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auch  nach  außen  hin  die  Stellung  zu  erringen,  die  es  früher  eingenommen
  hatte.  Da  diese  Kräftigung  sich  aber  nur  allmählich  vollziehen
  konnte,  so  war  Dänemark  auch  noch  nicht  sofort  im  Stande,
ganz  auf  eigenen  Füßen  zu  stehen.  Namentlich  waren  es  die  verwüstenden
  Einfälle  der  seekundigen  Slaven,  welche  das  tief  erschöpfte
Land  keinen  Augenblick  zur  Ruhe  kommen  ließen:  und  doch  war
dasselbe  nicht  im  Stande,  sich  ihrer  mit  Nachdruck  zu  erwehren.
Gerade  dieser  Kampf  gegen  die  slavischen  Seeräuber  war  es,  der
den  Waldemar,  so  sehr  er  auch  nach  Emancipation  seines  Reichs
von  jedem  fremden  Einfluß  trachtete,  für  jetzt  noch  nöthigte,  sich  eng
an  seinen  Nachbar,  den  mächtigen  Sachsenherzog,  anzuschließen  und
sich,  wenn  auch  nicht  in  so  ehrlosen  Formen  wie  früher  Svend,  so
doch  immerhin  unter  seinen  Schutz  zu  stellen.  So  geschah  es  denn,
daß  sich  des  Waldemar  Verhältniß  zu  seinem  nächsten  Grenznachbar,
dem  Grafen  Adolf  von  Schauenburg,  bald  zu  einem  sehr  nahen  entwickelte,
  und  daß  beide  gemeinsam  den  für  sie  gleich  wichtigen  Kampf
gegen  die  räuberischen  Slaven  betrieben.)

Gerade  in  dieser  Zeit  nahm  das  Werk,  das  sich  Graf  Adolf
zu  seiner  besondern  Aufgabe  gemacht  hatte,  die  Bekehrung  und  Gewinnung
  der  Slaven  für  deutsche  Cultur,  einen  sehr  glücklichen  Fortgang.
  Als  Gerold  nach  des  Vicelin  Tode  im  Jahre  1155  zum
Bischof  von  Oldenburg  erhoben  und  nach  Beendigung  des  Streites
mit  dem  Erzbischof  von  Bremen  auch  glücklich  in  den  ungestörten
Besitz  seiner  Würde  gekommen  war,  hatten  sich  ihm  unerwartete
neue  Hindernisse  in  den  Weg  gestellt,  indem  er  weder  bei  dem  Herzog
  noch  bei  Graf  Adolf  die  zur  erfolgreichen  Ausübung  seines  hohen
Berufes  nöthige  Unterstützung  fand.  Nach  einer  kurzen  Reise  durch
seinen  Sprengel  hatte  ihn  wirklich  drückender  Mangel  genöthigt,  am
Hofe  des  Herzogs  eine  Zuflucht  zu  suchen.  Ein  Jahr  hatte  er  dort
unthätig  zubringen  müssen.“)  Endlich  trat  er  mit  erneuten  Bitten
um  nachdrückliche  Unterstützung  hervor.  Auf  des  Herzogs  Andringen
entschloß  sich  der  Graf  von  Schauenburg  denn  auch,  dieselbe  zu  gewähren.
  Dreihundert  Hufen  Landes  wurden  zum  Unterhalt  des
Bisthums  bestimmt:  Gerold  erhielt  Eutin  und  Gamale  nebst  den
zugehörigen  Ländereien.  Bosau  wurde  durch  zwei  Dörfer,  Hutzfeld

1)  Hoelm.  I,  84:  Et  composuit  2)  Helm.  I,  83;:  Dixzitque  ad  duamicitias
  eum  comite  Adolfo  et  hono-  cem:  Eece,  jam  toto  anno  in  euris
ravit  eum,  secundum  quod  reges  fece-  vestra  sum  et  sic  vobie  oneri.
runt,  qui  ante  oum  fuerunt.