1165.

2.  Oct.

1166.

14.  Febr.

224  2.  Buch.  5.  Kapitel.

war  dieser,  wie  es  scheint,  unbedeutende  und  schnell  beendete  Kampf
nur  das  Vorspiel  zu  einem  viel  gefährlicheren,  nur  der  erste  Vorbote
  eines  nahenden  Ungewitters,  das  sich  allmählich  immer  dichter
über  dem  Haupte  des  Herzogs  zusammenzog;  und  zwar  konnten  seine
Gegner  dasselbe  um  so  sicherer  und  ungestörter  vorbereiten,  als  er
gerade  die  nächste  Zeit  von  den  großen,  durch  Erneuerung  des
Schisma  gewaltig  bewegten  Angelegenheiten  des  Reiches  ganz  in  Anspruch
  genommen  war.

Der  Kaiser,  der  während  seiner  letzten  Anwesenheit  in  Italien
von  Neuem  zu  der  Erkenntniß  gekommen  war,  daß  er  nur  mit  Aufbietung
  aller  Gewaltmittel  seine  Herrschaft  über  die  lombardischen
Städte,  die  sich  eben  damals  zu  einem  großen  Bunde  vereinigten,
würde  aufrecht  erhalten  können,  hatte  sich  zu  einem  vierten  Zuge
nach  Italien  entschlossen.  Die  vor  Antritt  desselben  nöthige  Ordnung
  der  Reichsangelegenheiten,  namentlich  die  Durchführung  der
gegen  Alexander  III.  gefaßten  Beschlüsse  und  die  Wiederherstellung
des  durch  innere  Fehden  so  vielfach  gestörten  Friedens  beschäftigten
ihn  zu  Anfang  des  Jahres  1166  auf  das  Lebhafteste.  Nachdem
Friedrich  in  den  ersten  Tagen  des  October  1165  zu  Cöln  der  erzbischöflichen
  Weihe  Reinalds  von  Dassel  und  in  den  letzten  Tagen
des  Jahres  der  feierlichen  Erhebung  der  Gebeine  Karls  des  Großen
beigewohnt  hatte,  begab  er  sich  nach  Baiern,  von  Herzog  Heinrich,
der  ihm  in  allen  diesen  Dingen  als  treuer  Gehülfe  zur  Seite  stand,
begleitet.  Am  14.  Februar  1166  hielt  er  zu  Nürnberg  einen  Reichstag.))
  Dorthin  war  der  Erzbischof  Conrad  von  Salzburg  zum  drittenmal
  vorgeladen,  um  sich  vor  dem  Kaiser  wegen  der  gegen  ihn  erhobenen
  Anschuldigungen  zu  verantworten.  Conrad  gehörte  nämlich
zu  den  ganz  entschiedenen  Anhängern  Alexanders  III.,  und  nichts,
weder  Drohungen,  noch  die  Verweigerung  der  Regalien,  hatte  ihn
vermocht,  sich  dem  kaiserlichen  Papste  anzuschließen.  Heinrich  der
Löwe  trat  hier  übrigens  wieder  in  seiner  alten  Vermittlerrolle  auf,
indem  er  der  Sache  des  Erzbischofs  das  Wort  redete,  jedoch  vergeblich:
  der  Kaiser  und  der  gewaltige  Kirchenfürst  schieden  unversöhnt.)
  Von  Interesse  war  für  den  Herzog  auch  die  in  Nürnberg

marchione,  per  resignationem  eastri
Lewenberg  et  beneßcii  Halberstadensis
ecelesie  gratiam  et  pacem  dueis  promoruit.

Ann.

)  Reichersp.  p.  472;:
Imperator

celebravit  curiam  apud-Nuerenberch

  16.  Kal.  Marciü  illucque
venit  archiepiscopus  Chuonradus  post
tertiam  vocationem  —  —  —.

2)  Ann.  Reichersp.  l.  c.  Ibi
ergo  cum  —  rolocutorem
suum  aucem  Bawarige  respondisset  —,