70  1.  Buch.  5.  Kapitel.

Friede  damit  noch  nicht  wiederhergestellt.  Ein  vornehmer  Dithmarsche
  nämlich,  Etheler  mit  Namen,  der,  wie  es  scheint,  als  einer  der
Hauptschuldigen  vom  Herzog  Heinrich  bei  seiner  letzten  Anwesenheit
des  Landes  verwiesen  worden  war'),  hatte  sich  zu  den  Dänen  geflüchtet
  und  setzte  von  dort  aus  seine  Feindseligkeiten  namentlich  gegen
den  Grafen  Adolf  fort.  Er  hatte  den  Svend  zu  dem  Einfall  in
Wagrien  aufgereizt  und  wurde,  bei  vieser  Gelegenheit  nach  Holstein
zurückgekehrt,  von  ihm  nun  durch  Geldspenden  zu  energischer  Thätigkeit
  aufgestachelt.  Auch  als  Svend  das  Land  bereits  verlassen
hatte,  blieb  Etheler  zurück  und  setzte  seine  Agitation  gegen  den  Grafen
  Adolf  fort.  Sein  Streben  ging  dahin,  denselben  ganz  aus  dem
Lande  zu  verjagen  und  hier  die  dänische  Herrschaft  zur  Geltung  zu
bringen.))  Auch  war  es  von  großem  Erfolge  begleitet:  er  zog  im
Lande  umher  und  ließ  sich  förmlich  huldigen;  wer  sich  ihm  anschloß
bekam  ein  Gewand,  Schild  und  Pferd  zum  Geschenk.  Solche  Gaben
  waren  für  viele  lockend,  und  von  Tag  zu  Tage  wuchs  daher  die
Zahl  der  mit  dem  bisherigen  Zustande  unzufriedenen:  )  Graf  Avdolf
sah  seine  Stellung  von  allen  Seiten  gefährdet,  ja  selbst  sein  Leben
bedroht,  so  daß  ihm  schließlich  nichts  übrig  blieb,  als  das  Land  zu
verlassen  und  zu  Herzog  Heinrich  zu  gehen,  um  von  ihm  Schutz
und  Hülfe  gegen  den  Eindringling  zu  erbitten.)  Er  fand  dort  die
günstigste  Aufnahme  und  sein  Wunsch  wurde  sofort  erfüllt.  Heinrich
  gebot  den  Holsteinern,  daß  alle  diejenigen,  welche  sich  durch
Annahme  jener  Geschenke  dem  Etheler  angeschlossen  hatten,  die  Verbindung
  mit  ihm  sofort  lösen  oder  das  Land  verlassen  sollten.  Diesem
  Gebote  wurde  ohne  Weiteres  Folge  geleistet:  die  meisten  Gegner

  des  Grafen  söhnten  sich  mit
verließen  das  Land,  so  daß  von

ihm  aus,  nur  die  hartnäckigsten
nun  an  das  Berhältniß  Adolfs

zu  den  ihm  Untergebenen  in  keiner  Weise  mehr  getrübt  wurde.)  Der

mata  transivrit  in  Wagirensem  terram
et  suocendit  Aldenburg  et  demolitus
est  omnom  terram  maritimam  et  digrediens
  inde  succendit  suburbium
Sigeberg.  et  quaecunque  in  circuitu
eins  erunt,  vorax  absumpsit  famma.

1)  ibid.  Huius  autem  mali  fuit
autor  Ethelerus  quidem,  de  Thietmarschia
  natus,  qui  divitiis  Danorum
aublevatus  .  ..  ..  Baxo  Gr.  p.  400:
ab  exule  quodam  Ethlero.

2)  Helm.  1,  67.:  factusque  duetor
regie  volebal  comitem  pronvincia  pellere
terramque  eius  addere  regno  Danorum.

3)  ib.  Quicumque  voluisset  feeri
homo  Etbelcri,  veniebat  ut  acciperot
in  munere  brrrum,  olipeum  vel  equum:
atque  donis  huiusmodi  corrupta  replen
  *  terra  seditiosis.

b.  Quod  faotum  eum  innotuisget
  ½  transiit  ad  ducem,  ut  protegeretur
  ab  eo.  Nec  enim  in  Holsatia
tuto  consistere  poterat  co,  ducd  increvissent
  homines  Etholeri,  qui  insidiabantur
  vitae  eins

5)  ib.  Prnaecepit  ergo  dux  omni
populo  Holsatorum  et  Sturmariorum,
ut,  sicuti  reperti  fuissent  homines