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214  2.  Buch.  5.  Kapitel.

Krieges,  Pribislav  selbst,  konnte  sich  noch  nicht  eutschließen,  seine
Sache  endgültig  verloren  zu  geben.  Von  Demmin  aus,  welches
man  wieder  aufzubauen  begann,  setzte  er  mit  dem,  was  ihm  noch
an  Mannschaft  und  Pferden  geblieben  war,  seine  Feindseligkeiten
gegen  die  Sachsen  fort.  Namentlich  war  es  das  Ratzeburger  Gebiet,
  das  er  heimsuchte.  Doch  war  es  weniger  eine  kriegerische
Thätigkeit  als  vielmehr  die  eines  Räubers,  obgleich  er  mit  feinen
plötzlichen  Ueberfällen  manchen  empfindlichen  Verlust  beibrachte.
Guncelin  von  Schwerin  und  Bernhard  von  Ratzeburg  bewachten
nun  ihre  Grenzen  doppelt  scharf,  und  es  gelang  ihnen  bald,  in  einigen
  glücklichen  Scharmützeln  den  kühnen  Slaven  seiner  besten  Leute
und  Pferde  zu  berauben  und  so  kampfunfähig  zu  machen.'))  Dazu
kam,  daß  die  pommerschen  Fürsten  sein  Treiben  nicht  länger  dulden
wollten,  da  sie  mit  Recht  fürchten  mußten,  durch  diese  von  ihrem
Gebiet  ausgehenden  Feindseligkeiten  den  Zorn  des  gewaltigen  Sachsenherzogs
  von  Neuem  zu  erregen.  Damit  wurde  Pribislav  denn
zu  einer  ihm  und  dem  in  ihm  glühenden  Rachegefühl  wenig  entsprechenden
  Ruhe  verurtheilt.

Fünftes  Kapitel.

Heinrichs  völliger  Anschluß  an  die  Politik  des  Kaisers
und  an  den  Gegenpapst  Paschalis  III.

Unmittelbar  nach  Beendigung  des  so  glücklichen  Slavenzuges
war  Herzog  Heinrich  nach  Sachsen  zurückgeeilt.  Schon  nach  Demmin
hatte  man  ihm  die  Botschaft  nachgeschickt,  daß  in  Braunschweig  eine
glänzende  Gesandtschaft  des  griechischen  Kaisers  eingetroffen  sei  und
seiner  harre.  Ihre  Aufträge  entgegenzunehmen  war  das  Erste,  was
der  Herzog,  nach  Braunschweig  zurückgekehrt,  that.  Demnächst  hatte

1)  ibid.  Inde  (se.  Demmin)  fre-  semper  moliores  inrenti  sunt,  quousduenter
  exiens  Pribizlavus  per  insidias  que  porditis  fortioribus  viris  et  equis

Percuticbat  fines  Zuerin  et  Racesburg
et  tulit  raptionem  multam  tam  de
hominibus  quam  de  jumentis.  Cuius
exitum  obserrantes  Guncelinus  atque
Bernhardus  pugnabant  et  ipsi  de  insidiis,
  et  commissa  creberrima  pugna

Pribizlarus  nihil  iam  posset  moliri.
Et  dixerunt  ad  eum  Kazemarus  et
Bogeslavus:  Si  tibi.  placet  habitare
nobiscum,  cave,  ne  offendas  oculos
virorum  dueis  etc.  —  —  Et  cobibitus
est  Pribizlavus  ab  insenia  eua.