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21.  Jun.

278  2.  Buch  9.  Kapitel.

die  denselben  immer  dringender  nach  Italien  rufenden  lombardischen
Händel  zur  Sprache  kamen.  s

Als  Heinrich  dann  nach  Sachfen  zurückgekehrt  war  und  zu
Lüneburg  verweilte!),  erschienen  vor  ihm  Abgesandte  des  lübischen
Domcapitels,  um  seine  Bestätigung  zu  der  von  vemselben  getroffenen
Neuwahl  eines  Bischofs  einzuholen.  An  Stelle  des  auf  der  Reise
von  Jerusalem  nach  Antiochien  zu  Tyrus  verstorbenen  Conrad
hatten  sich  alle  Stimmen  der  Domherren  auf  den  dem  Herzog  selbft
ja  so  naheftehenden  Heinrich,  den  Abt  des  Aegivienklosters  zu  Braunschweig,
  vereinigt.  Heinrich  konnte  einen  ihm  so  ganz  ergebenen
und  in  langjährigem  Dienste  treu  bewährten  Mann  zwar  nur  ungern
  von  sich  lassen;  auf  der  andern  Seite  aber  mußte  es  ihn
freuen,  denselben  so  geehrt  zu  sehen;  auch  daß  der  wichtige  Bischofssit
  von  einem  ihm  so  ganz  ergebenen  Manne  eingenommen  wurde,
mußte  für  ihn  von  Wichtigkeit  sein,  und  so  gab  er  denn  sofort  seine
Zustimmung  zu  der  von  den  Domherren  getroffenen  Wahl.  In
Folge  dessen  begaben  sich  der  Propst  Heinrich  von  Lübeck,  der  Decan
Otto  und  der  Schatzmeister  ves  vortigen  Capitels,  Arnold,  nach
Braunschweig  und  übergaben  den  Mitgliedern  des  Aegidienklosters
ein  Schreiben  ihres  Capitels,  worin  um  Zustimmung  zu  der  von
ihm  getroffenen  Wahl  gebeten  wurde.)  Dieselbe  wurde  ertheilt,
und  auch  der  Abt  Heinrich  erklärte  sich  zur  Uebernahme  des  hohen
Amtes  bereit.  Von  den  Lübecker  Abgesandten  geleitet  begab  er  sich
nach  Lüneburg  zum  Herzog  und  ließ  sich  vort  von  demfelben  mit
den  äußeren  Abzeichen  der  ihm  nun  zukommenden  weltlichen  Macht
bekleiden.  Zu  der  Feierlichkeit  seiner  Weihe  begleitete  ihn  Herzog
Heinrich  selbst  nach  Lübeck.  In  seinem  neuen  Bischofsfitz  wurde
Heinrich  vom  Klerus  wie  vom  Volke  mit  großen  Ehrenbezeugungen
empfangen  und  am  24.  Juni  in  Gegenwart  des  Herzogs  von  den
Bischöfen  Walo  von  Havelberg,  Evermod  von  Ratzeburg  und  Berno
von  Schwerin  geweiht.)  An  diese  Festlichkeit  schloß  sich  dann  noch
die  vom  Herzog  und  dem  Bischof  gemeinsam  vollzogene  Grundsteinlegung
  zu  einer  neuen  zu  Ehren  Johannes  des  Täufers  und  des

1)  Arnold.  Lub.  I,  13:  Post  eus  abbes)  venit  ad  ducom  Luneburg
haec  cum  in  castro  Luneburg  po-  et  aceipiens  ab  eo  investituram  poneitus
  esset,  adierunt  canonioi  Lube-  (tiflealem;  eam  honore  deductus  Lucenses

  eto.  —  beke  et  devotissime  susceptus  a  eloro
2)  Arnold.  Lub.  I.  c.  theilt  das-  et  ab  omni  populo  in  nativitato  B.
selbe  mit.  Jonnnis  Boptistae  praesente

3)  Arnold.  Lub.  I,  13:  (Henri--  duce  conseeratus  est.