2.  bebr.  keiten  darzuthun.

18.  Apr.
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Freundschaft  durch  den  herzlichsten  Empfang  und  glänzende  Festlich-Nachdem
  er  dann  das  Fest  Mariä  Reinigung
zu  Quedlinburg  verbracht,  verließ  er  das  nunmehr,  wie  es  schien,
gänzlich  beruhigte  Land.))

Um  dieselbe  Zeit  schickte  sich  auch  Herzogin  Gertrud  an,  das
Land  zu  verlassen  und  ihrem  neuen  Gemahl  nach  Baiern  zu  folgen.
Ihr  Sohn  war  jetzt  über  vierzehn  Jahr  alt,  der  Zeitpunkt,  wo  er
mündig  wurde,  daher  nicht  mehr  allzu  entfernt:  bis  dahin  überließ
sie  ihn  der  Vormunpschaft  und  sorgsamen  Obhut  der  sächsischen  Großen.
  Dann  verließ  sie  Sachsen.  Doch  war  es  ihr  nicht  vergönnt,
sich  des  neuen  Besitzes  lange  zu  erfreuen:  kaum  hatte  sie  das  Herzogthum
  ihres  Gemahls  betreten,  als  sie,  wie  es  scheint  noch  auf
der  Reise  selbst,  am  18.  April  1143  zu  Kloster-Neuburg  an  der
Donau  im  Wochenbett  starb.  Ihre  Leiche  wurde  in  ihre  eigentliche
Heimath,  nach  Sachsen,  zurückgeführt:  bei  ihren  Aeltern  und  an
der  Seite  ihres  ersten  Gemahls,  Heinrichs  des  Stolzen,  wurde  sie
zu  Lutter  begraben.)

So  löste  der  Tod  unerwartet  schnell  das  Band,  durch  welches
Conrad  III.  die  Welfen  auf  das  Engste  mit  seinem  Hanse  vereinigt
und  den  Frieden  des  Reichs  auf  lange  Jahre  hinaus  gesichert  zu
haben  glaubte.  Ueberhaupt  hatte  Conrad  wohl  die  Bedeutung  und
Tragweite  der  von  ihm  gestifteten  Ehe  überschätzt.  Namentlich  der
trotzige  Sinn  Herzog  Welfs  VI.  war  keineswegs  gebeugt,  vielmehr
war  derselbe  noch  immer  weit  davon  entfernt,  sich  mit  einer  solchen
Lösung  der  Streitfrage,  wie  sie  zu  Frankfurt  getroffen  war,  einverstanden
  zu  erklären.  Er  blieb  bei  seiner  früheren  Behauptung,  daß,
selbst  wenn  die  Verzichtleistung  des  jungen  Heinrich  auf  Baiern  als
rechtsgültig  anerkannt  würde,  das  Herzogthum  darum  noch  nicht
für  die  Welfen  überhaupt  verloren  sei,  sondern  niemand  anders  als

1.  Buch.  3.  Kapitel.

1)  Ann.  Palid.  p.  S1:  Post  Kal.
Jan.  regi  Goslariam  adrenionti

biernach  kurz  hintereinander  zweimal
Bgl.  noch
Principes  occurrerunt;  ubi  eum  de

dort  gewesen  sein  müßte.
hbron.  Luneburg.  p.  1378:  Darna

regui  negociis  disposuisset,  inde  digrediens
  Hildensheim  venit  .  .  ..  Post

ee  rex  Bruneswiehb  divertens,  ab
ineolis  gloriose  euscipitur  atque  munifloontis
  ducisse  Gertrudis  honoratur.
urificationem  Sancte
uidilingeburch  sollemnitor
  egit.  Die  Ann.  Colon.  mar.
p.  760  lassen  Conrad  am  21.  Februar
iterum  nach  Sachsen  gehen,  so  daß  er

quam  de  koning  oc  to  Bruneswic,  da
ward  he  herrlike  untfangen  van  der
hertogine  Gertrud.

2)  Ann.  Palid.  1.  c.  Certrudis
ducissa  Bawariam  tendens,  partu  periclitata
  moritur.  Ort  und  Datum  giebt
das  Neerolog.  Claustro-Neoburg.  ap.
Pez.  88.  rer.  Austr.  I.  493.  Vgl.
Necrol.  lunedurg.  —  Ann.  Colon.
mar.  p.  7