1167.

234  2.  Buch.  6.  Kapitel.

meinwesen  vereinigten  sich  dort  auf  Bedingungen,  die  allerdings  auf
nichts  Geringeres  hinauszulaufen  schienen  als  auf  einen  Vernichtungskrieg
  gegen  den  Sachsenherzog.  Nachdem  man  sich  schon  vorher
  durch  Gesandte  über  die  vorläufigen  Bedingungen  geeinigt  hatte,
kamen  um  die  Mitte  des  Juli  1167  Bruno,  Propst  von  St.  Georg,
die  Grafen  Heinrich  von  Arnsberg  (—  der  sich  nach  dem  unglücklichen
  Ausgang  des  durch  die  Ermordung  seines  Bruders  hervorgerufenen
  Kampfes  ganz  an  den  Erzbischof  von  Cöln  angeschlossen
und  seine  Besitzungen  von  ihm  zu  Lehen  genommen  hatte!)  —),
Hermann  von  Saffenburg  und  Heinrich  von  Folcmudestein  als  Vertreter
  des  Cölner  Erzbisthums  nach  Magdeburg  und  legten  vor  dem
Erzeischof  Wichmann,  Albrecht  vem  Bären,  dem  Landgrafen  Ludwig
von  Thüringen  und  vielen  anderen  Fürsten  einen  feierlichen  Eid  ab,
durch  den  sich  Cöln  zur  gewissenhaften  Einhaltung  des  von  Alters
her  zwischen  ihm  und  Magdeburg  bestehenden  Bündnisses  verpflichtete:
  auch  der  Cölner  Lehnsadel  und  die  Bürger  ließen  durch  ihre
Vertreter  dies  beschwören.)  Insbesondere  versprachen  sie  einander
treue  Hülfe  gegen  den  Herzog  von  Baiern  und  Sachsen,  mit  dem
sie  nur  einen  gemeinsamen  Frieden  einzugehen  sich  verpflichteten.
Auch  für  den  Fall,  daß  ein  solcher  allgemeiner  Frieden  zwischen
ihnen  und  dem  Herzoge  zu  Stande  kommen,  der  Herzog  dann  aber
an  ihnen  einzeln  Rache  zu  nehmen  suchen  sollte,  verpflichteten  sich
beide  Theile,  dem  Vertrage  treu  sofort  zur  Unterstützung  des  angegriffenen
  herbeizueilen.)  Es  war  also  ein  vollkommenes,  unbedingtes

sibus  concordent  consilio  et  aurilio
in  ommi  necessitate  et  in  verra,
que  est  inter.  prineipes  et  duanz
  euf  cem  de  ruonswich,  lide  li
###  e-  auxilio  Masg  deburgensi  ar-)Bgl.

  Seibertz,  Landes=  und
5¼  d.  Herzogth.  Westsalen  i,  1,
P.

Das  Folgeude  krruht
der  r2  von

mann  in  einem  —  Eipitbuch
  im  Bernburger  Archiv  aufgefundenen
  und  unter  den  Beilagen  zu
seinem  „Albr.  d.  B.“  n.  46  (p.  477)
mitgetbeilten  urkunde,  welche  uns  in
das  ganze  Treiben  der  gegen  Heinrich
Verbündeten  einen  unerwarteten  Blick
thun  läßt,  über  die  Ziele,  sowie  die
Theilnehmer  des  Bundes  ein  bisher
ungeahntes  Licht  verbreitet.

3  einemann  l.  c.  478:
Deinde  comes  Heynricus  de  Arnesberch
—  —  iuraverunt,  quod  nobiles,  beneficiati,
  ministeriales  et  burgenses  nostri
eum  nobilibus  et  benefeiatis  ao  ministerinlibus
  et  civibus  Magdeburgenehiepisoopo

  et  ceteris  prineipibus,
qui  eis  confederati  sunt,  quanto  melius
possint,  contra  duccm  subveviantet,
  qduocumque  sos  auxrilii
  brestandi  gratis  invitaverint,
  strenue  veniant.  Proterea
—  promissum  est  ot  iuratum,  quod
nullam  compesi#tionem  niei
deliberato  communi  consilio
faciant  cum  duce,  etsi  pax  vel
plena  compositio  unanimi  consensu
  facta  fuerit  et  si  durz,
memor  pressure  preterite,  pos  ten
ad  vindicandum  se  in  alteram
partem  vehementiam  animi
sui  incelinet,  manifeste  sub  fldeli