55.

19.  Juni.

20.  Jun.

126  1.  Buch.  8.  Kapitel.
erreichte  er  das  kaiserliche  Heer  und  seinen  herzoglichen  Gönner.
  Mit  ihm  begab  er  sich  nach  Rom.)  Bei  den  der  Kaiserkrsnung
  vorangehenden  Unterhandlungen  zwischen  Friedrich  I.  und  dem
Papste,  an  denen  Herzog  Heinrich  als  beiden  nahe  stehend  und  namentlich
  beim  Papste  wegen  seiner  früher  geleisteten  Dienste  und  mehrfacher
  glücklicher  Vermittelungen  viel  geltend,  erfolgreich  theilnahm)),
  hatte  derselbe  an  Hadrian  IV.  denn  auch  die  Bitte  gestellt,
Gerold  selbst  zum  Bischofe  zu  weihen.  Doch  hatte  er  die  Erfüllung
dieses  Wunsches  noch  nicht  erlangt.?)  Jetzt  aber,  wo  er  durch  Niederwerfung
  des  plötzlichen,  so  gefährlichen  Aufstandes  der  Römer
auch  dem  Papste  einen  außerordentlichen  Dienst  geleistet  hatte,  stand
dieser  nun  auch  nicht  mehr  an,  ihm  als  Zeichen  seiner  aufrichtigen
Dankbarkeit  das  Erbetene  freiwillig  zuzugestehen.  Schon  am  nächsten
Morgen  (19.  Juni)  vollzog  der  Papst  selbst  an  Gerold  die  bischsfliche
  Weihe.')  Nachdem  er  so  sein  Ziel  erreicht,  kehrte  Gerold  nach
Deutschland  zurück:  doch  waren  damit  noch  lange  nicht  alle  Hindernisse
  beseitigt,  und  in  seinem  Sprengel  angelangt  hatte  er  erst  recht
durch  die  mächtige  Feindschaft  des  Erzbischofs  von  Bremen  zu  leiden.)


Herzog  Heinrich  von  Sachsen  dagegen  blieb  bei  dem  Heere  des
Kaisers  —  wenigstens  müssen  wir  dies,  da  uns  nichts  vom  Gegentheil
  gemeldet  wird,  annehmen.  Mit  diesem  verließ  er,  weil  die
Verpflegung  schwierig  wurde,  schon  am  20.  Juni  die  Gegend  um

I)  ibi  d.  Quo  mandatis  parente  in

unter  den  Beilagen  mitgetheilt  ist.  —
exeundo  Suevia  incursatus  est  a  latro-  3)  Helm.  I.  80.  Eo  tempore  acnibus

  amissoque  viatico  gladio  graviter
  in  frontem  vulneratus  est.
Nec  his  praepeditus  vir  gestuantis
animi  profectus  est  itinere  ccepto,
Perveniensque  Terdenam,  ubi  erant
cast#a  regis,  benigne  ausceptus  est  a
duce  et  amicis  eins.  .  Inde  profieiscente
  exereitu  feeit  2  episeopum
nostrum  comitari  secum  in  ltaliam,
ut  oflerret  eum  domino  papae.

2)  Ann.  Palid.  p.  88:  Ubi  (i.  e.
Romae)  consilio  satis  provido  civium
Precavrens  seditionem,  Heinrico
duce  Sazonum  fideliter  adnitente
  —  augustalem  suscepit  benedietionem.
  Von  den  schon  Püüter  bestchenden
  freundschaftlichen  Belehungen.

zwischen  Heinrich  von  Sachsen  und
geen  giebt  auch  des  letzteren  Urk.

r  den  Äbt  von  Lutter  Kunde,  die

cessit  dux  noster  ad  dominum  papam
rogans  eum  pro  consecratione  Aldenburgensis
  eleeti:  qui  cum  mocdestia.
recusavit  dicens,  libenter  8e  facere
Postulata,  si  Dosset  fieri  sine  iniuria
metropoliteni.  Nam  dominus  Hammenburgeneis
  Papam  litteris  praevenerat,
  rogans  eum  abstinere  huie  consecrationi,
  duse  sibi  verecunda  foret.

4)  ibid.  Volens  ergo  dominus
Dapa  honorare  cum  (ducem)  transmisit
ei  munera  praecepitque  nuncio,  dicens:
Dic  ei,  quia  crastina  die,  si  Dominus  voluerit,
  electum  eius  conseecrnbo.
laetatus  est  dux  de  promissione.  Mane
ergo  facto  fecit  dominus  papa  publicam
  solennitatem  et  consecravit  nobis
epscopum  cum  ma  gna  gloria.

5)  Helm.  I,  82.