330  3.  Buch.  3.  Kapitel.

u180.  tigsten  Orte  Obersachsens  drohende  Gefahr  höchst  besorgt  machte,

Mal.

14.  Mal.  zog  ihnen  zu  Hülfe.

Juni.

die  sächsischen  Fürsten  mit  einem  Heere  herzueilten,  um  Goslar  zu
entsetzen,  da  sah  sich  Heinrich  genöthigt,  seinen  Plan  aufzugeben.)

Er  wandte  sich  daher  Anfang  Mai  nach  Süden,  mitten  in  das
Gebiet  seiner  Feinde  vordringend.  Die  rauchenden  Trümmer  von
Königs-Nordhausen  bezeichneten  den  Weg  seines  Heeres.)  Nicht
fern  von  der  Unstrut,  bei  Weißensee,  stellten  sich  Landgraf  Ludwig
von  Thüringen,  welcher  eben  erst  nach  dem  Tode  des  kinderlosen
Pfalzgrafen  Albrecht  von  Sommerschenburg  Pfalzgraf  von  Sachsen
geworden  war,  und  dessen  Bruder  Hermann  seinem  ferneren  Vordringen
  entgegen;  auch  der  neue  Herzog  von  Sachsen,  Bernhard,
Am  14.  Mai  1180  kam  es  zu  einer  heftigen
Schlacht:  der  ungestümen  Tapferkeit  der  Herzoglichen  vermochten  die
thüringischen  Schaaren  nicht  zu  widerstehen,  nach  schweren  Verlusten
flohen  sie.  Ihre  Führer  aber,  Ludwig  und  Hermann,  fielen  in  die
Hände  der  Sieger  und  wurden  nebst  vielen  Edlen  als  Gefangene
fortgeführt.  Heinrich  verfolgte  die  fliehenden  Schaaren  bis  Mühlhausen,
  das  er  verbrannte.  Mit  reicher  Beute  und  mehr  als  vierhundert
  Gefangenen  kehrte  er  darauf  siegesfroh  nach  Braunschweig
zurück.))  Aber  wenn  er  selbst  auch  den  Kampfplatz  für  eine  Zeit
verließ,  so  ruhte  er  darum  doch  nicht,  sondern  suchte  seinen  Feinden
auf  alle  Arten  zuzusegen.  So  veranlaßte  er  jetzt  die  Slaven,  die
er  bisher  selbst  bekämpft  hatte,  zu  einem  Einfalle  in  die  Lausitz,
welche  sie  im  Juni  verwüstend  durchzogen.)

Aber  auch  Heinrichs  ves  Löwen  Gegner  waren  nicht  unthätig.
Denn  während  sie  den  auf  Jacobi  ausgeschriebenen  allgemeinen  Zug
gegen  ihn  vorbereiteten,  waren  sie  gleichzeitig  bemüht,  alle  Folgen

octavom  paschac  dux  II.  congregato
exercitu  contra  Goslariam  folles  et
Conflatoria  eiusdem  civitnis  ad  inimieitiam
  imperatoris  evertit  et  ipsis
eivibus  annonam  inferri  inhibuit.

1.  Chron.  Repg.  ed.  Schoene

p.  72.

2)  Arnold.  Lub.  II,  16:  Adreniente
  autem  Maio  dux  cum  expeditione
  intravit  Thuringiam  et  exussit

eivitatem,  quse  dicitur  Kuninghes

Northusen.

3)  Arnold.  Lub.  l.  o:  Cui  ocourrit
  Ludovicus  comes  provincialis
oum  multitudine  magna  commissumdue
  est  proclium  inter  eos  et  fugati
sunt  Thuringi  et  Ludovicus  captivatus

  est  cum  fratre  suo  Hermanno
balstino  ot  ar  „wilitum  multitudine.

.  Pe  p.  265  beri  ten  am
irichen,  alid.
P.

E9
S.  Petri  E#bhes.  P.
25.  7  Mont.  Sereni  a.  1180:
L.  lantgravius  et  srater  eius  cum

quadringentis  ot  eo  amplius  captie
sunt.
4)  Ann.  Pegev.  p.  263:  Item

Heinricei  ducie  instinotu  Sclavi,  Luvitici
  et  Pomerani  regionem  Lusiz  trans
Albiam  depopulantur.  Ueber  die  Zeitbefimmungen
  dieses  Einfalls  vgl.
Cohn,  Ueb.  zwei  Ereignisse  aus  dem
—  -  —  in  „Forschungen“  1