Heinrich  d.  L.  im  Kampfe  mit  Ulrich  von  Halberstadt  u.  j.  w.  321

von  dem  schweren  Unglücke,  das  seinen  Bundesgenossen  getroffen,  zu
verdoppelter  Eile  mahnte.  Schon  acht  Tage!?)  nach  dem  traurigen
Unglücke  Halberstadts  brach  er  in  Sachsen  ein.  Zu  seinen  4000
Mann  stieß  noch  der  Erzbischof  Wichmann  von  Magdeburg;  auch
viele  der  übrigen  ostsächsischen  Fürsten  vereinigten  sich  mit  ihm,  so
namentlich  der  Landgraf  Ludwig  von  Thüringen.  Seinen  Weg  durch
Raub  und  Mord  kennzeichnend,  zog  dieses  Heer  vor  das  feste,  namentlich
  durch  die  umliegenden  Sümpfe  trefflich  geschützte  Haldensleben.
  Seine  Vertheidigung  hatte  der  Herzog  einer  zahlreichen
Mannschaft  unter  Führung  des  tapfern  Grafen  Bernhard  von  Lippe
anvertraut.  Dieser  leistete  den  starken  Massen  der  Belagerer  nachdrücklichen
  Widerstand,  nahm  auch  List  aller  Art  zu  Hilfe.  Als
die  Belagerungsmaschinen  immer  mehr  Schaden  thaten  und  die  Gefahr
  wuchs,  ließ  Bernhard  von  Lippe  den  sumpfigen  Torf=  und
Moorboden  anzünden:  das  Feuer  schlich  leise  vorwärts  und  nach
innen  hineinbrennend  untergrub  es  den  Boden,  auf  dem  die  Angriffswerkzeuge
  standen,  so  daß  schließlich  die  Last  der  Maschinen
die  dünne  Erdschicht  durchdrückte  und  dieselben  eines  Tages  zum
Entsetzen  der  Belagerer  mit  Bedienung  und  Pferden  in  die  brennende
  Höhlung  stürzten.)  Zu  diesem  schweren  Verluste  kam,  daß
der  Herbst  ein  sehr  feuchter  war,  der  Regen  in  Strömen  fiel  und
daher  der  Aufenthalt  in  der  so  schon  sumpfigen  Gegend  immer  bedenklicher
  wurde.  Das  Beste  aber,  um  die  Unternehmung  gänzlich
scheitern  zu  machen,  that  die  Uneinigkeit  der  Angreifer.  Pochend
auf  die  große  Zahl  seiner  Krieger  —  er  hatte  4000  Geharnischte
herbeigeführt  —  wollte  der  Erzbischof  Philipp  von  Cöln  die  anderen
Fürsten  sich  untergeordnet  sehen.  Die  sächsischen  Fürsten  aber  waren
  weit  entfernt,  den  Vorrang  Philipp's  anzuerkennen:  es  kam  zu
offenem  Streit,  der  mit  dem  Abzuge  des  Markgrafen  Otto  von
Meißen  und  seines  Bruders  endete.  Ihre  Absicht,  dadurch  die  Belagerten
  zu  einem  Angriffe  gegen  die  Zurückgebliebenen  herauszufordern
und  so  dem  übermüthigen  Erzbischof  die  Demüthigung  einer  Niederlage
  zu  bereiten,  wurde  freilich  vereitelt;  deun  wenige  Tage  nach

1)  Ann.  Pegav.  p.  263;:
dies.  —  Ann.  Brunwillar.

flihrlichsten  über  diese  Belagerung,  bei
Gelegenheit  der  im  J.  1181  stattfin

Böhmer,  fontes  III,  338.  „Medio  mense
Septembre.“
2)  Ann.  Palid.  p.  )  Magdeb.
p.  194.  Pegav.  p.  263.  Chron.
Mont.  Ser.  a.  1181  berichtet  am  aus-Prus,
  Heinrich  der  Lowe.

Lenden  und  erfolgreicheren  zweiten.  gl.

b.  kennt
diese  7  *  a  von  mml“s
gar  ni

21

117##.