128  1.  Buch.  8.  Kapitel.

uss.  eilten,  zog  Friedrich  I.  selbst  mit  den  bei  ihm  ausharrenden,  darunter
  Herzog  Heinrich  und  Otto  von  Wittelsbach,  die  Küste  entlang
nach  Fano  und  Imola,  überschritt  bei  Bologna  den  Reno,  dann  den
Sepienb.  bo  und  kam  so  Anfang  September  in  das  Gebiet  von  Verona.)
  Auf  Grund  eines  ihnen  von  früheren  Kaisern  gewährten
Privilegs  verweigerten  die  Veroneser  dem  deutschen  Heere  den  Durchzug
  durch  ihre  Stadt  und  Friedrich  mußte  sich  dazu  verstehen,
die  Etsch  unterhalb  derselben  zu  überschreiten.  Die  Lombarden  aber
beabsichtigten,  die  Brücke,  auf  der  dies  geschehen  mußte,  indem  sie
gewaltige  Flöße  den  Fluß  hinabtreiben  ließen,  während  des  Ueberganges
  selbst  zu  srrengen  und  so  dem  Kaiser  und  seinem  Heer  einen
sichern  Untergang  zu  bereiten.  Doch  mislang  dies  heimtückische  Unternehmen.)
  Auch  ein  zweiter  Versuch  der  Veroneser,  den  Kaiser
mit  seinem  Heere  beim  Durchziehen  des  eng  von  Felsen  eingeschlossenen
  Etschthals  zu  vernichten  hatte  keinen  Erfolg,  indem  Herzog
Heinrich  und  Otto  von  Wittelsbach  mit  zweihundert  edlen  Jünglingen
  die  den  Weitermarsch  hindernde  und  von  den  Vertheidigern  für
uneinnehmbar  gehaltene  Bergfestung,  auf  gefährlichen,  kaum  von
Menschenfüßen  betretbaren  Felsklippen  erkletterten  und  zur  Uebergabe
zwangen.,)  Die  Besatzung  der  Burg  wurde  mit  dem  Tode  am
Galgen  bestraft,  und  dann  setzte  Friedrich  I.  seinen  Marsch  ungehindert
  fort.)  Ueber  Trient  und  Botzen  gelangte  er  nach  Brixen.
Hier  wurde  das  Heer  entlassen  und  während  nun  jeder  der  Fürsten
in  sein  Gebiet  eilte,  setzte  der  Kaiser  seinen  Weg  nach  Baiern  fort,
wo  er  nach  gerade  einjähriger  Abwesenheit  im  October  wieder
anlangte.)

1)  Otto  Fris.  l.  e  4)  Otto  Fris.  1.  c.  Helm.  l.  c.  Bgl.
2)  Otto  Fris.  II,  25.  Uelmold  l.81.  Böbmer  Reg.  u.  2350  apud  *e
3)  Bgl.  Ann.  zinsrimi  mai.  Tridentinam.

Mon.  SS.  XVII.  314.  5)  ib.  c.  26.