfiaschen  von  grünem  Glas,  |  auf
20  Kranke  etwa;  Uringläser  von  weissem  Glas,  ebenso;  Wachsleinswand;  Waschschüsseln,
  ';,  Garnitur;  Wasserkrüge  von  Steingut,  ';,  Garnitur;  Weingläser,  I  auf  je

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