Bevaseinatiom.  1107

Etwa  nöthige  längere  Schonung  vom  Dienst  und  den  Uebungen  bestiemnen  die  Alrzto.
(Erlass  des  Chefs  des  Militär-Medicinal-Wesens  vom  15.  März  1833.)

8.  Acht  Tage  nach  erfolgter  Revaccination  sind  dem  Arzte  die  Mannschaften  zur
Untersuchung  des  Erfolges  der  Impfung  und  der  Aechtheit  der  erzielten  Püsteln  vorzustellen
  und  die  Resultate  davon  bei  jedem  Impfling  in  einer  namentlichen  Lists  ku
vermerken.

9.  Bei  den  Individuen,  bei  denen  die  Revaccinetion  unregelmässig  verlaufen  oder
erfolglos  geblieben  ist,  wird  selbe  zu  eitter  späteren  passenden  Zeit  einmal  wiederholt.

enn  in  eioem  Garnisonorte  oder  dessen  naher  Umgegend  eine  Pocken-Epidemie
  ausgebrochen  sein  sollte,  so  ist  die  anbefohlene  Revaccination  möglichst  zu  beschleunigen
  und  sind  die  früher  etwa  vergessenen  Hlteren  Mannschaften  nachträglich
zwangsweise  zu  revacciniren.  Bei  unzureichender  Menge  der  Lymphe  von  Kindern
wird  aus  guten  Revaccinationspusteln  geimpft.  Eine  Revaccination  nach  der  Einstellung
mit  Erfolg  geimpfter  Leute  findet  während  der  Dienstzeit  nicht  Statt.

Il.  Ueber  die  vorgenommene  Vaccination  und  Revaccination  führen  die  Aorzte
namentliche  Listen,  wie  dies  unterm  15.  März  1833  vorgeschrieben  ist.  Alljährlich

d  zwar  mit  Ablauf  des  Decembers  haben  sie  daraus  eine  Uebersicht  in  Zahlen  nach
dem  ihaen  gegebenen  Schema  anzufertigen  und  an  den  Korps-General-Aret  einzureichen,
  welcher  aus  diesen  Uebersichten,  unter  Beibehaltung  desselben  Schemas,  truppenweise
  eine  Nachweisung  zusammenstellt  und  bis  Ende  Februar  jedeu  Jahres  an
en  Generalstabs-Arzt  der  Armee  abgiebt.  Letzterer  lässt  daraus  bis  Ende  Mürz  jeden
Jabrs  eine  General-Uebersicht  für  das  Kriegs-Ministerium  anferti

Zusatz.  Das  Schema  zu  diesen  Uebersichten  und  resp.  zu  u  den  namentlichen
Listen  ist:

I.  Truppentheil  und  Anzahl  der  Geimpften.

II.  Davon  hatten  Narben  der  früher  bei  ihnen  „stattgehabten  Vaceinstion:

a)  deutliche,  b)  undeutliche,  c)  gar  ke

UI.  Die  jetzige  Impfung  war  nach  angestellten  Untersuchungen,  in  ihrem
Verlaufe:

a)  regelmässig,  b)  unregelmässig,  c)  ohne  Erfolg  bei:

IV.  Die  ohne  Erfolg  gebliebene  Impfung  wurde  wiederholt:

a)  mit  Erfolg  bei,  b)  ohne  Erfolg  bei:
V.  Zahl  der  durch  die  Impfun  erzeugsen  ächten  Eusteln
8)  1-5;  b)  5—  10;  c)  1120;  d)  21-30  b

VI.  Von  den  jetzt  und  früher  mit,  Erfolg  Revaccinirten  wurden  im  Laufe  des
Jahres  von  Blattern  befallen  und  zwar  von:

a}  Varicellen,  b)  Varioloiden,  c,  ächten  Pocken  ').  (im  „oeberne  steht  irrthümlich
  „mit  den  jetzt  etc.“  anstatt  „von  den  jetst

VU.  Bemerkungen.

Wenn  von  einem  Truppentbeile  einzelne  Abtheilungen  detachirt  stehen,  so  sind
die  Resultate  der  Revaccination  in  den  einzelnen  Garnisonen  getrennt  anzugeben.  -—
Bei  Anfertigung  der  Uebersicht  ist  namentlich  darauf  zu  achten,  dass  die  Summen  der

„2.  und  3.  Hauptrabrik  unter  einander,  ferner  die  Summen  der  5.  Hauptrubrik  mit

Liste  verzeichneten  Resultate  der  im  Jahre  18.  .  vorgenommened  V&amp;ecinstiorien  und
Revaccinationen  wird  hierdurch  pflichtmässig  bescheinigt“.  Ort,  Datuit,  Nathen,  Btegel.  —
Die  General-Aerzte  baben  bei  ihren  Inspections-Reisen  darauf  zu  sehen,  dass  die  Listen
ordentlich  geführt  und  mit  dem  obigeh  Attest  verschen  werden  und  fügen  den  Listen
einen  Revisions-Vermerk  unter  2).

12  wie  über  die  Vaccination  wurden  bisher  auch  über  die  mit  Erfolg  geschehene
  und  über  die  ohne  Erfolg  wiederholte  Revaccination  den  betreffenden  Individuen
Atteste  nach  den  vorgeschriebenen  Schematen  ertheilt,  welche  von  den  betreffenden
Militär-Aerzten  zu  vollziehen  waren.

')  Cirkuler  an  die  General-Aerzie  vom  9.  Februar  1862.
2,  Cirkular  an  die  Mılitär-Aerzte  vom  31.  März  1844  ad  2:  Cirkular  an  dıe  General-Aerzte
  vom  WM.  Januar  1862.  10°