Ausstattung  der  Beisgerungs-Lasarethe.  1049

Der  vorstehende  Etat  enthält  alle  seit  1843  erfolgten  Abänderungen,
soweit  mir  dieselben  bekannt  geworden  sind;  der  Etat  ist  für  alle  Lazarethe
  gleich;  nur  die  Stückzahl  erhöht  oder  vermindert  sich  nach  der
bedeutenderen  oder  geringeren  Grösse  des  Lazareths.  .

BEE.  Etat  an  Drucksachen.  Dessen  Mittheilung  ist  für  meinen
Zweck  überflüssig.

IV.  Insteumenten-  ete.  Etat.  (Mitgetheilt  nach  dem  Erlasse  des
Militär-Ockonomie-Departements  vom  22.  Juni  1859.)

Amputations-Etuis  (für  ein  Larareth  von  resp.  325,  600  und  775  Kranken
1,  für  ein  Lazareth  von  2275  Kranken  3);  jedes  enthält:  eine  grosse  Amputationsslige
mit  Resorveblatt  oder  statt  deren  ?  Blattsägen  (wenn  Amputationssägen  abgängig  werden,
sind  dieselben  immer  nur  durch  Rust'sche  Bogensägen  zu  ersetzen);  eine  kleine  Fingersüge;
  ein  gronsen,  gerades,  zweischneidiges  Amputationsmesser  (die  Schneide  der
Klinge  muss  10  Zoll  lang  sein);  ein  kleineres  zweischneidiges  Amputationsmesser;  ein
grosses  grades  einachneidiges  Amputationsmesser  (die  Schneide  der  Klinge  dieses  Messers
  soll  U  Zoll,  darf  aber  nicht  unter  8  Zoll  lang  sein);  ein  mittleres  einschneidiges
Amputationsmesser;  zwei  kleine  gerade  Amputationsmesser;  ein  Exstirpationsmesser;
ein  Messer,  das  Periost  zu  radiren;  eine  neusilberne  Fricke’sche  Pincette  mit  Vorrichtung
  zur  Applikation  der  Karlsbader  Insektennadeln;  eine  Haken-Pincette:  einen  Arterienhaken
  mit  Feder  zum  Halten  des  Fadens;  ein  mit  Seitenstäben  versehenes  Schrauben-Tourniquet
  nach  Petit;  eine  Knochenzange;  ein  Morel'sches  Feld-Tourniquet;  sechs
grosse  Heftnadeln  mit  Quer-Oehren,  je  2  und  2  gleich.  2.  Trepanstions-Etuis
(resp.  1,  1,  1,  3);  jedes  enthält:  einen  Trepnnbogen;  sechs  verschiedene  Kronen  (2  und
2  gleich);  einen  Kronenbalter  zur  Trephine;  einen  Exfoliativ-Trepan;  einen  Porforativ-Trepan;
  eine  Serra  versatilis;  eine  Zange,  das  Knochenstück  herauszunebmen;  ein  Radireisen;
  einen  Meningophylax;  einen  Tirefond;  ein  Elevatorium;  ein  linsenförmiges
Messer;  eine  Bürste;  ein  Barbiermesser;  ein  Skalpell  mit  Radireisen  am  Stiel;  einen
Schlüssel,  sofern  die  Pyramiden  nicht  zum  Schieben  sind.  3.  Obduktions-Etuis
(resp.  1,1,  1,3);  jedes  enthält:  4  Skalpella;  I  Hnorpelmesser;  1  gewöhnliche  Scheere;
1  grosse  Bogen-  oder  Blattsäge;  1  Pincette;  1  Tubulus;  1  einfachen  Haken,  ]  doppelten
Haken;  1  feine  Sonde;  2  Heftnadeln;  1  Darmscheere;  1  Meissel.  4.  Flaschenzüge
mit  Zubehör  zu  Verrenkungen  (resp.  I,  1,  1,  2).  Davon  ist  jeder  in  einem  leinenen
  Beutel  und  enthält:  1  Flaschenzug  mit  24  Ellen  langer  Schuur;  2  Haken  mit
Schrauben;  2  flache  Haken;  2  Nagelbohrer;  1  Retentions-Riemen.  5.  Etuis  mit
Troikars  (resp.  1,  1,  I,  2.)  Darin  io  jedem:  I  Troikar  zur  punctio  abdominis;  1
Troikar  nach  Fleurant  mit  Einschieberöhre  und  Docke;  1  Troikar  zur  Hydrocele.
6.  Etuis  mit  Katheter  (resp.  1,1,1,2.)  Darin  in  jedem:  2  silberne  männliche  Katheter
  von  verschiedener  Dicke;  1  silberner  weiblicher  Katheter;  6  Flexibles  von  resina
  elastica  und  U  elastische  Bougies,  welche  erst  bei  eintretender  Armirung  der  Festung
zu  beschaffen  sind.  7.  Etuis  mit  Skalpells  (resp.  1,  1,  1,  2);  darin  in  einem  jeden
6  Skalpells.  8.  Etuis  mit  Bistouries  und  Lanzetten  (resp.  1,  2,  2,  ?);  darin  in
einem  jeden:  2  gerade  und  3  convexo  Bistouries,  ein  Knopf-  (Pott'sches)  Bistourie,  eine
grosse  Lanzette,  eine  kleine  Lanzette.  (Wenn  in  diesen  Etuis  Bistouries  abglingig  werden,
so  sind  dieselben  immer  durch  solche  mit  feststellbaren  Klingen  zu  ersetzen.)  U.  Etuis
mit  Nadeln  (resp.  1,  1,  1,  3).  Darin  in  einem  jeden:  I  Nadel  zur  Unterbindung  beim
Aneuryama;  12  Nadeln  verschiedener  Grösse  zur  Unterbindung  der  Schlagadern;  12
Dutzend  Karlsbader  Insektennadeln  verschiedener  Grösse  mit  Lanzenspitzen,  welche
erst  bei  eintretender  Armirung  der  Festung  zu  beschaffen  sind.  10.  Etuis  mit  8avigny’s
  Fistelmesser  (rep.  1,  1,  1,  1),  darin:  ein  Savigny'sches  Fistelmesser  mit
hölzernem  Gorgeret.  11.  Etuis  mit  Instrumenten  zur  Resection  (1);  jedes
enthält:  1  grosse  Knochenzange,  eine  Hakenzange,  2  Stichsägen,  ?  Stichsigen  mit
schiebbaren  Deckern,  2  geknöpfte  Bistouries,  2  gerade  apitzige  Bistouries,  zwei  gerade
abgerundete  Bistouries,  Starke  Haken.  12.  Etuis  zu  Zahn-Instrumenten  (resp.
t,  1,1,  3);  in  jedem:  2  verschiedene  Zahnzangen,  eine  gerade  und  eine  gebogene;
I  Zahnschlüssel  mit  6  Zahnhaken  und  2  Wurzelhaken;  ein  Geissfuss,.  13.  Kasten  oder
Taschen  mit  komplet  A  h  ts-Inst  t  (1);  darin  in  jedem:
1  Entbindungszange,  1  Hebel,  1  stumpfer  Haken,  1  Perforstorium,  1  Führungsstäbchen
nebst  Schlinge;  I  Nabelschnurscheere;  1  scharfer  Haken.  14.  Etuis  mit  Schröpf-Instrumenten
  und  messingenen  Köpfen  (resp.  1,  3,  3,  6);  jedes  enthält:  einen
Schröpfschnepper,  12  messingene  Köpfe,  eine  Lampe  mit  Tülle  und  Kapsel  von  Messing.
  —  15.  Bindezeuge  für  Aerzte  (resp.  3,  5,  7,  15);  jedes  enthält:  I  Incisionsscheere,
  1  Coopersche  Scheere,  1  Pflasterscheere,  1  Spatel,  I  anatomische  Pincette,
1  Kornzange,  1  Hohlsonde,  I  Myrthenblatt,  1  Sonde  mit  Oehr,  1  feine  Sonde,  |  convezes