Heinrichs  Theilnahme  an  den  dänischen  u.  poln.  Angelegenheiten.  153

Hafen  liegenden  russischen  Schiffe  wegnahm  und  dadurch  dem  bisher  1158.
blühenden  Handel  der  Stadt  eine  schwere  Niederlage  beibrachte;
weiter  nordwärts  ziehend  nahmen  sie  auch  Ripen.  Trotz  dieses
schnellen  Vorrückens  aber  und  der  scheinbaren  Erfolge  stand  es  bald
schlecht  um  das  sächsische  Heer.  Von  den  glänzenden  Aussichten,
welche  Svend  vor  Antritt  das  Zuges  eröffnet  hatte,  verwirklichte  sich
nun  gar  nichts:  während  er  sich  gerühmt  hatte,  überall  werde  man
ihn  mit  offenen  Armen  aufnehmen,  zeigte  sich  das  Gegentheil,  war
die  Stimmung  der  Dänen  ihm  entschieden  feindlich.  )  Dazu  kamen,
wie  es  scheint,  verrätherische,  dem  Heere  Verderben  drohenve  geheime
Verbindungen,  welche  die  im  Heere  befindlichen  Slaven  mit  Knud
unterhielten..)  Da  es  offenbar  der  Plan  desselben  war,  die  Feinde
tief  ins  Innere  des  Landes  zu  locken,  dann  plötzlich  mit  der  inzwischen
  gesammelten  Uebermacht  über  sie  herzufallen  und  sie  zu  erdrücken?),
  so  beschloß  man,  um  der  drohenden  Gefahr  zu  entgehen,
die  Unternehmung  fallen  zu  lassen  und  nach  Sachsen  zurückzukehren,
aus  den  eroberten  Städten  Geiseln  mit  sich  wegführend.  Dieser
Rückzug  wurde,  wie  es  scheint,  mit  etwas  übereilter  Hast  ausgeführt.)


Trotz  des  Scheiterns  dieses  mit  so  bedeutender  Macht  unternommenen
  Zuges  zur  Wiedereroberung  seines  Reiches  stand  Svend
noch  nicht  von  seinem  Plane  ab.  Auch  Herzog  Heinrich,  der  aus
der  Fortsetzung  des  dänischen  Bürgerkrieges  einen  ebenso  wesentlichen
Vortheil  zog,  wie  wenn  ein  durch  seine  Macht  erhobener  und  daher
unter  seinem  Einfluß  stehender  Fürst  in  dem  Nachbarreich  regierte,
setzte  die  Unterstützung  desselben  fort.  Er  befahl  dem  Niclot  und
seinen  Slaven,  dem  Svend  zur  Wiedereroberung  Dänemarks  nach

bus  duarum  civitatum  ericrunt  Dania.
—  Ann.  Ryens.  (Mon.  88.  XVI,
p.  402):  Rediens  de  Saxonia  Sueno

summis  viribus  pervenisset,  traneitu
per  eum,  qui  portac  praeorat,  peennia
oorreptum  obtento,  obsidione  censum

a  Slesvicensibus  extudit.

1)  Kelmn,  I.  c.  Non  tamen  ultro

terant  in  negotio.  Nam

Svein  Fonkken  fuerat  suepiseime  apudducem,
  quie  venientem  se  cum  exoreitu
  Dani  ultro  ossent  exoepturi.
Quod  iuxta  sontentiam  eius  minime
cessit.  Nullus  enim  in  tota  Danorum
terrs  suit  qui  reciperet  eum  aut  ooeurreret
  i

2)  -m  **  P.  rim

3)  Saxo  Gr.  p.

4)  Helm.  Lo.  Snns  ergo  obeidioum

  duce  Honrico  venit  Simerstacth
(Sommerstädt  iu  Ost-Jütland),  sed
fuga  arropta  dux  oum  rege  iter  1
dierum  veniendo  sub  compondio  duorum
  #  fugiendo  compleverunt.
—  Bal.  Sazo  Gr.  15:  —  cupidus
  reversionis  exereitus  occasionem
a  tempore  mutuatue  est.  —.—  —  ltor
enim,  quod  semestri  spatio  venientes
confecerant,  triduo  remensi  sunt.  —

l.  Dahlmann,  D.  E.  I.  p.  268  u.
Hist.  Knutid.  p.  328