9.  Juli.

20  Jul.

176  2.  Buch.  2.  Kapitel.

Woche  später  schloß  sich  Friedrich  ihnen  mit  seinem  allmählich  zahlreicher
  werdenden  Heere  an.  Durch  kühne  Streifzüge  die  Mailänder
beschäftigend  und  am  Entsatze  der  Stadt  hindernd,  ließ  er  die  gewaltigsten
  Anstrengungen  machen,  um  Crema  bald  in  seine  Gewalt
zu  bekommen.  Wurfmaschinen,  Sturmböcke  und  Belagerungsthürme
wurden  in  den  mannigfachsten  Formen  und  in  seltenster  Gräöße  erbaut
  und  von  allen  Seiten  gegen  die  Mauern  herangeführt.  Der
Kaiser  selbst  schloß  die  Südseite  der  Stadt  ein,  während  von  Norden
her  die  Cremonenser,  von  Westen  her  Herzog  Conrad  von  Schwaben,
Pfalzgraf  Otto  von  Wittelsbach  und  andere  deutsche  Fürsten  den
Angriff  führten.)  Nicht  lange  nach  Beginn  der  Belagerung,  am
20.  Juli  1159,  erschien  denn  auch  das  von  Heinrich  dem  Löwen
zur  Unterstützung  herbeigeführte  Heer,  in  seinem  Geleite  die  Kaiserin
Beatrix.  Während  sich  diese  am  folgenden  Tage  aus  dem  Lager
und  dem  kriegerischen  Getümmel  in  das  nahe,  dem  Kaiser  treu  ergebene
  Lodi  begab,  vollendete  Herzog  Heinrich  mit  den  Seinen  die
völlige  Einschließung  der  Stadt,  indem  er  die  bisher  noch  unbesetzte
Seite  derselben  im  Osten  einnahm.  In  dem  zwischen  seinem  Lager
und  dem  des  Kaisers  noch  freien  Raum  lagerten  sich  die  Pavienser.)
Bald  danach  erschien  auch  Herzog  Welf  VI.  und  schloß  sich  den
Belagerern  an,  und  zwar  nahm  er  mit  den  Seinen  den  bisher  vom
Kaiser  selbst  innegehabten  Platz  ein.))  Obgleich  so  die  Stadt  von
allen  Seiten  aufs  Engste  eingeschlossen  war  und  die  kunstreichsten
Wurfmaschinen  sie  mit  Steinen,  Brandpfeilen  und  anderen  Wurfgeschossen
  förmlich  überschütteten,  so  war  der  Erfolg  der  Deutschen
doch  kein  so  schneller,  wie  sie  gehofft  haben  mochten.  Die  Cremenser
wußten  sehr  wohl,  was  ihnen  nach  dem  Falle  der  Stadt  bevorstand,
sie  vertheidigten  sich  daher  mit  dem  Muthe  der  Verzweiflung  und
thaten  in  kühnen  Ausfällen  den  Kaiserlichen  oft  schweren  Schaden.
Woche  auf  Woche,  Monat  auf  Monat  verging,  und  noch  standen

1)  Otto  Morena,  Mon.  SS.  erercitu  castra  firmavit.  Pavien-XVIII.
  p.  612.  sos  autem  inter  portam  do  Planengo

2)  otto  Mor.  I.  o.;  In  diebus  et  bortam  Serrii  se  cum  suis  tentoriis
vero  illis  domna  imperatrin  —  —  cum  posuerunt.

suo  exercitu  cet  una  cum  duce
Henrico  de  Sazomfla,  qui  mazimum
  exereitu  secum  dhxernt,  ad  eandem
  obsidionem  Creme  in  die  Lun  e,
quo  fuit  12  (13)  Kal.  Augusti
venerat.  —  —  Prediotus  vero  dux
ad  obsidionom  remanens,  ante  bortam
  de  Flanengo  eum  toto  suo

3)  ibid.  Post  hee  dux  Guelfus
de  Bayguera  cum  suo  exercitu  ad
dictam  obsidionem  Creme  venit.  Imporator
  vero  locum,  in  quo  primo  —
hospitatus  fuerat,  ipai  duci  Guelso
benitus  dereligutt.  —  B0ol.  5
vic.