Vorrede.

Studien  zu  einer  Geschichte  Friedrichs  I.  führten  mich  zuerst
zu  eingehenderer  Beschäftigung  mit  Heinrich  dem  Löwen  und  bei
der  für  noch  ungeübte  Kräfte  fast  überwältigenden  Fülle  des  Stoffes
wurde  ich  sehr  bald  genöthigt,  mich  zunächst  auf  die  Darstellung
dieses  einen  Mannes  zu  beschränken.  Bel  der  genauen  Beziehung,
in  der  Heinrichs  Leben  zu  der  Geschichte  der  drei  ersten  Hohenstaufen
steht,  seiner  entscheidenden  Bedeutung  namentlich  für  die  Friedrichs  I.
erfährt  durch  eine  Biographie  des  großen  Welfen  die  Kenntniß  der
ganzen  Epoche  vielleicht  einige  Förderung,  und  insofern  glaubte  ich
das  vorliegende  Buch  mit  Recht  als  einen  Beitrag  zur  Geschichte
der  Hohenstaufen  bezeichnen  zu  dürfen.  Andererseits  aber  liegen
eben  in  dem  genauen  Zusammenhange  dieser  einen  Persönlichkeit
und  ihrer  Schicksale  mit  den  großen  Ereignissen  der  ganzen  Zeit
für  die  Darstellung  nicht  geringe  Schwierigkeiten,  welche  nur  zum
kleinsten  Theile  Uberwunden  zu  haben  ich  mir  sehr  wohl  bewußt  bin.
Bei  dem  lebhaften  Interesse  aber,  das  gerade  jetzt  der  Geschichte
des  Mittelalters  von  Neuem  entgegengebracht  wird,  darf  ich  vielleicht
  auch  für  diesen  ersten  Versuch  einer  größern  historischen  Darstellung
  eine  nachsichtige  Aufnahme  hoffen.  Mäöge  derselbe  jetzt  in
der  Oeffentlichkeit  eine  ebenso  freundliche  Theilnahme  finden,  wie  sie
mir  während  der  Arbeit  selbst  geworden  ist  und  wie  sie  sich  namentlich
  durch  freundliche  Unterstützung  von  verschiedenen  Seiten  her
geäußert  hat.