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152  2.  Buch.  1.  Kapitel.

neue  Stütze.  Es  war  demselben  gelungen,  den  jungen,  im  Lande
hoch  angesehenen  Waldemar  auf  seine  Seite  zu  ziehen:  mit  ihm
verbündet  überfiel  er  1154  Svend  in  Seeland.  Von  allen  verlassen,
konnte  dieser  nicht  an  Widerstand  denken.  Doch  entkam  er  glücklich
mit  seiner  Familie  nach  Oldenburg,  wo  er  bei  dem  Grafen  Abolf
von  Schauenburg  freundliche  Aufnahme  fand.')  Von  ihm  geschützt
und  geleitet  begab  er  sich  dann  zu  seinem  Schwiegervater,  dem  hoch
angesehenen  Markgrafen  Conrad  von  Wettin.  Bei  ihm  verbrachte
er  zwei  Jahre  in  der  Verbannung.)  Als  dann  aber  im  Jahre  1156
sein  Schwiegervater  sich  von  dem  Treiben  der  Welt  in  das  von  ihm
gegründete  und  reich  ausgestattete  Kloster  Lauterberg  bei  Halle  zurückzog
  und  Svend  damit  die  Aussicht  auf  Unterstützung  von  dieser
Seite  verlor,  da  ging  er  wieder  nach  dem  nördlichen  Sachsen,  um
dort  neue  Hülfsmittel  zur  Wiedergewinnung  der  so  schnell  verlorenen
Krone  zu  suchen.  Auch  fand  er  die  Mehrzahl  der  sächsischen  Fürsten
seinem  Gesuche  geneigt:  sie  waren  bereit,  ihn  mit  den  Waffen  in  der
Hand  in  sein  Land  zurückzuführen.

Als  daher  Herzog  Heinrich  nach  Beendigung  des  Regensburger
Reichstages  im  Glanze  neuer  Machtfülle  nach  Sachsen  zurückkehrte,
wurde  auch  er  von  den  Fürsten  um  Unterstützung  des  Svend  ange-Fangen,

  der  ihm  seinerseits  für  seinen  Beistand  große  Geldsummen

bot.)  Der  Herzog  war  schnell  entschlossen:  noch  in  demselben  Winter
  brach  ein  stattliches  sächsisches  Heer,  dabei  viele  sächsische  Fürsten,
so  namentlich  Erzbischof  Hartwig  von  Bremen,  unter  Heinrichs
Führung  nach  Norden  auf.  Das  Dannewerk  fiel  durch  Verrath
und  Bestechung  in  ihre  Hände;  sie  nahmen  die  Stadt  Schleswig,
wo  sich  Heinrich  durch  Erhebung  großer  Contributionen  für  die
Kosten  des  Zuges  schadlos  hielt  ),  während  Svend  die  zahlreich  im

1)  Helmold.  I.  84:  llle  ergo  redeuntem  adierunt  principes  Sazoniae

Propter  erudelitatem  suam  desertus
ab  omnibus,  quia  non  habuit  vires
gfisei.  eum  uxore  et  familia  sua
confugit  ad  mare  et  transfretavit  in
Aldenburg.  —  —  Cupienti  ergo  ire
er  terram  suam  multem  exhibuit
comes  humanitatem.  —  —

divertit  in  Saxoniam

nem  de  Within,  et  mansit  illio  annis
fore  duobus.  Sazo  Gr.  p.  712:  At
Sueno  continuato  apud  socerum  ezilio
trionnium  emensus  —  —

3)  Helm.  I.  c.  —  Ducem  curia

interbellantes,  ut  fleret  Svein  auzilio
et  reduceret  eum  in  regnum  snum.
Promisitque  Svein  duci  pecuniam  immensam.
  —  Saxo  Gr.  I.  c.  Sauonam
eatrapae  Henrico  datis  vadibus  pecuniam
  pollicetur  ingentem,  si  regnum
per  eum  restitui  posset.

4)  Helm.  I.  c.  Collecta  ergo  maxima
  militia  dux  noster  hiemali  tempore
  reduxit  Srein  in  Daniam  et
statim  apertac  sunt  ei  eivitates  Sleswich
  et  Ripa.  —  Salo  Gr.  1.  c.  Pactus
  praemium  dux  cum  ad  aggerem,
quem  Danorum  structuram  appellant,