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auf  Entsatz  keine  Hoffnung  mehr  hatten,  so  öffneten  sie  dem  Kaiser
  die  Thore.)

u14.  Durch  einen  so  glänzenden  Sieg,  der  die  Sache  der  Welfen
in  Süddeutschland  gänzlich  niedergeschlagen  zu  haben  schien,  hoffte
Conrad  III.  seine  Gegner,  namentlich  auch  die  Sachsen,  zur  Nachgiebigkeit
  bestimmt  zu  sehen.  Er  berief  sie  daher  auf  Pfingsten

18.  Mai.  (18.  *G  1141  zu  einem  Reichstage  nach  Würzburg,  um  neue
Friedensunterhandlungen  mit  ihnen  anzuknüpfen.  Die  Niederlage,
die  Welf  in  Baiern  erlitten,  hatte  doch  auf  die  Sachsen  so  viel
Eindruck  gemacht,  daß  viesmal  eine  Anzahl  derselben  dem  Rufe
Conrads  Folge  leistete  und  in  Würzburg  erschien.“)  Aber  noch
trat  der  alte  Haß  in  seiner  ganzen  Schärfe  ungemildert  hervor,
und  da  Conrad,  durch  den  letzten  großen  Sieg  in  seiner  Macht
bedeutend  gestärkt,  eben  nicht  zu  Nachgiebigkeiten  bereit  war,  die
Sachsen  aber  ebenso  keiner  Beeinträchtigung  der  Ansprüche  ihres
jungen  Herzogs  ihre  Zustimmung  geben  wollten,  so  kam  der  gewünschte
  Friede  nicht  zu  Stande:  auch  diesmal  trennte  man  sich
unverrichteter  Sache.)

Der  kleine  Krieg,  die  gegenseitige  Befehdung  dauerte  inzwischen
  ununterbrochen  fort.  Dennoch  kam  man  in  diesem  Jahre
dem  Frieden  einen  wesentlichen  Schritt  näher  und  zwar  durch  den
Tod  der  einander  am  schroffsten  gegenüberstehenden  Gegner.  Eben
damals  starb  die  Kaiserin  Richenza,  und  mit  ihr  verlor  die
Welfische  Partei  ihr  eigentliches  Hanpt.  Sie  hatte  unversöhnlich
  gekämpft,  und  ihr  starker  Sinn,  ihre  männliche  Welterfahrenheit
  war  des  jungen  Heinrichs  beste  Stütze  gewesen.  Sie  hatte
nicht  nachgelassen,  die  sächsischen  Großen  zu  muthigem  Ausharren
anzuspornen,  jeden  der  welfischen  Sache  entschieden  ungünstigen
Vergleich  hatte  sie  ausgeschlagen.  Es  war  daher  für  den  jungen

10.  Jm.  Heinrich  ein  schwerer  Verlust,  als  sie  am  10.  Juni  1141  starb:)  zu
Lutter  neben  ihrem  Gemahle  und  ihrem  Schwiegersohne  wurde  sie

11  Die  Helegeellen  bierzu,  so  wie  al#nt-  Ugl.  Böhmer,  n.  2212
13

Über  die  sich  an  die  Einnahme  von  u.  2
zer  anbullpfenbe,  Sage  siehe  Erx-  3)  Ann.  Palid.  p.  Ad  curiam
curs  I.  regis  in  pentecoste  *  habitam

  Saxonum  prineipes  ea  ratione
2)  Ann.  Colon.  max.  a.  1141  venerunt,  ut  si  qua  eos  a  rege  pla-(p.
  7691:  ibi  celobris  conventus  prin-  cida  contingerct  allici  sententia,  ipsius
cipum  fit  pro  pace  ac  concordia  in  gratie  se  contraderent;  quod  quidem
regno  componenda.  Ann.  Si  Disi-  tune  r  est,  odio  veteri  addodi
  (Mon.  8S8.  XVII,  56:  obi  hue  perman
nonnulli  iprincipes  Saronum  4)  Ann.  Nadene.  p.  324.