Friedrichs  1I.  Rämerzug.  121
noch  in  der  Peterskirche  zurückgebliebene  wurden  getödtet.  Dann
wandte  sich  ein  Theil  der  zornigen  Menge  gegen  den  Palast  des
Papstes,  der  Hauptstrom  aber  ergoß  sich  nach  den  Mauern  und
gegen  das  Lager  des  deutschen  Heeres.  Herzog  Heinrich  von  Sachsen
  und  seine  tapfern  Krieger  waren  die  ersten,  auf  welche  die  Römer
  stießen.  Trotz  der  Ueberraschung  aber  setzten  sich  diese  unter
Leitung  ihres  kriegskundigen  Herzogs  muthig  zur  Wehr.  Zwar
schwankte  der  Erfolg  lange  hin  und  her  und  mehr  als  einmal  mußten
  die  Deutschen,  wenn  sie  schon  bis  an  die  Mauern  vorgedrungen
waren,  sich  wieder  auf  ihr  Lager  zurückziehen.  Als  dann  aber  Friedrich
  selbst  mit  neuen  Schaaren  herbeieilte,  auch  dem  hart  bedrängten
Papste  Hülfe  sandte,  da  wandte  sich  das  Glück:  Heinrich  warf  die
Angreifer  zurück  und  während  noch  um  die  Burg  des  Crescentius,
die  Tiberbrücke  und  die  Fischteiche  des  Janiculum  der  Kampf  in
wildem  Tosen  fluthete,  drang  er  siegreich  durch  die  zertrümmerten
Mauern  in  die  Stadt  selbst  und  erschien  zum  Schrecken  der  Römer,
begrüßt  von  dem  Jubelrufe  der  hart  ringenden  Deutschen,  plötzlich
im  Rücken  der  Aufrührer,  die  so  in  die  Mitte  genommen  eine  völlige
  Nieverlage  erlitten.  Gefallen  oder  in  der  Tiber  ertrunken  waren
an  tausend;  zweihundert  fielen  in  die  Hände  der  Sieger,  die  ihrerseits
  nur  einen  Gefangenen  und  einen  Todten  verloren  haben  wollen.
  Mit  Recht  aber  wurde  der  Herzog  von  Sachsen  als  derjenige
gefeiert,  welcher  durch  seinen  unerschütterten  Widerstand  und  dann
durch  seinen  raschen  und  kühnen  Angriff  die  große  Gefahr  abgewandt
hatte,  die  nicht  bloß  den  Papst  und  seinen  Klerus,  sondern  auch  den
Kaiser  und  das  ganze  Heer  bedroht  hatte.  Kaiser  und  Papst  erwiesen
  ihm  durch  Ehrenbezeugungen  und  glänzende  Geschenke  ihren
Dank:  im  Heere  aber  wurde  Heinrichs  Name  nun  zu  dem  gefeiertsten,
  und  weithin  schalte  das  Lob  seiner  Tapferkeit  in  aller  Munde.)

nomen  ducis  super  omnes,  qui  erant

80,  der  von  dem  Kampfe  sagt:  Inter
prandendum  Lateranenses  facte  eruptione
  transgressi  sunt  Tiberim  et  primum
  quidem  castra  ducis,  dune  muris
erant  contigua,  turbaverunt  voci  feransque
  exercitus  de  castris  proruit  ad
obsistendum.  Et  factum  est  bellum
potens  in  illa  die.  Illic  dux  noster
fortiter  dimicavit  in  capite.  Romani
victi  passi  sunt  ruinami  magnam.  Post
factam  victoriam  magnificatum  est

in  exereitu.  Noch  usflörlicher  ne
richten  dic  Ann.  Palid  89

que  singulis  ad  propria  —s
imperator  comitesque  sui  fessi  quietem
sperabant  et  ipse  quidem  eminus  tabernacula
  flzerat:  cum  ecce,  legio  Romanorum
  ducem  Heinricum  bello  preeeps
  adgreditur,  qdue  mox  contraria
spe  mortem,  quam  inteutat,  ipsa  miseranda

  nimis  assequitur.  Advena  denique

  miles  correptis  pro  necessitate
armis,  minus  parcendum  manibus  estimet,
  et  quia  sibi  pro  anime  res  est,  viri-1155.

