26  1.  Buch.  1.  Kapitel.

Gegentheil  das  Signal  zum  Ausbruch  des  allgemeinen  Kampfs.
Zuerst,  gleich  wenige  Tage  nach  dem  Ableben  des  Haupts  der  Welfen,
  flammte  er  in  Sachsen  empor.

20.  Oct.  Am  20.  October  war  Heinrich  der  Stolze  gestorben.  Unmittelbar
  darauf  machte  sein  Gegner,  Albrecht  der  Bär,  der  wohl  mit
in  Quedlinburg  zugegen  gewesen  war,  den  Versuch,  sich  des  ihm
schon  so  lange  zugesprochenen,  aber  noch  immer  nicht  in  seine  Gewalt
  gekommenen  Herzogthums  Sachsen  zu  bemächtigen.  Jetzt,  nach
dem  Tode  seines  Gegners,  hoffte  er  mit  offenen  Armen  aufgenommen
zu  werden.  Sofort  eilte  er  daher  nach  Bremen,  wo  am  Feste

1.  Nov.  Allerheiligen,  dem  1.  November,  ein  großer  Jahrmarkt  stattfand,
um  gerade  in  diesen  Tagen  dort  einen  Landtag  zu  halten  und  so
seine  herzoglichen  Rechte  durch  ihre  thatsächliche  Ausübung  zur  Anerkennung
  zu  bringen.  In  der  Erwartung  aber,  von  seiner  Stellung
nunmehr  ungehindert  Besitz  ergreifen  zu  können,  sah  er  sich  schwer
getäuscht,  und  fast  wäre  ihm  das  so  zuversichtlich  begonnene  Unternehmen
  ganz  verderblich  geworden.  Noch  hingen  die  sächsischen
Großen  in  unerschütterter  Treue  an  den  Welfen,  nicht  Albrecht,
sondern  allein  den  jungen  Heinrich  erkannten  sie  als  ihren  Herzog
an.  Der  Markgraf  wurde  daher  als  Feind  ausgenommen,  umringt
und  im  höchsten  Grade  bedroht:  nur  das  rechtzeitige  Erscheinen
einiger  seiner  Anhänger  entriß  ihn  der  Gefahr,  und  es  gelang  ihm
noch,  durch  schleunige  Flucht  einem  schlimmen  Schicksal  zu  entgehn.)

Nach  diesem  ersten  glücklichen  Erfolge  gingen  nun  die  Sachsen
ihrerseits  zum  Angriff  über.  Pfalzgraf  Wilhelm  von  Sachfen  bemächtigte
  sich  nach  einer  Berennung  von  nur  sieben  Tagen  der  Burg
Gröningen  an  der  Bode).  Erzbischof  Conrad  von  Magdeburg  drang

1140.  in  die  Mark  ein,  bis  gegen  Brandenburg  und  Wittenberg  hin,  nahm
und  zerstörte  dort  idie  Burg  Belzig,  einst  die  Feste  eines  der  Anhänger
  der  Welfen,  den  Albrecht  deshalb  hatte  hinrichten  lassen?.

Vergeblich  suchte  Conrad  III.  dem  Kampfe  Einhalt  zu  thun:

¶.  debr.  weber  auf  dem  zu  Anfang  Februar  nach  Worms?  berufenen  Reichs-21.

  apr.tage,  noch  auf  dem  am  21.  April  zu  Frankfurt  gehaltenen  erschie-.h

  Ausführlich  berichtet.  Aus-  Saro  eidiis  eircumventus,  fuga  usus  vix  cum

a.  1139  (M.  77).  Ann.  paucis  suorum  evasit.

Palid.  p  -vd:  —’  estimans,  a  21  Ann.  Palid.  l.  1.

modo  se  liucat  libere  potiturum  cum  3)/  ibid

episcopatum  Bremensem  tempore  glori-  4)  Böbmer  Reg.  2199  und  2200.
abundus  adiret,  quasi  dux  batrie  a  5)  Böhmer  n.  2203.

turbis  suseipiendus,  adversariorum  in-