186  2.  Buch.  3.  Kapitel.

drang  nun  ohne  Widerstand  zu  finden  weiter  nordöstlich  vor  und
traf  schließlich  mit  seinem  Bundesgenossen  Waldemar,  der  von  Pöel
aus  südwärts  gegangen  und  die  Warnow  hinaufgesegelt  war,  in
Rostock  zusammen.  Seine  so  schnell  gemachten  Eroberungen  zu
sichern,  begann  Heinrich  sofort  das  von  Niclot  zerstörte  Schwerin
wiederherzustellen  und  neu  zu  befestigen;  indem  er  die  unter  den
Mauern  der  Burg  erstehende  junge  Pflanzung  mit  Stabdtrecht  bewidmete,
  legte  er  den  Grund  zu  ihrem  schnellen  Aufschwung  und  zu
einem  neuen,  durch  Handel  blühenden  Ort.  Die  Vertheivigung  desselben
  und  damit  die  Hut  über  die  neu  unterworfenen  Obotriten
gab  Heinrich  dem  kriegskundigen  und  in  seiner  Treue  erprobten
Guncelin  von  Hagen,  der  daher  bald  den  Namen  eines  Grafen  von
Schwerin  führt.).  Die  übrigen  eroberten  Distrikte  überwies  er
anderen  Getreuen.  Die  Burg  von  Cussin  erhielt  der  bisherige
Voigt  von  Braunschweig,  Ludolf,  in  Malchow  wurde  Ludolf  von
Peina  eingesetzt,  während  Mecklenburg  Heinrich  von  Scaten  erhielt,
der  die  colonisierende  Thätigkeit  des  Grafen  Adolf  und  des  Herzogs
zum  Vorbild  nehmend  seinen  Bezirk  zahlreich  mit  Flanderern  besetzte.
  )  Auch  an  die  kirchliche  Organisation  des  neu  erworbenen
Landes  legte  Heinrich  sofort  Hand  an.  An  Stelle  des  um  diese
Zeit  gestorbenen  Emmehard  erhob  er  Berno  zum  Bischof  von  Mecklenburg
  und  stattete  die  Kirche  mit  300  Hufen  Landes  aus.  Zugleich
  scheint  er,  da  nach  diesem  glücklichen  Zuge  seine  Unternehmungen
  gegen  die  Slaven  eine  Art  von  Abschluß  erreicht  hatten,
die  Gelegenheit  benutzt  zu  haben,  die  ihm  vom  Kaiser  zugestandene
Stellung  zu  den  slavischen  Bisthümern  zu  befestigen  und  von  Neuem
ausdrücklich  anerkennen  zu  lassen.))  Die  in  dem  neu  unterworfenen

morte  patris  succenderunt  Wurle  et

occultaverunt  se  in  nemoribus.  samilias

  vero  suns  transtulerunt  ad  naves.
1  Helm.  I.  c.  Ueber  die  Bewidung
  en  mit  Stadtrecht  ucnl.

die  weersuchungen  im  Mekl.

n.  71  (p.

nopolitano  praosodit  ecclesine.  —  —
Et  subscripsit  in  dotem  Magnopolitanne
  ecclosiac  trecentos  mansos,  sicut
anten  lecerat  Recesburgensi  et  Aldenburgensi
  eeclesiae.  Auf  eine  förmliche
Erneuerung  scheinen  ss  die
Worte:  Guam  ob  rem  vocavit  domi-66).



2)  Helm.  I.  c.  Porro  Mikilinburg
dedit  Henrico  nobili  cuidam  do  Soeaten,
  qui  ctiam  de  Flandria  adduzit,
multitudinem  populorum  et  collocavit
eos  Mikilinburg  et  in  omnibus  terminis
  eins.

3)  ibid.  Et  posnit  dux  episcopum
in  terra  Obotritorum  dominum  hernonem,
  qvi  defuncto  Emmehardo  Magnum

  Geroldum  Aldenburgensem,  d.
Evermodum  Raoieburgensem,  d.  Bernonem
  Magnopolitanum,  ut  reciperent
ab  eo  digmitates  suas  et  applicarentur
ei  perhominii  exbibitionem,  sicut  mos
Vgl.  Ann.  Paterra

  oonstituens  investivit.