262  2.  Buch.  J.  Kapitel.

gen)  Zur  Bekräftigung  des  nunmehr  wiederhergestellten  Friedens
und  um  dem  Bünnniß  auch  für  die  Zukunft  Dauer  und  Bestand
zu  verleihen,  wurde  die  Vereinigung  der  beiden  Herrscherhäuser  durch
ein  verwandtschaftliches  Band  beschlossen.  Die  im  Jahre  1164  verabredete
  Vermählung  Knuds,  des  ältesten  Sohnes  Waldemars,  mit
einer  Tochter  des  Sachsenherzogs  war  durch  den  Tod  der  Braut
wieder  unmöglich  gemacht:  jetzt  wurde  der  dänische  Thronfolger  mit
der  ältesten  Tochter  Heinrichs  aus  erster  Ehe,  mit  Gertrud,  der
jugendlichen  Wittwe  Friedrichs  von  Rothenburg  verlobt.)

Diese  Aussöhnung  der  beiden  so  ganz  besonders  auf  Bekämpfung
  der  Slaven  hingewiesenen  und  daher  von  denselben  auch
ganz  besonders  gefürchteten  Fürsten  war  für  den  ferneren  Fortgang
des  Christianisierungs=  und  Germanisierungswerks  von  entscheidender
Wichtigkeit.  Nun,  wo  sie  nicht  mehr  von  einem  der  beiden  Rivalen
gegen  den  andern  gebraucht,  und  ihnen  Raub  und  Mord  in  desselben
  Dienst  und  Interesse  nicht  mehr  gestattet  wurden,  nun  verloren  die
Slaven  jeden  Rückhalt  und  mußten  sich  widerstandslos  der  von  zwei
Seiten  ihnen  gebrachten  friedlichen  Cultur  beugen.  Jetzt  erst  schien
das  Werk  der  Colonisation  dieser  wichtigen  Lande  mit  Sicherheit
seiner  Vollendung  und  dauerndem  Bestande  entgegen  zu  gehen.
Unbenutzt  lagen  nun  die  zahlreichen  zum  Seeraub  gebauten  und
eben  erst  noch  gegen  Dänemark  gebrauchten  Flotten;  statt  der
gefürchteten  Piratenschiffe  segelten  jetzt  friedliche  Kauffahrer  von
Küste  zu  Küste,  Handel  und  Verkehr,  und  damit  einen  steten  Fortschritt
  der  Cultur  vermittelnd.))  Jetzt,  wo  nicht  mehr  in  jedem

colloduium  babuit.  In  quo  ob  pros-1)

  Helm.  II,  14:  Rex  ergo  Dano-Peros
  rerum  succcessus  adeo  se  insorum

  porspecta  calamitate  gentis  sune
ut  medium

rediit  tandem,  quia  bona  est  paxz,  et
misit  legatos  ad  fortissimmm  ducem,
rogans,  prneberi  sibi  looum  familiaris
colloquii  ad  Egdoram.  Et  venit  dux
ad  expetitum  placiti  looum  in  nativitate
  Sancti  Johannis  Baptistae  et
oceurrit  ei  rex  Danorum  et  exhibuit
se  pronum  ad  omnem  Foluntatem
Et  recognovit  ei  medietatem
kibsserun  et  obsidum,  qune  dederant

t  de  acrario  dans  nequam  Porioneme
  l  ad  singula,  qune  dux  indicavit
  exigenda,  dovote  puruit  rex.  —
Das  angebliche  Übermüthige  Benchgn
Heinrichs  erzählt  Saro  Gram.  p.  887
(ed.  Nane  u.  Velsenon)  eruera
Sestate  Henricus  Buraria  rerersus
apud  Egdoram  solenne  cum  Danis

lenter  ac  tumide  egit,
Pontis  sicut  ante  consuevcrat,  visendi
regis  causn  transgredi  recusaret.
2)  Helm.  I1.  c.  Et  rogarvit  rex
Danorum  ducem,  ut  fliam  suam,  viduam
  Fretherici  nobilissimi  principis
de  Rodenburg,  daret  filio  suo,  qui  iam
designatus  erat  rex,  in  uxorem.  Bgl.
*2  Dän.  Gesch.  I,  p.  309  n.  2.
Mit  der  Schilderung  des  mit
der  m—  Heinrichs  und  Waldemars
  beginnenden  glücklichen  Zustandes
der  slavischen  Lande  schiieft  das  Werk
des  ILelImold  II,  11  utatum
est  gelllum  illnd  frigus  ulieni  in
lenes  austri  flatus  et  eessavit  maris
vexatio  et  detumuerunt  procellae  tem-Destatum.
